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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1912. 
An- und Einstenerung. Über die Ansteuerung ist Näheres bei der Be- 
schreibung des Zeppelin-Hafens angeführt worden, Beim KEinlaufen nach der 
Kreuz-Bucht darf man sich Kap Mitra nur bis auf 3 Sm Abstand nähern, da 
sich von ihm unreiner Grund 2!/, Sm weit erstreckt. Die Umgebung beim Kap 
Guissez ist reiner, man passiere jedoch auch dieses in 1 Sm Abstand. Am besten 
hält man beim Einlaufen nach der Kreuz-Bucht die ungefähre Mitte des Fahr- 
wassers, wobei man etwas näher an Kap Guissez heranlaufe. Kommt man von 
der Königs-Bucht oder aus dem Blomstrand-Hafen, so laufe man in etwa 2 Sm 
Abstand von der Küste an dieser entlang, um mit Sicherheit einige Brandungs- 
stellen zu meiden, die sich in geringer Entfernung vom Lande befinden, Sobald 
man sich querab vom Kap Guissez befindet, braucht man sich nur nach der 
unter der Direktion des Fürsten Albert von Monaco herausgegebenen Karte 
zu richten. Läuft man in die Möller-Bucht hinein, so bleibe man von der Küste 
der König Haakon-Halbinsel wenigstens 2 Kblg ab, um die kleine Klippe zu 
meiden, die etwa !/, Sm von ihrem Südende entfernt liegt, Auf dem weiteren 
Weg nach Norden entferne man sich nicht weiter, als !/, Sm von der Küste 
dieser Halbinsel, solange man nicht die Gallopin-Untiefe passiert hat, die etwa 
in der Mitte der Einfahrt nach Port Möller liegt, 
Oblt. z. S. v. Bartenwerffer schreibt: »Wenn man aus einer Richtung 
von S bis W kommt, so steuere man das Prinz Karl-Vorland in Sicht und laufe 
in mehr als 5 Sm Abstand von der Küste mit parallelem Kurs zu ihr am Vor- 
land entlang bis zur Vogel-Huk. Diese runde man in 6 Sm Abstand und steuere 
nachher mit rw. 90° (mw. O0S0O7/;O)-Kurs . auf Kap Guissez zu. In der Bucht 
halte man die Mitte des Fahrwassers, hüte sich jedoch, sich dem Kap Mitra zu 
sehr zu nähern. Die im Auftrage des Fürsten von Monaco von Herrn Bourdge 
aufgenommene Karte ist unbedingt zuverlässig. Solange die Bucht eisfrei ist, 
ist es dauernd hell.« . 
Kapt. Vollrath schreibt: »An Hand der im Auftrage des Fürsten von 
Monaco herausgegebenen Karte und der Anweisungen des Linienschiffsleutnants 
H. Bourröe, die mir auszugsweise zur Verfügung standen (siehe »Ann, d. Hydr, 
usWw.« 1910, S. 176), kann das Einlaufen nach Port Möller nicht die geringste 
Schwierigkeit machen. Die kleine Klippe östlich vom Vogelberge liegt dicht 
unter der Küste der König Haakon-Halbinsel und läßt sich unschwer vermeiden. 
Von da an kann man in geringem Abstand von der Küste an der König Haakon- 
Halbinsel entlang laufen; es ist hier vollkommen rein, Man läuft solange nord- 
wärts, bis der auffällige Felsblock Pierre remarquable rw. 60° (mw. ONO1/,0) 
peilt, hält dann auf diesen Felsen ab und lotet sich langsam bis auf eine be- 
queme Wassertiefe heran.« 
Eis. Im innersten Ende der Lilliehöök-Bucht, die den nordwestlichen Arm 
der Kreuz-Bucht bildet, ist ein sehr großer Gletscher, von dem sich häufig große 
Eisblöcke loslösen, die über 12 und 15 m aus dem Wasser ragen und über 180 m 
lang und breit sind. Die größeren Massen dieses Eises treiben aber wahrschein- 
lich nie nach See hinaus, da sie schon vorher hier und da auf dem flacheren 
Wasser in der Nähe der Küste stranden. Die Möller-Bucht war vom 29, bis 
31. Juli 1911 bis auf einige Stücke Gletschereis ganz eisfrei, 
Ankerplatz. Im östlichen Teil des Hafens finden gleichzeitig mehrere Schiffe 
ausgezeichneten Ankerplatz über gut haltendem, weichem Schlickgrund., Auf 
weniger als 20 m Wasser darf man aber nicht ankern, da innerhalb dieser Tiefe 
der Grund sehr steil ansteigt, Oblt, z. S, v. Bartenwerffer ankerte mit S. M.S. 
»Carmen« westlich von dem auffallenden Felsblock auf 30 m Wassertiefe etwa 
600 m vom Lande entfernt. Der Ankergrund bestand aus Geröll mit Sand. Der 
Ankerplatz war sehr geschützt, es war keine starke Strömung und nur wenig 
Eis vorhanden. »Senta« ankerte auf 15 m Wassertiefe über weichem, hellem Schlick- 
grund und ritt vor einem Anker und 80 m Kettenlänge stürmische Nordostböen 
ab. Nach Bericht des Kapitäns steigt der Grund nördlich vom Ankerplatze sehr 
schnell an, und befinden sich auf der Stelle, wo die Karte des Fürsten von Monaco 
3m Wassertiefe angibt, nur 11, m bei Niedrigwasser,
	        
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