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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

Port Phillip mit den Häfen Melbourne und Geelong. 
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passiere 6 Kblg südlich von der schwarz und weiß wagerecht gestreiften Popes 
Eye-Tonne, die ein Korbtoppzeichen trägt und etwa 13 Kblg nördlich von der 
Observatory-Huk am Südwestende des flacheren Wassers liegt, und 4 Kblg süd- 
lich von der schwarzen stumpfen Tonne Nr. 1 mit Stange und Korbtoppzeichen 
am Westende von »Great Sand«. Hernach steuere man zwischen den schwarzen 
und roten Tonnen, die an der Nord- und Südseite des Fahrwassers liegen, hin- 
durch und bringe den auf Pfählen errichteten Südkanal-Leuchtturm mit dem 
Leuchtturm am Fuße von Arthur’s Seat in rw. 106° (mw. O0%/,S)-Peilung, Auf 
diesem Kurse wird man die durch eine Leuchttonne gekennzeichnete Bank, die 
11 Kblg nördlich von der Franklin-Huk im Fahrwasser an der westlichen Ein- 
fahrt des Südkanals liegt, auf 8.8 m (29°) geringster Wassertiefe passieren. Her- 
nach halte man die beiden Leuchttürme in genannter Peilung noch so lange in 
Linie, bis man sich zwischen den. Tonnen Nr. 8 und 9 befindet. Jetzt hole man 
etwas nach Norden, um das seichte Wasser westlich vom Leuchtturm zu meiden 
und steuere durch den ausgebaggerten Kanal, die beiden Leuchttonnen dicht an 
Steuerbord haltend. Ist man südlich von der schwarzen Tonne Nr. 11 passiert, 
so steuere man etwa rw. 109° (mw. OzS)-Kurs und passiere 2 bis 3 Kblg südlich 
von der schwarzen Tonne Nr. 13. Nachher ändere man den Kurs nach rw. 87° 
(mw. OzN) und umfahre die schwarze Leuchttonne Nr. 15, die den östlichen Aus- 
läufer vom »Mittel-Grund« kennzeichnet, in angemessenem Abstand. 
Benutzen Schiffe mit mehr als 7.9 m (26) Tiefgang den Südkanal bei 
Niedrigwasser, so müssen sie, wenn sie sich etwa 1 Sm westlich von der Leucht- 
tonne befinden, die den südwestlichen Ausläufer der eben angeführten Bank an 
der westlichen Einfahrt zum Südkanal kennzeichnet, die Richtlinie — Südkanal- 
Leuchtturm und Leuchtturm von Arthur’s Seat — verlassen und !/, Kblg südlich 
von der genannten Leuchttonne passieren, wo sie tieferes Wasser finden; darauf 
steuere man wieder in die Richtlinie hinein. . Nach »Nachrichten für Seefahrer« 
1722—1911 sind auf dieser Bank folgende von der Karte abweichenden Tiefen 
gefunden worden: 
Lfd. 
Nr. 
> 
3 
1 
Tiefe 
Mm 
6.1 - 20 
8,2 27 
7.9 26 
7.6 25 
Peilung und Abstand 
des Portsea-Feuers 
der Flaggenstange 
‚ auf der Observatory-Huk 
rw. 197° (mw. S3/,W) 1.19Sm ab 
rw. 203° (mw. SzW3/,W) 1.22 « « 
rw. 205° (mw. SzW1/,W) 1.32 « « 
rw. 207° (mw. SzW3/,W) 1.27 « 
rw. 259° (mw. WSW1/, Wi 
rw. 259° (mw. WSW 1, W 
rw. 258° (mw. WSW1,W) 
rw. 260° (mw. WSW 3/. W)} 
Nach diesen Angaben ist auch für Schiffe bis zu 7.9 m (26’) Tiefgang große 
Vorsicht zu gebrauchen, wenn sie die Bank auf der Richtlinie kreuzen, da die 
unter 3 angeführte 7.9 m (26’)-Stelle eben nördlich von der Richtlinie gefunden 
worden ist. 
Die Sandbänke an beiden Seiten des Fahrwassers fallen unter Wasser 
steil ab, und der Flutstrom setzt stark über die nördlichen, der. Ebbstrom über 
die südlichen Bänke hinweg, ; . 
Will man mit Hilfe des Lotes den Kanal durchkreuzen, so darf man auf 
keiner Seite des Fahrwassers die 7.3 m (4 Fad.)-Grenze überschreiten, auch 
komme man nicht nördlich oder südlich von der gedachten Linie, die die Tonnen 
an. beiden Seiten des Fahrwassers miteinander verbindet. Die über die Bänke 
setzenden Gezeitenströme sind zu berücksichtigen. Nach Passieren des Süd- 
kanal-Leuchtturmes ist dann genügend Raum vorhanden zwischen »Mittel-Grund« 
und dem Festlande; letzterem kann man sich auf beinahe °%/, Sm Abstand nähern, 
Ist man frei vom »Mittel-Grund« und nördlich von der Martha-Huk, die etwa 
31/, Sm nördlich von Arthur’s Seat liegt, so kann man nach Westen stehen, bis 
Station Peak, der etwa 12 Sm nördlich von der Stadt Geelong liegt, in rw. 309° 
(mw. NWzW!/, W)-Peilung noch frei ist von dem hohen Lande auf der George- 
Huk, von der aus sich das Land westwärts nach dem Hafen von Geelong wendet.
	        
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