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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1912,
Bedeutune
Signal
Niedrigwasser; kein Signal
ein Wimpel
eine viereckige Flagge
« « « und ein Wimpel
zwei viereckige Flaggen
« « « und ein Wimpel
drei « Flaggen.
3.05 m (10) Wassertiefe im Flusse
3.20 m (101)
3.35 m (11’)
3.50 m (111/')
3.66 m (12) & .
3.18 m. (121/4') « ‘
306m A3') >
Die Barre vor dem Flusse und Innenhafen ist namentlich in den regen-
reichen Wintermonaten Veränderungen ausgesetzt, da sich die vom Flußwasser
mitgeführten Senkstoffe gerade in der Einfahrt, wo sich Frisch- und Seewasser
vereinigen, stark absetzen, Kleine Seeschiffe haben also gut auf die Wasser-
standssignale zu achten, ehe sie einlaufen.
Die Einsteuerung in die Mündung des Moyne-Flusses ist nur flachgehenden
Küstenfahrzeugen möglich, Ausländische Seeschiffe werden wohl selten dazu
kommen; sie müssen dann zweckmäßig auf der Reede den Lotsen erwarten.
Südlich von der schwarzen Rifftonne darf man nicht einsteuern, sondern muß
sie stets an B-B. lassen. Man darf beim Warten auf den Lotsen, treibend oder
vor Anker, die ein- oder auslaufenden Schiffe nicht behindern. Von der schwarzen
Rifftonne hält man auf die Mitte zwischen den beiden Hafendämmen zu und
steuert so weiter zwischen beiden Ufern, bis man die Landungsbrücken am rechten
Flußufer, der Nordseite, erreicht.
Die Hafenanlagen in der Moyne-Mündung sind von zwei Seiten zugänglich,
durch den Back-Paß und durch die große östliche, von Leitdämmen eingefaßte
Moyne-Mündung. Der Back-Paß ist ein schmaler Mündungsarm des Moyne-
Flusses, der in südlicher Richtung zwischen Griffith-Eiland und dem Festlande
hindurch führt. Sein Grund ist uneben und felsig, seine Wassertiefe schwankt
zwischen 1.2 und 3.7 m (4’' und 12’); er ist nur für Boote befahrbar. Unmittel-
bar vor seiner Mündung nimmt die Wassertiefe bis zu 13 m (7 Fad.) zu, Hier
an dieser Grenze der Riffe liegen viele blinde Klippen, auf denen es beständig
brandet. Die östliche Moyne-Mündung wird vor dem Versanden und See-
gang geschützt durch Griffith-Eiland und zwei steinerne Leitdämme, die in ost-
nordöstlicher Richtung 152 m weit in die Bucht hinausgebaut sind. Die Mitte
des Fahrwassers zwischen diesen Dämmen ist etwa 3 bis 3.7 m (10’ bis 12’) tief
und die Breite von Ufer zu Ufer beträgt im Mittel !/, Kbig. Weiter flußauf-
wärts findet man bei den Landungsbrücken vor der Stadt in der Mitte des
Flusses 3 m (10°) Wassertiefe bei Niedrigwasser. Oberhalb der Landungsbrücken
nimmt die Wassertiefe rasch ab und am Ende der Stadt, 5 Kbig nördlich vom
Lookout-Hügel, führt eine Brücke über den Fluß. Oberhalb der Brücke ver-
breitert sich der Fluß zu der Moyne-Lagune, die von der See durch eine hüglige,
stellenweise nur 2 Kblg breite Nehrung getrennt ist. Die Landungsbrücken
liegen an der Stadtseite; Fahrzeuge bis zu 3 m (10’) Tiefgang können daselbst
anlegen. Hier löschen und laden auch die Leichter, auf deren Vermittlung die
auf der Reede liegenden großen Seeschiffe angewiesen sind. Eine alte verfallene
Landungsbrücke erstreckt sich eben nördlich vom Lookout-Hügel parallel mit
den Leitdämmen 866 m weit in die Bucht hinein: sie wird zu Ladungsarbeiten
nicht mehr benutzt.
Die Stadt Belfast liegt an der westlichen Seite des Moyne-Flusses; sie ist
modern und regelmäßig gebaut und hatte 1902 1989 Einwohner. Eine englische
Kirche befindet sich im nördlichen Teile, ein Hospital im nordwestlichen Teile
der Stadt. Am linken Ufer des Moyne-Flusses oberhalb der Brücke ist auf einer
größeren Fläche ein botanischer Garten angelegt worden.
Handelsverkehr. Der Hafen steht über Koroit mit dem Bahn- und Tele-
graphennetz Australiens und über Warrnambool unmittelbar mit Melbourne in
Verbindung, Küstendampfer unterhalten mit Melbourne und anderen Häfen