Hamburg
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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1912,
Tabelle II: Windstärke.
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„I xololsol « lswiw rw
25 | 26 | 30 | 2.7 | 29 | 38 | 35 | 82
Für den Elbewinkel kommen in erster Linie die S-, SW-, W-, NW- und
N-Winde in Betracht, Die westlichen Winde, in der Richtung der Gezeitenströme
streichend, wirken beschleunigend auf den Flutstrom, hemmend und nach Norden
ablenkend auf den Ebbestrom, SW +8, hier wegen der auflandigen Richtung
und als Seewinde auf der letzten Strecke wirksamer als an der Südküste, sind
ihren Gegnern, den NW + N-Winden, um 54 bzw. 1 überlegen, Infolgedessen muß
der Sandtransport seitens der Winde in nördlicher Richtung sich voll-
ziehen. —
Über den Grad der Ablenkungen, welche die verschiedenen Winde nach
Richtung und Stärke bei den Gezeitenströmen hervorrufen, belehrt folgende Ta-
belle, die auf Grund von Beobachtungen, die auf dem wegen seiner exponierten
Lage für diesen Zweck besonders geeigneten Elbe-Feuerschiff II gemacht wurden
und im Mittel wiedergegeben sind, aufgestellt wurde. !)
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J1
881
IV
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1
Vi
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Windrichtungen
Beobachtungen, welche bei Windstille und
Wind unter Stärke 3 stattfinden . .
Beobachtungen bei WNW bis NNW ;
NzZW NNO . ;
NOzN » NOzO ;
ONO >» 0zS .
0SO0 >» SSO .
Szo >» SSW .
SWzS » SWZW
WSW WzZN .
Flutstrom
Richtung a
S01/,0
801,0
SOzS
3803/,0
8070
80340
302010
3020540
302050
1,53
1.35
1.40
1.49
144
1.37
L.60
1.44
1.59
Ebbestrom
Richtung ee
NW
NWIZN
NWILW
NW8LW
NWSAW
NWILW
NWIAW
NWzZW
NNWZAW
2,06
1.83
2.17
2.44
2.25
2.26
1.77
1.60
1.55
Die Beobachtungen sind je nach Windrichtung und Stärke in neun Gruppen
eingeteilt. Als Grundlage, von der ausgegangen wird, dient die mittlere Richtung
des Flut- und Ebbestroms; sie beträgt
für den Flutstrom . . . . SO1/,0,
» » Ebbestrom. . . . NWI!LN.
Die Angaben für Flut- und Ebbestrom sind die Mittel aus sämtlichen, zu
je einer Gezeitenströmung jeder Gruppe gehörenden Beobachtungen. Wenn wir
uns hier auch genauer mathematischer Erörterungen enthalten müssen, so dürfte
doch schon bei oberflächlicher Betrachtung soviel aus den Tabellen hervorgehen,
daß konträre Winde im allgemeinen hemmend, solche von gleicher Richtung
fördernd auf die Geschwindigkeit, seitliche ablenkend auf die Richtung einwirken.
So fällt besonders die Ablenkung der Gezeitenströme durch die überwiegenden
S +SW-Winde nach Norden ins Auge, Freilich tritt die Einwirkung der Winde
auf die Geschwindigkeiten nicht so klar zutage: so müßte der Flutstrom bei II,
VIII, IX, der Ebbestrom bei I, VI, VII größere Geschwindigkeit, der Ebbestrom
bei III, IV geringere Geschwindigkeit zeigen, Abnormitäten, die sich wohl durch
die Einwirkung verschiedener Faktoren, .die so mancherlei verwickelte Kompli-
kationen herbeiführen, erklären lassen. Diese Faktoren sind: Konfiguration des
Grundes (vor allem die Einwirkung der vorgelagerten Bänke), der "Tidenhub,
der Wasserstand des Flusses, der Wasserstau und der Umstand, ob die Winde
sich ungestört entwickeln können oder durch Landmassen gehindert werden,
\ Segelhandbuch 1906, I, 3, S. 148. 149.