Port Phillip mit den Häfen Melbourne und Geelong.
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Nest-Huk, so sollte man nicht eher aus Sicht desselben laufen, als bis man das.
unterbrochene weiße Feuer auf der Lonsdale-Huk in Sicht bekommt. Ist man
in Sicht dieses Feuers, so wird man auch bald die weißen Festfeuer sehen, die
auf den beiden Leuchttürmen auf Shortland Bluff eben innerhalb der Einfahrt.
brennen,
Vom Süden oder Osten kommende Schiffe sollten das Land in der Nähe
von Kap Schanck ansteuern; das letztere ist durch seinen abschüssigen Charakter
und an dem weißen runden Leuchtturm, der auf seiner West- und höchsten Seite
steht, leicht zu erkennen. Es ist nicht ratsam, bei stürmischen südlichen Winden
sogar gefährlich, weiter in die Bucht von Port Phillip hineinzulaufen, wenn man
Kap Schanck nicht gesichtet hat. Nach Passieren dieses Kaps halte man vom
Lande so lange guten Abstand, bis man die Leuchttürme auf Shortland Bluff in
Sicht bekommt, was wegen des davorliegenden Landes nicht eher der Fall ist,
als bis der hohe Leuchtturm rw. 2° (mw. N!/„W), der niedrige rw. 13° (mw.
N1/,0) peilt.
Kommt man bei Nacht, so passiere man das Mischfeuer von Kap Schanck
in etwa 3 bis 4 Sm Abstand; sollte man das rote Feuer auf diesem Kap in Sicht.
bekommen, so halte man mehr vom Lande ab. (Bei unsichtigem Wetter kann
man sich aber nicht darauf verlassen, daß man dieses Feuer in Sicht bekommt;
man halte deshalb bei solchem Wetter guten Abstand vom Lande.) Hernach
steuere man so, daß das weiße unterbrochene Feuer auf der Lonsdale-Huk in
Sicht kommt und behalte dieses so lange in Sicht, bis die Richtfeuer von Short-
land Biluff in Linie kommen,
Vorsicht. Segelschiffe müssen bei Nacht guten Seeraum behalten. Sie
sollten deshalb, wenn sie sich gegen Abend querab von der Eagle Nest-Huk be-
finden und voraussichtlich vor Dunkelwerden das Lotsenfahrwasser nicht mehr
erreichen können, hier bis Tagesanbruch kreuzen, wobei sie, wenn sie nach dem
Lande zu stehen, die 37 m (20 Fad.)-Grenze nicht überschreiten dürfen. Auf
keinen Fall dürfen sie in der Nähe der Einfahrt beidrehen, um Tag abzuwarten.
Verschiedene Schiffe, die hier beigedreht haben, kamen in Gefahr, andere sind
sogar gestrandet aus diesem Grunde unter gleichzeitiger Vernachlässigung des
Lotes und Nichtberücksichtigung der .Gezeitenströme. ÖOrtsunkundige sollten
auch niemals in der Nähe der Einfahrt ankern, wenn nicht Gefahr von Stran-
dung vorliegt. Sehr zu empfehlen ist den Schiffsführern bei der Ansteuerung
von Port Phillip, guten Ausguck nach der Gezeitensignalstation auf der Lonsdale-
Huk zu halten, da der Wärter derselben angewiesen ist, Schiffe sofort durch
Signale des internationalen Signalbuchs zu warnen, wenn sie sich in Gefahr
begeben, ;
Kapt. P. Bergeest schreibt: »Als wir Kap Otway West, 8 Sm entfernt,
peilten, steuerten wir in demselben Abstande längs der Küste, bis Nepean-Halb-
insel in Sicht kam. Der Wind, der morgens frisch aus WSW-Richtung wehte,
holte langsam südlich und frischte aus SSO-Richtung auf, Wir hielten deshalb
gut östlich, bis die Einfahrt von Port Phillip Nord peilte. Dann hielten direkt.
auf dieselbe und den davor kreuzenden Lotsendampfer zu.«
Kapt. H. Meyer berichtet: »Sowohl vom Osten wie vom Westen kommend
ist die Ansteuerung bei klarem Wetter ohne Gefahr, da man bis dicht vor
der Einfahrt tiefes Wasser findet und die Lotsendampfer zeitweilig, beson-
ders wenn Segelschiffe mit gutem Winde ankommen, bis auf 5 Sm dem Schiffe
entgegenfahren. Bei westlichen und südlichen Winden, bei denen es manchmal
sehr unsichtig wird, ist es, besonders für Segelschiffe, sehr ratsam, nicht zu weit
in die Bucht hineinzulaufen wegen der damit verbundenen Gefahr von Strom-
versetzungen.« (Siehe auch unter Geelong in »Der Pilote« B. III, Seite 302.)
Leuchtfeuer. Siehe »Leuchtfeuer aller Meere« 1912, Heft VII Tit. IX,
Nr. 3034 und folgende.
Nebelsignale. Die verschiedenen Nebelsignale sind bei den betreffenden
Leuchtfeuern im »Leuchtfeuer-Verzeichnis« angegeben, Nach N. ff. S. 272 und 273
vom Jahre 1912 werden auf Point Lonsdale keine Signale mit Raketen bei Nebel
mehr gegeben, während solche auf Kap Schanck eingeführt worden sind. Über