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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

Beiträge zur Küstenkunde von West-Spitzbergen, 
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dem Gletscher im innern Ende der Bucht im Juli in der Regel nur kleine, im 
August jedoch häufig größere Stücke ab, 
Landmarken für die Ansteuerung des Eis-Fjordes siehe unter Advent-Bucht. 
An- und Einsteuerung. Die Ansteuerung des Eis-Fjordes ist unter Advent- 
Bucht näher beschrieben. Beim Einsteuern nach dem Sicherheits-Hafen muß 
man in der Nähe der Alk-Huk mit Vorsicht navigieren, .da vor der Alk-Huk 
und westlich und südwestlich von ihr Klippen in der Wasserlinie liegen. Ferner 
liegt etwa 2 Sm innerhalb der Einfahrt zur Bucht und von der Küste an der 
Ostseite der Bucht !/, der Breite der ganzen Bucht entfernt eine Untiefe mit 
3.1 m geringster Wassertiefe, Dieselbe dehnt.sich in ONO—W5SW-Richtung 15 m 
und in NNW—SSO-Richtung 5 bis 6 m. aus. Nach Bericht des Kapt. Vollrath 
bietet das Einsteuern in die Bucht gar keine Schwierigkeiten. Er rundete nach 
Passieren des Todten Mannes die Alk-Huk. in !/, Sm Abstand, lief bis in die 
Mitte der Bucht und suchte sich mit Hilfe des Lotes einen Ankerplatz. Die Klippen 
bei der Alk-Huk sowie die in der Brit. Adm-Krt, Nr.. 2751 eingezeichneten 
beiden Klippen wurden von ihm nicht gesehen. Das Einlaufen bei unsichtigem 
Wetter mit Hilfe des Lotes ist nach seiner Ansicht wegen der großen Wasser- 
tiefen jedoch nicht ratsam. 
Die Gezeitenströme sollen mit %/, Sm größter Geschwindigkeit setzen. 
Ankerplatz. Den besten Ankerplatz findet man vor der inneren Ecke des 
Gletschers auf 9 bis 15 m Wasser über weichem Lehmgrund, Man muß ziemlich 
nahe unter der Küste ankern, da in größerem Abstand von ihr die Wassertiefen 
schnell zunehmen; es wurde in einer Entfernung der drittel Breite des Hafens 
von der Küste 180 m Wasser gelotet, Die von den Bergen herabwehenden Böen 
sind sehr heftig. Die Yacht »Senta« ankerte */, Sm von der Küste auf 12 m 
Wassertiefe über zähem Schlickgrund in den Peilüngen: Alk-Huk rw. 189° (mw. 
SzW3/,W), das östliche Kap an der Einfahrt rw. 145° (mw. SSO'/,O). Nach 
Bericht des Kapitäns ist der Ankerplatz im Sicherheits-Hafen vorzüglich, wenn 
man in genügendem Abstand von dem in die Bucht mündenden Gletscher bleibt. 
Im August, wenn vom Gletscher häufig größere Eisstücke losbrechen und durch 
die Gezeitenströme in der Bucht umhergetrieben werden, kann es vorkommen, 
daß man dadurch zum Wechseln des Ankerplatzes gezwungen wird, 
Hafenanlagen sind nicht vorhanden. Im Sommer liegen hier häufig 
norwegische Walfischfänger, die als Tranküchen benutzt werden. 
Schiffsausrüstung. Gutes Trinkwasser, Quellwasser, ist vorhanden; es 
muß mit den Schiffsbooten geholt werden. 
Zeppelin-Hafen. 
Quellen: Fragebogen Nr. 5574 und Bericht Nr. 5568 des Kapt. P. Vollrath, Yacht »Senta«, vom 
Juli und August 1911; »Ann. d. Hydr. usw.« 1898; englisches Shb. »Arctic Pilot, Vol. II«, 1911, 
D. Adm-Krıt. Nr. 155, Barents-See, Plan: Zeppelin-Hafen. Brit, Adm-Krt, Nr. 2751, Spitsbergen, 
Karte Nr. IX des Fürsten Albert von Monaco; Cöte Ouest du Spitsberg de la Partie Nord du Foreland 
ä la Baie Magdalena, Hierzu Küstenansichten Nr. 4 bis 6. 
Zeppelin-Hafen heißt die Bucht, die an der Südseite der Königs-Bucht eben 
westlich vom Kohlen-Hafen liegt. Der Ankerplatz in der Bucht ist gegen Nord- 
winde und gegen Seegang wenig geschützt; auch macht ihn das Gletschereis 
von dem stark kalbenden Königsgletscher wenig empfehlenswert. Die geographische 
Lage der Prinz Heinrich-Insel an der Westseite der Bucht ist 78° 55’ N-Br. und 
12° 3’ O-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1912 beträgt etwa 13° W, die jähr- 
liche Abnahme ungefähr 6’. 
Allgemeines. Die Königs-Bucht, von Hudson im Jahre 1607 Whales-Bucht, 
von Poole im Jahre 1610 Deere-Sund genannt, ist der südliche Arm eines 
großen Golfes, der zwischen der Qvad-Huk (Quade-Huk) im Süden und Kap Mitra 
im Norden 8 Sm breit ist, Die Bucht erstreckt sich von der Qvad-Huk etwa 
12 Sm in östlicher Richtung; an ihrem innern Ende verbreitert sie sich stark, 
mehrere Inseln liegen hier, und die breite Front des prächtigen Königsgletschers 
besetzt die ganze Küste an der Ostseite der Bucht, 
Landmarken. Wenn man vom Süden oder vom Eis-Fjord kommt, bildet 
zunächst Prinz Karl-Vorland eine gute Landmarke. Dasselbe ist etwa 49 Sm
	        
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