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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

Port Fairy oder Belfast (Victoria, Australien). 
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Australiens einen regelmäßigen Verkehr, Die Hauptausfuhrartikel bestehen‘ in 
Butter, Getreide, Wolle, Kartoffeln und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen. 
Schiffsausrüstung ist nur in beschränkten Grenzen erhältlich, Proviant 
dagegen reichlich und zu mäßigen Preisen vorhanden. 
Auskunft für den Schiffsverkehr erlangt man beim Lotsen, bei der Hafen- 
behörde und seinem Schiffshändler, : 
Warrnambool. 
(Amtlich.) 
Nach den neuesten englischen Quellen. Brit. Adm-Kit. Nr. 2759b, Australia, Southern Portion; 
Nr. 1063, Western. Approach to Bass Strait; Nr. 1062, Rivoli Bay to. Cape Otway; Nr. 24194, Lady 
. Bay and Warrnambool Harbour. N 
Warrnambool liegt an der Lady Bay etwa 10 Sm östlich von Port Fairy. 
Vor der kleinen Bucht liegen Inseln und Riffe, auf‘ denen :sich die See bei 
schweren Stürmen bricht und daher in der Bucht selbst geringer ist. Es ist 
der einzige der drei westlichen Häfen Viectorias, wo kleinere Schiffe auch bei 
SO-Stürmen liegen können, Für große Schiffe ist der kleine Hafen nicht geeignet, 
Die geographische Lage des oberen Richtfeuers ist 38° 28’ S-Br. und 142° 29’ O-Lg. 
Die Mißweisung für 1912 beträgt 7°O, die Anderung ist ganz unbedeutend, 
Allgemeines. Die Lady-Bucht, in deren westlicher geschütztester Ecke der 
Hafen von Warrnambool angelegt ist, wird im Westen begrenzt durch die dem 
Ausflusse des Merri-Flusses vorgelagerten felsigen Inseln und Riffe, im Osten 
durch die vor der Mündung des Hopkins-Flusses liegenden Hopkins-Riffe. Von 
letzteren erstrecken sich Sände und Untiefen in südwestlicher und westlicher 
Richtung fast bis zu den Untiefen vor Breakwater Rocks, auf denen.es meistens 
stark brandet. Sie bilden gewissermaßen eine Barre vor der Bucht und schützen 
diese bei südlichen und südöstlichen Stürmen., Es bleibt eine nur verhältnis- 
mäßig schmale, etwa gut 3 Kblg breite Durchfahrt zwischen den östlichen und 
westlichen Riffen und Sänden offen mit Wassertiefen bis zu 10 m. Besonders 
auffällige Erscheinungen in dieser Bucht und ihrer unmittelbaren Umgebung 
bilden. weite Flächen mit schwimmendem breitblättrigen Seegras (Kelp), das 
auf dem tieferen Wasser vor und in der Einfahrt ebensogut, wie auf den 
flacheren Sänden und Bänken und in der Nähe der trockenfallenden Riffe ein 
üppiges Wachstum entfaltet. Das Vorhandensein solcher Seegrasbüschel bietet 
keinen Anhalt für die Tiefenverhältnisse in diesem Hafen oder in dessen Um- 
gebung; vor allem zeigen sie keine flachen Stellen an. Warrnambool ist Aus- 
fuhrhafen eines beträchtlichen Teiles der landwirtschaftlichen Produkte des west- 
lichen Vietorias, 
Landmarken. Auf halbem Wege zwischen Port Fairy und Warrnambool, 
etwa 1!/, Sm landeinwärts, liegt der bereits unter ersterem Hafen beschriebene 
91 m hohe Tower-Hügel. Östlich von der Lady-Bucht 10 Sm landeinwärts liegt 
der 215 m höhe Mount Warrnambool mit seinem runden, aber unebenen Gipfel. 
Innerhalb 4 Sm Abstand von der Küste ist er nicht zu sehen, da er.dann von 
dieser verdeckt wird. Auf größerer Entfernung von der Küste ist zu beachten, 
daß die sonst weit sichtbaren Landmarken wegen dunstiger Luft mitunter nicht 
sichtbar sind. Auf der Brit, Adm-Krt. Nr. 2494 gibt die Vertonung ein gutes 
Bild der Hafenansicht von See aus gesehen und für die Einsteuerung, Als be- 
sonders bemerkenswerte Land- und Ansteuerungsmarken ‚sind zu nennen: Middle- 
Eiland, Breakwater Rock mit dem Hafendamm und dem darauf stehenden Signal- 
mast. der Lotsenstation, ferner die weißen Einsteuerungstürme auf einer bewaldeten 
Anhöhe recht vor der Stadt und ein auf dem Gipfel nördlich von der Stadt 
stehender. hoher stumpfer Wasserturm. Die Stadt wird durch Hügel und Baum- 
gruppen zum größten Teile verdeckt, denn nur einzelne Gebäude und Dächer 
sieht man über die Baumkronen hervorragen. Die Küste westlich von der Bucht
	        
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