Reingardt, G.: Venusbeobachtungen bei Tage.
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den Fällen 3 und 4 war es auch möglich, später gute Kontrollbeobachtungen mit
der Sonne anzustellen, welche ebenfalls die Sicherheit und Genauigkeit dieser
Methode erwiesen, die allerdings theoretisch der Ortsveränderung wegen nicht
als absolut richtig anerkannt werden, praktisch jedoch immerhin mit dem An-
spruch auf große Genauigkeit von Nutzen sein kann,
Wie schon bemerkt, sind außer den angeführten Beispielen diese Beob-
achtungen täglich, solange dieselben möglich waren, angestellt.
G. Reingardt, Offizier des Nordd, Lloyd.
Port Phillip mit den Häfen Melbourne und Geelong.
(Amtlich.)
Nach Konsulatsbericht Nr. 1103 vom Juli 1899; nach Konsulatsfragebogen Nr, 1460 vom August 1900,
Nr. 1691 vom Mai 1901, Nr. 2937 vom August 1903; nach Konsulatsbericht Nr. 4292 vom Juni 1906,
Nr. 4715 vom Juni 1908; nach Fragebogen Nr. 2803 von S. M. S. »Condor«, Komdt, K-Kapt.
Kirchhoff, vom August 1903; Nr. 2532 des Kapt, J. Christians, S. » Anna«, vom November 1903;
Nr. 2963 des Kapt. J. Frömcke, S. »Pamelia«, vom August 1903; Nr. 3124 des Kapt. H. Timm,
3. »Fulda«, vom Februar 1904; Nr. 3549 des Kapt, R. Nierich, D. »Bremen«, vom März 1905;
Nr. 3604 des Kapt. P. Bergeest, S. »Hassia», vom Februar 1905; Nr. 3611 des Kapt. C. Dewers;
D. »Seydlitz«, vom Mai 1905; Nr. 3697 des Kapt. E. Malchow, D. »Gneisenau«, vom August 1905;
Nr. 3876 des Kapt. H. Meyer, D. »Darmstadt«, vom Mai 1906; Nr. 4216 des Kapt. W.Hellmich,
S, »Alsterthale, vom Januar 1907; Nr. 4320 und 4918 des Kapt. F. Carstens, S. »Este«, vom
März 1907 und Juli 1908. Ergänzt nach deutschen, amerikanischen und englischen Quellen. Brit.
Adm-Krt. Nr. 2759 b, Australia Southern Portion; Nr. 1695 A/B, Bass Strait; Nr. 1063, Western Approach
to Bass Strait; Nr. 1694, Plans of Anchorages in Bass Strait, Plans: Louttit Bay, Apollo Bay;
Nr. 3169; Port Phillip to Gabo Island; Nr. 1171 a/b, Port Phillip; Nr. 2747, Entrance to Port Phillip;
Nr. 309, Port Phillip, West Channel; Nr. 2731 Geelong Harbour; Nr. 624, Hobson Bay and River
Yarra leading to Melbourne. Letzte Veröffentlichung »Ann, d. Hydr. usw,« 1898, Seite 481 ff. und
»Der Pilote«, BIV. Seite 302.
Port Phillip heißt die große Bucht, die etwa in der Mitte zwischen Kap
Otway im Westen und dem 130 Sm östlich davon entfernten Wilson-Vorgebirge
an der Nordseite der Bass-Straße mündet. In ihr liegen die Häfen von Melbourne
und Geelong. Die geographische Lage des Leuchtfeuers auf der Lonsdale-Huk an
der Westseite der Einfahrt zu Port Phillip ist 38° 18’S-Br. und 144° 37’ O-Lg.
Die Mißweisung für das Jahr 1912 beträgt etwa 7.8° O; sie ist ungefähr stationär.
Allgemeines, Port Phillip ist ein ausgedehntes Ästuarium, das alle Buchten,
Flüsse, Fahrstraßen und Häfen umfaßt, die innerhalb der Linie liegen, die die
beiden Huken an der Einfahrt »Lonsdale« und »Nepean« miteinander verbindet,
soweit sie nicht zu den Häfen Melbourne und Geelong gehören. Die Bucht ist
in N—S-Richtung 31 Sm lang und in ihrer Mitte 20 Sm breit. Von hier aus
zweigt sich ein Arm ab, der 15 Sm weit in westsüdwestlicher Richtung verläuft
und nach dem Hafen von Geelong führt.
Zu diesem Hafen werden alle Häfen, Buchten, Flüsse usw. gerechnet, die
südlich und westlich von der Linie liegen, die die Richards-Huk mit der Wilson-
Huk verbindet. Der Hafen zerfällt in den äußeren und inneren Hafen,
Der äußere Hafen wird nach Osten zu abgeschlossen durch eine Bank,
die sich von der Wilson-Huk weit nach Süden, zuletzt als Wilson-Steert erstreckt,
Im Westen trennen ihn von dem inneren Hafen die verschiedenen Bänke und
Untiefen, die zwischen der Henry-Huk im Süden und der Lilias-Huk im Norden
lagern. Er ist in N—S-Richtung zwischen der 5.5 m (3 Fad.)-Grenze an den
Kanten der den Küsten vorgelagerten Bänke 3'/, Sm lang; seine Wassertiefe ist
ziemlich regelmäßig und beträgt größtenteils zwischen 7.3 m und 8.7 m (4 und
4°/, Fad.), nur hart an der Westseite findet man 9.1 m bis 10.0 m (5 bis 51/, Fad,).
Der Grund besteht meistens aus Schlick, außer an einigen Stellen, wo Lehm-
grund ist.
Der innere Hafen ist zwischen der Limeburners-Huk im Süden und der
Einfahrt zum Limeburners-Kriek im Norden 4'/, Sm lang und zwischen dem Fest-
lande an seiner Westseite und der 1.8 m-Grenze vor der Bank, die sich von der