Port. Phillip mit den Häfen Melbourne und Geelong.
der Lonsdale-Huk gelangt ist. Jetzt hole man so dicht als möglich um das
Lonsdale-Riff herum, meide jedoch die Lonsdale-Klippe, indem man darauf achtet,
daß die Bake auf der Swan-Insel nicht durch Shortland Bluff verdeckt wird,
In keinem Fall darf die Swan-Huk von Shortland Bluff verdeckt werden, ehe
man nicht klar vom Lonsdale-Riff ist und die rote Bake auf der Nepean-Klippe
südlich frei von der Nepean-Huk peilt, denn erst dann ist man klar von den
Riffen und Klippen in der Einfahrt.
Einkreuzen. Die günstigste Zeit zum Einkreuzen ist bei ungefährem Stau-
wasser, die Stromkabbelung ist dann gering, wodurch man das Schiff mehr
in Gewalt hat. Steht man nach Westen hinüber, so muß man die Bake auf der
Swan-Insel solange frei halten von Shortland Bluff, bis der alte Leuchtturm auf
der Lonsdale-Huk gut nördlich frei peilt vom neuen Leuchtturm. Schiffe mit
geringem Tiefgang können noch etwas weiter unter Land stehen, indem sie die
Swan-Huk etwas frei halten von Shortland Bluff; der Flutstrom ist jedoch hierbei
mit in Rechnung zu ziehen, Hat man Lonsdale-Riff und die gleichnamige
Klippe passiert, so bringe man den niedrigen Leuchtturm auf Shortland Bluff
in östlichere Peilung, als rw. 59° (mw. NO01!/0), um die Vietoria-Untiefe und den
unreinen Grund zwischen der Lonsdale-Huk und Shortland Bluff zu meiden,
Die Lonsdale-Bucht ist zu meiden, Steht man nach Osten, so laufe man nicht
weiter, als bis der Obelisk auf Shortland Bluff in rw. 39° (mw. NNO?/,O)-Peilung
die Ostseite des hohen Leuchtturmes berührt, um die Stromkabbelung in der
Nähe der Nepean-Huk zu meiden.
Bei Nacht sollten Segelschiffe die Einsteuerung nur mit günstiger,
frischer Brise unternehmen, Man bringe die beiden Leuchtfeuer auf Shortland
Bluff, sobald man sie ausmachen kann, in rw. 42° (mw. NOzN)-Peilung in Linie
und verfahre wie schon weiter oben beschrieben, Sollte der Wind schralen und
Schiffe dadurch gezwungen werden zu wenden, wenn sie sich in der Nähe vom
Lonsdale-Riff oder der Corsair-Klippe befinden, so meiden weniger tief gehende
Schiffe diese gefährlichen Stellen, solange sie in Sicht des roten Feuers vom
niedrigen Leuchtturm auf Shortland Bluff bleiben. Sie müssen aber wenden
und nach der Mitte des Fahrwassers hinüberstehen, ehe sie in den weißen Sektor
des Feuers gelangen.
Vorsicht. Wenn Schiffe außerhalb der Einfahrtshuken das Kentern des
Stromes abwarten wollen, so ist es besser für sie, wenn sie sich mehr in der
Nähe der Lonsdale-Huk aufhalten, da hier die Stromverhältnisse günstiger sind
als auf der anderen Seite. In schlechtem Wetter haben hier kleinere Schiffe
auch weniger unter der gefährlichen Stromkabbelung zu leiden; auch finden sie
hier schlichteres Wasser. Der Schiffsort ist durch beständiges Loten zu kon-
trollieren. Das Einlaufen ohne Lotsen bei Nacht oder gegen starken Ebbstrom
hat schon manche Strandung verursacht. Der Ebbstrom setzt nämlich teilweise
quer zur Einfahrt mit großer Stärke, häufig bis zu 7 Sm Geschwindigkeit in der
Stunde, und verursacht hohe, wild durcheinander laufende See, die bei südlichen
oder westlichen Stürmen häufig über die ganze Einfahrt brandet. Man darf
nicht immer damit rechnen, daß, wenn außerhalb der Einfahrtshuken frischer
günstiger Wind weht, man den Strom damit totsegeln kann, denn es kommt
häufig vor, daß, gerade wenn das Schiff sich zwischen den Einfahrtshuken und
in der Stromkabbelung befindet, der Wind abflaut und man so die Gewalt über
das. Schiff verliert, Oft kommt es auch vor, daß Schiffe bei starker Brise quer
in den Strom zu liegen kommen, der hier eine Reihe unregelmäßiger Wirbel
erzeugt,
Kapt. C. Dewert schreibt: »Beim Einlaufen halte man Queensecliff (Shortland
Bluff) hohen und niedrigen Leuchtturm in Linie und steuere so zwischen den
beiden Einfahrtshuken ein, Ist man gut innerhalb derselben, so nehme man
seinen Kurs durch. den Süd-Kanal, Bei Ebbe läuft starker Strom, der starke
Kabbelung verursacht, innerhalb der Einfahrtshuken. Schiffe gehorchen oft für
kurze Zeit dem Ruder. nicht. Man achte peinlich auf das Steuern und ge-
brauche, falls nötig, beim Doppelschraubenschiff die Schrauben zum Steuern,
Mit dem Flutstrom einkommend steuern die Schiffe gut, ebenso bei Ebbstrom
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