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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1912.
des Signals in zwei Hauptgruppen, von denen die erste der Vorbereitung diente,
während die zweite das eigentliche Zeitsignal umfaßt.
Aus einer Reihe von Versuchen, die ebenfalls zwischen Norddeich und
Wilhelmshaven stattgefunden haben, ergaben sich folgende Ankündigungszeichen
und Signale, die jetzt von Norddeich zweimal täglich und zwar im mittleren
Greenwicher Mittag und in der mittleren Greenwicher Mitternacht oder um 1h
mitteleuronäischer Zeit tags und nachts abyegeben werden, als die zweckmäßigsten.
Mittlere Greenwicher Zeit
Zeichen
11h 53m bis 55m
11h 57m 478
53000 0090 aD 88 8 aD
a 9 CAD 9 END
ed az. au...
En an An an$ aD CD 68
Lange Pause,
Mittlere Green-
wicher Zeit
Zeichen
Bedeutung
Mittlere Green-
wicher Zeit
11h 58m 38s
Kurze Pause.
Achtune.
\ıh 509m 368
378
388
398
10s
11h 58m 468
478
1658
498
308
>
Fa
za»
>
>
Kurze Pause.
Zeitsignal.
11h 50m 468
478
458
49s
308
|1h 58m 568
378
3
i1h 59m 508
Fr =»
—_—
a
a»
a
Kurze Pause.
Zeitsienal,
11h 50m 56s
dr8
558
598
As
11h 59m 68
7s
Ss
9s
10s
DD
a=>
a—
aa
>
Lange Pause.
Zeitsignal.
‘Oh m
|2h Om 6s
Bedeutung
Y. VD. zur Abstimmung.
Achtung.
kn d Kennung von Norddeich.
m q% mittlere Greenwicher Zeit.
Zeichen | Bedeutung
=
—
a.
a>
=.
Kurze Pause.
Zeitsignal.
——
Tr
a
a
_-
Kurze Pause.
Zeitsignal.
>
a
zz
za
I
Kurze Pause.
Zeitsignal.
209€
Schluß.
Aus diesem Schema ergibt sich hinsichtlich der Zeitsignale, daß sie in
zweimal je drei Gruppen von je 5 Sekunden Dauer angeordnet sind, so daß
jede Gruppe mit einer vollen Zehnersekunde endet und daß das letzte Zeitsignal
den Zeitpunkt 12h m. Gr. Zt. angibt. Dabei ist der Beginn eines jeden etwa eine
Drittel Sekunde dauernden Zeitsignals der Zeitpunkt der davor stehenden vollen
Sekunde.
Die Aufnahme der Zeitsignale erfolgt zweckmäßigerweise durch das
Navigationspersonal mit Hilfe einer Beobachtungsuhr. Chronometer dürfen
wegen der Gefahr, magnetisch zu werden, nicht in den Funkentelegraphenraum
gebracht werden, Die Beobachtungsuhr ist kurz vor der Aufnahme der Zeit-
signale und unmittelbar danach mit dem für die Schiffsführung benutzten
Chronometer zu vergleichen, damit der Stand dieses Chronometers sicher er-
mittelt werden kann.
Die rechnerische Verwertung der Beobachtungen, bei denen das Mittel
beider Vergleiche benutzt wird, gestaltet sich dann folgendermaßen:
Am 12. Juni 1912 wurde Mittags an Bord S.M.S. »Westfalen« vor der
Abgabe des ersten Zeitsignals in Norddeich Chronometer I mit der Beobachtungs-
uhr verglichen, Das Ergebnis war: I—U + 6h 24m 50.0s, Dieser Vergleich
wurde nach der Beobachtung des Zeitsignals wiederholt und ergab dann: I— U