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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

Port Phillip mit den Häfen Melbourne und Geelong. 
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Dock stehen die Regierungs-Reparaturwerkstätten und eine Aufschlepphelling 
von 30 m Schlittenlänge und 500 t Tragkraft. Außerdem sind noch zwei 
andere Aufschlepphellinge und zwei Schwimmdocks vorhanden. Das eine von 
jetzteren ist 66 m lang, 11 m breit an der Einfahrt und 4 m (18’) tief auf der 
Schwelle; es kann etwa 900 R-T. große Schiffe aufnehmen. Das andere ist 47 m 
Jang, 10.7 m breit an der Einfahrt und 3.4 m (11’) tief auf der Schwelle, 
Dockkosten. Im Alfred-Trockendock: 
per R-T. am ersten Tag per R-T. für jeden folgenden 
oder Bruchteil davon Tag 
Schiffe bıs zu 6000 R-T, Größe 5d 21% d 
von 6000 R-T. Größe und darüber 4d 2 d 
Schiffe unter 960 R-T. Größe müssen als geringste Taxe 20£ für den 
ersten Tag, 10 £ für jeden folgenden bezahlen, Liegt jedoch ein solches Schiff 
mit andern zusammen zu gleicher ‘Zeit im Dock, und beträgt der Tonnengehalt 
der Schiffe zusammen 1600 R.-T. oder mehr, so bezahlt jedes Schiff die seiner 
R.-T.-Tonnage entsprechende Abgabe. Beträgt jedoch der gesamte Tonnengehalt 
der Schiffe weniger als 1600 R-T., so muß jedes Schiff die oben als »geringste 
Taxe« angeführte Abgabe entrichten. Der erste Tag zählt von dem Augenblick 
an, wo das Dock trocken liegt, Schiffe, die zusammen ins Dock holen, müssen 
dasselbe auch zu gleicher Zeit wieder verlassen. 
Auf der zum Dock gehörenden Aufschlepphelling kostet der erste Tag 
8d per R-T, geringste Taxe 10 £, jeder folgende Tag 4d per R-T., geringste 
Taxe 5 £. Der erste Tag zählt von dem Augenblick an, wo das Schiff auf der Hel- 
ling liegt, Nach dem ersten Tag wird sowohl im Dock als auch auf der Helling 
jeder Tag mit 24 Stunden bewertet; Bruchteile eines Tages werden als !/, Tage 
berechnet, wobei 6 Stunden und weniger als !/, Tag gelten. 
Dockvorschriften enthält die Hafenordnung. 
Vorsicht. Bei der Einfahrt zum Alfred-Trockendock wird eine rote 
Flagge gezeigt, wenn in demselben Arbeiten vorgenommen werden, die ruhiges 
Wasser bei der Einfahrt erfordern. Schiffe müssen in der Nähe der Einfahrt, 
um keinen Schaden anzurichten, möglichst langsam fahren. wenn das Signal ge- 
zeigt wird, 
Auf dem Yarra-Fluß sind 2 Trockendocks. Das Duke-Dock ist 146 m 
lang, 15.2 m breit an der Einfahrt und 4.7 m (15'/%’) tief auf der Schwelle bei 
Springhochwasser; es kann in 2 Teile von 91;m und 55m Länge geteilt werden. 
Das Wright & Orr-Dock ist 100 m lang, 13.4 m breit in der Einfahrt und 5.2 m 
(17°) tief auf der Schwelle bei Springhochwasser, Das Dock soll auf 122 m Länge, 
15m Breite an der Einfahrt und 5.5 m (18’) Tiefe auf der Schwelle vergrößert 
werden. 
Dockkosten. Im Duke-Dock bezahlen Schiffe von 800 R-T. Größe und 
darüber für das Docken und Ausdocken 6d per R-T. brutto, für jeden Liegetag 
4d per R-T., Schiffe von 400 bis 799 R-T. Größe 1 sh per R-T. brutto für das 
Docken und Ausdocken, für jeden Liegetag 6d per R-T. Schiffe unter 400 R-T. 
Größe bezahlen nach Vereinbarung. Nachtarbeit wird mit 6 sh per Stunde be- 
zahlt.- Für das Wright & Orr-Dock sind die Unkosten ähnlich. 
Ausbesserungswerkstätten, die alle einschlägigen Arbeiten ausführen 
können, sind sowohl in Melbourne als auch in Williamstown vorhanden. Große 
Reparaturen übernimmt eine Firma in Geelong, 
Hafenunkosten. Tonnengelder betragen 6d die R-T. für 6 Monate, 
Schiffe, die den Hafen für Order, zwecks Ausrüstung, Einnahme von Bunker- 
kohlen oder als Nothafen. anlaufen, brauchen keine Tonnengelder zu bezahlen, 
Schiffe in Ballast bezahlen 2d per R-T, für jede Reise, aber nicht über 4d 
innerhalb eines halben Jahres. Kaiabgaben betragen !/,, von !/, d per R-T. 
netto und Stunde in den ersten 144 Stunden, nachher !/,, von UV, d per R-T. 
netto und Stunde; 30 Minuten oder weniger werden nicht berechnet, ein Zeit- 
raum von über 30 Minuten gilt als volle Stunde, Schiffe, die in Reihe außer- 
halb eines Schiffes liegen, das an einer Ladebrücke festgemacht liegt. bezahlen
	        
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