Port Phillip mit den Häfen Melbourne und Geelong.
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zu stellen, die angibt, welcher Nationalität die Passagiere angehören, ob männ-
lich, ob weiblich, wo an Bord gekommen (Hafen und Land).
Schiffspapiere. Außer Gesundheitspaß, Passagier- und Mannschafts-
listen (von den letzteren 2 Exemplare, von den ersteren 4 Exemplare auf be-
sonderem Formular für nach Melbourne bestimmte Passagiere und 1 Liste der
Transitpassagiere nach Sydney), werden 6 Proviantlisten, 5 Ladungsmanifeste,
Schiffszertifikat und Meßbrief verlangt.
Ankerplätze außerhalb der Einfahrt von Port Phillip. Dampfer und Küsten-
fahrzeuge, die auf dem Wege von Port Phillip nach Kap Otway von stürmischem
Wetter betroffen werden, können als Schutzhafen entweder die südwestlich von
der Eagle Nest-Huk gelegene Louttit-Bucht oder die Apollo-Bucht nordöstlich
von Kap Otway anlaufen. In ersterer finden Schiffe nordwestlich vom Louttit-
Riff gegen südwestliche und westliche Winde Schutz, wo sie in etwa 8 Kblg Ab-
stand vom Lande auf 9.1 m Wasser ankern können. In letzterer finden sie ge-
schützten Ankerplatz gegen diese Winde in 8 Kblg Abstand vom Lande auf 11 m
Wasser, von wo die weiße Bake auf der Bunbury-Huk rw. 227° (mw. SW1/,S)
peilt. In beiden Buchten muß man aber auf das Drehen des Windes nach S und
SO gefaßt sein. Wollen Schiffe in eine dieser Buchten einlaufen, so brauchen
sie nur die vor den Huken liegenden Untiefen in angemessenem Abstande zu
umfahren, um auf die eben angeführten Ankerplätze zu gelangen. Nach der
Apollo-Bucht einlaufende Schiffe müssen auch noch darauf achten, daß sie das
in der Nähe liegende Henty-Riff meiden, dessen Lage durch 2 Paar Pfahlbaken
mit Balltoppzeichen gekennzeichnet wird. Das eine Paar, von dem die äußere
Bake schwarz, die innere weiß gemalt ist, steht !/, Sm südwestlich von der
Hayley-Huk, das andere Paar ist auf der Bunbury-Huk errichtet; von diesem
Paar ist die nordwestliche weiß, .die andere rot. Beim. nordostwärts Steuern
halte man die schwarze Bake in der Nähe der Haylay-Huk gut nördlich frei von
der weißen, bis die weiße Bake auf der Bunbury-Huk gut nordöstlich frei peilt
von der roten. Steuert man nach Südwesten, so halte man die rote Bake auf
der Bunbury-Huk gut südlich frei von der weißen, bis die weiße Bake in der
Nähe der Hayley-Huk gut südlich frei ist von der schwarzen. ;
Gezeiten und Gezeitenströme. Die Gezeiten sind zwischen den Huken in der
Einfahrt sehr unregelmäßig, da die schmale Einfahrt zu der großen Port Phillip-
Bucht den geraden Lauf der Gezeitenwelle hemmt, Es kann daher vorkommen,
daß man nach südlichen Stürmen den ganzen Tag hohen Wasserstand, bei nörd-
lichen Stürmen die umgekehrten Verhältnisse antrifft,
Im Durchschnitt ist die Hafenzeit für die nachbenannten Plätze in Port
Phillip wie folgt:
Hafenzeit Hochwasserhöhe
bei Springtide bei Nipptide
2h Omin ungefähr 21m (7) 1.7 m (5 6”)
0.9 m (3) D.6 m (2)
2.9 m (3%) 0.8 m (2 6")
D.8m (28) "6m @)
0.8m (2 6”) 6m (2)
1.1:m (3’ 6/9 2.8 m (2 6”)
0.9 m. (8') 0.8m (2' 6)
0.8m (2' 8") 0.6m (? 2”
0.8m (2' 8”) D.6m (X 2”)
Bei der Einfahrt zu Port Phillip
« Queenscliff ,‚ .....
« der Dromana-Bucht . ..
« « Snapper-Huk '. .. ..
g Bellarine-Ladebrücke . .
« Bird-Klippe, Geelong . .°. .
« « Henry-Huk, Geelong . ...-.
« Williamstown, Hobson-Bucht . . . .
« der Queens-Ladebrücke, Melbourne .
nr
Der mittlere Wasserstand oder der Wasserstand bei halber Tide wird
ebenso wie der Tidenhub durch die Richtung und Stärke der außerhalb der
Einfahrt wehenden Winde stark beeinflußt. Südliche Stürme verursachen eine
Erhöhung des Wasserspiegels sowohl bei Hoch- wie bei Niedrigwasser, während
nördliche Stürme das Entgegengesetzte bewirken; bei letzteren tritt die Flut
manchmal 1 bis 1!/, Stunden später ein als unter normalen Umständen.
Gezeitenströme. Der Strom kentert im allgemeinen 2 bis 3 Stunden
nach Eintritt des Niedrig- oder Hochwassers am Lande. In der Einfahrt zu
Port Phillip ist im Fahrwasser Stauwasser ungefähr 2% 0min nach Voll- und
Neumond oder etwa 40 Minuten vor Hochwasser in Williamstown,