accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

434 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1912. 
S-Br. und 71° 11’ 5” W-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1912 beträgt etwa 
12.7° O, die jährliche Änderung —2. 
Allgemeines. Die Carrizal Bajo-Bucht ist klein und bietet gleichzeitig nur 
Raum für wenige Schiffe, Ihr innerer Teil wird gegen die vorherrschenden 
südwestlichen Winde durch ein Felsenriff und die Carrizal-Insel geschützt, die 
vor der Westhuk der Bucht liegen. Ihr äußerer Teil dagegen liegt ungeschützt 
gegen Winde aus südsüdwestlichen bis nördlichen Richtungen. Gegen Ostwinde 
gewährt das Festland Schutz; Winde aus dieser Richtung treten aber selten auf, 
Die Wassertiefe in der Bucht nimmt infolge Versandung immer mehr ab. 
Landmarken, Für vom Süden kommende Schiffe bildet die Chanaral-Insel, 
die etwa 4 Sm westlich von der Chanaral-Bucht auf ungefähr 29° S-Br. und 
71° 37' W-Lg. liegt, eine gute Landmarke. Die Insel ist im allgemeinen flach 
mit Ausnahme ihres südlichen Endes, wo sich ein bemerkenswerter Erdhügel 
erhebt, der in seiner Mitte eine warzenförmige Erhöhung zeigt. Auf dem west- 
lichen Teil der Insel steht ein weißer zylindrischer eiserner Leuchtturm mit 
kupferfarbiger Kuppe, auf dem bei Nacht ein Gruppenblitzfeuer von 19 Sm 
Sichtweite brennt. Zwischen Kap Leones, das etwa 3 Sm nordöstlich von dieser 
Insel liegt, und dem 8 Sm weiter nach Norden gelegenen Kap Bascunan steigt 
das Land nach innen allmählich an zu einem etwa '!/, Sm von der Küste ent- 
fernt liegenden niedrigen Höhenrücken; eine höhere Gebirgskette liegt etwa 
3 Sm landeinwärts davon. Etwa 5 Sm nordöstlich vom Kap Bascunan liegt die 
Quebrada Honda-Bucht. Nördlich von dieser Bucht macht die Küste einen un- 
freundlichen und kahlen Eindruck, Hohes Land reicht bis an die Küste heran; 
die Berge desselben tragen felsige Gipfel, während ihre Seiten mit gelbem Sand 
bedeckt sind, Etwa 4 Sm nördlich von der Quebrada Honda-Bucht springt vom 
Fuße einer hohen Hügelkette eine felsige Huk hervor, die nahe ihrem Außenende 
einen sehr bemerkenswerten schwarzen spitzen Gipfel trägt. 2'/„ Sm nordöstlich 
von dieser Huk liegt die Pefa Blanca-Bucht, auf deren westlicher Huk eine 
weiße Bake mit schwarzem Balltoppzeichen steht, die für Schiffe, die nahe 
an der Küste entlang laufen, eine gute Landmarke bildet. Etwa 8 Sm nördlich 
von dieser Bake liegt die Alcade-Huk, ein felsiges Vorgebirge, das nach See zu 
den Abschluß eines Ausläufers des Küstenhöhenzuges bildet. Dicht bei der Huk 
liegen einzelne kleine Klippen. Landeinwärts erhebt sich das Land etwas, und 
verschiedene kleine Felsenblöcke ragen aus dem Sande empor. Einer von ihnen 
ist sehr deutlich auszumachen, wenn man von Süden kommt, da er höher als 
die anderen ist und in eine scharfe Spitze ausläuft. Etwas landeinwärts von 
ihm steigt das Land plötzlich zu einem hohen Gebirgsrücken an. 6 Sm nördlich 
von der Alcade-Huk liegt die niedrige höckerige Huasco-Huk. Das dahinter 
liegende hohe Land mit kahlen felsigen Hügeln steigt plötzlich in einem steinigen 
Abhang zu Höhen von über 610 m an und bildet einen Höhenzug mit drei 
runden Gipfeln; der Östlichste davon ist der höchste. Etwa 1 Sm nördlich von 
der Huk liegt die Batchelor-Insel, die einen auffälligen kegelförmigen 50 m 
hohen Hügel von dunklem Aussehen trägt. Nördlich und westlich von dieser 
Insel liegen verschiedene Klippen und Inselchen teils in der Wasserlinie, teils 
ragen sie bis zu 26 m Höhe aus dem Wasser empor; die meisten von ihnen 
zeigen sehr weiße Färbung. Südlich von der Batchelor-Insel erhebt sich die 
Festlandsküste zu etwa 152 m Höhe in der höckerigen Hügelkette »the Spinsters«, 
die von Süden und Westen aus zu sehen ist. Ungefähr 7 Sm nordöstlich von 
der Huasco-Huk sieht man eine andere Hügelkette, die in ihrem höchsten Gipfel 
bis zu 664 m Höhe ansteigt; an dem südlichen Ende dieser Kette erhebt sich 
ein spitzer Gipfel zu 455 m Höhe. Die Lobo-Huk, etwa 11 Sm nördlich von der 
Huasco-Huk gelegen, ist höckerig mit verschiedenen kleinen Gipfeln. Zwei 
niedrige Hügel liegen etwas landeinwärts von der Huk, Innerhalb derselben 
steigt das Land plötzlich zu einem etwa 305 m hohen Rücken an. Ebenfalls 
höckerig ist die Huk, die ungefähr 11 Sm nördlich von der Lobo-Huk liegt; 
eine Anzahl spitzer Gipfel erheben sich auf ihr. Kommt man näher an den Hafen 
heran, so bilden die beiden hohen gelben Schornsteine der außer Betrieb ge- 
setzten Schmelzwerke nahe beim Strande ausgezeichnete Landmarken. Auch die
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.