Die Witterung an der deutschen Küste im März 1912,
271
Niederschlag, mm})
Zahl der Tage
Windgeschwindigkeit 2)
Stat. = "Ab- .
Male 5 SS N | 3
a vom
RR Inorm S
a
0.21 1.015.0110.01
; heiter, trübe
3 & mitt. |mittl
iS Bew, | Bew
oo 8
Meter pro Sek.
N Sturm-
Mittel Abw. | Sturm
Daten der Tage
mit Sturm
Bork.
Wilh.
Keit.
Ham.
26| 54/4 1:
26/ 6514-27
26) 471—+ 4,
22| 63/4 S)
34| 20 54) © U
22| 14/ 36-- 5) 6
22| 12| 835)1— ©
Rüg. F 14| 38— 7
Neuf. | 24| 11| 35| «
Mem. 24l 17) 41l=. 7'
28!
39'
21|
41
8,21. 23 17|
10, 5.20 16
5| 3.122 19
9! 21.124 15
IS [ie u
19. 16 [
a7,123| 9
27. TE
30.4111 7
97 90112
2
£
aA
0
C
Ö
(*
16
18
15
15
A
L
0
„|
0
5,3 [04
3,7 110.1
12
12
keine
5. 23. 29, 30.
30...
30.
16. 30.
29,
28. 29, 30.
98. 929.
_
5.2
24.
4
An
—05
4,3?
—0.1
12
12
10.5
15
19
€
4m
1»
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
Mittl. Wind-
stärke (Beaufort)
Stat.
© © S > Se > >
So |2| |gloie| |E|E|E. |E EIE
A o|E|. 89 8 „1äl=E [2 EEE
| Se
hy loan IShN
F
Bork.
Wilh.
Keit.
Ham,
Kiel
Wus.
Swin.
Rüg. |
Neuf.
Mem.
f
Di
I
[{
3
N
It
17
I
Lr
1°
40
20.
17
14
&
138
10
6
0
2
7
7
0
r
0
:
3,5
3,3
3.6
21
3,7
4.0
3,9
24
3.3
3,5
3.8
3.1
7
%
24
51
4
29
2,7
3.2
3.2
1 .
9111| 6| 6| 6110:
7 | 3.5
E 8 | 2.9 |
5 2. 2.9
53.0
3.9 | 25
29 | 94
5
.
zn
Si
>
7)
1,7)
A
Bei namentlich im Westen des deutschen Küstengebietes zu tiefem mittleren
Barometerstande war die Witterung im Monat März sehr mild und im Westen
niederschlagsreich, während die Ostseeküste im Durchschnitt nahezu normale
Niederschlagsmengen aufwies, Die Bewölkung war im Westen etwas zu stark.
Die registrierten Windgeschwindigkeiten ergaben annähernd normale Werte. Die
Windrichtung schwankte meist zwischen Südost und West.
Gewitter gelangten am 19., 20., 27., 30. und 31. vereinzelt an der Küste
zur Beobachtung. Tage mit stürmischen Winden in größerer Verbreitung waren
der 5,, 6. und 22, (aus südwestlichen Richtungen und meist nur an der Nordsee-
küste); am 27. und 28. wehten stürmische westliche Winde an der Ostseeküste
und am 29. sowie am 30. überall an der ganzen Küste meist aus westlichen bis
nordwestlichen Richtungen. Tage, an denen in größerer Verbreitung: heiteres
Wetter herrschte, waren der 8,., 9., 10., 12. und 17., im äußersten Osten auch noch
der 14, 15. und 24. Nebel wurde an den meisten Stationen der Küsten am 1,
25. und 26. sowie ostwärts bis Mecklenburg am 14, und 15.
Bis zum 17..herrschte meist zyklonales Wetter, indem Depressionen von
Nordwesteuropa her ostwärts vordrangen. Hierbei kam es am 5., wo ein Teil-
minimum nach der Nordsee vorgedrungen war, an der Nordseeküste zu stürmischen
südwestlichen Winden, die jedoch beim Fortschreiten des ersteren nach Skandinavien
schon am 6. nur noch ganz vereinzelt auftraten. Bei der hierbei vom 5. zum 6.
an der Ostseeküste auftretenden Erwärmung kam es an mehreren Orten zu
Gewittern.
Vom 8. bis 11. lag das deutsche Küstengebiet größtenteils unter hohem
Luftdruck. Am 10. und 11., wo eine wohl ausgebildete Antizyklone über Nord-
\ Die Niederschlagswerte sind auf ganze Millimeter abgerundet.
3) Erklärung siehe »Ann. d. Hydr. usw.« 1905, S, 143.