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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

Port Fairy oder Belfast (Victoria, Australien). 
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Hafens mehrfach durch die Hümpel auf Griffith-Eiland verdeckt. Will man 
eine wichtige längere Nachricht an die Signalstation abgeben, so ist es daher 
zweckmäßig, in die Bucht hineinzulaufen und dort beigedreht oder mit gestoppter 
Maschine liegend zu signalisieren. Die Signalstation ist mit dem australischen 
Telegraphennetz unmittelbar verbunden. Über Gezeitensignale siehe unter 
Gezeiten, ; 
Lotsen sind in Belfast von der Lotsenstation zu haben; ihre Hilfe können 
kleine Küstenfahrzeuge beim Einlaufen in den Innenhafen zuerst nicht entbehren, 
Schleppdampfer sind nicht vorhanden; man wird sich im Gebrauchsfalle 
an einen der vielen kleinen Küstendampfer, die diesen Hafen bevorzugen, wenden 
müssen. 
Rettungswesen. Ein Rettungsboot mit Raketenapparat liegt fertig zum 
Gebrauch an der linken Seite der Moyne-Mündung gegenüber dem Regierungs- 
Kai am Fuße des Lookout-Hügels. Sturmsignale werden am Signalmast auf 
Lookout-Hügel gezeigt wie in allen Häfen Vietorias. 
Quarantäne und Zollbehandlung wird wie in allen Häfen Victorias gehand- 
habt, ebenso die Bestimmungen über Schiffe, die Explosionsstoffe geladen haben. 
Der Ankerplatz auf der Reede ist an sich gut und unter gewöhnlichen 
Verhältnissen, besonders im Sommer, auch sicher. Bei Stürmen aus den Rich- 
tungen von etwa WSW über S bis O ist es nicht ratsam, auf der Reede’ liegen 
zu bleiben, um den Sturm abzureiten. Die schwere in die Bucht ungehindert 
hereinlaufende See erzeugt schon auf dem Ankerplatz für tiefgehende Seeschiffe 
Brandung. Wenn die Ladungsarbeiten wegen Seegangs unterbrochen und Sturm- 
signale gehißt werden, die Schiffe also untätig liegen müssen, wird man gut tun, 
nach See zu dampfen und dort bessere Gelegenheit für Ladungsarbeiten abzu- 
warten, was man durch Signale erfahren kann, Auf der Reede würde man den 
Verlust von Anker und Ketten sowie Deckbeschädigungen riskieren. Je nach 
dem Tiefgang des Schiffes ankert man so dicht wie möglich vor den Köpfen der 
beiden Leitdiämme der Moyne-Mündung, aber wegen der Nähe des Riffes, das 
sich nördlich vom Griffith-Leuchtturm bis vor die Flußmündung erstreckt, nicht 
südlich von der schwarzen Rifftonne. Der gewöhnliche Ankerplatz ist in der 
Richtung der schwarzen Rifftonne und dem Flaggenmast auf dem Lookout-Hügel 
oder etwas. nördlich davon, je nach dem Tiefgang .des Schiffes und dem Vor- 
handenen Platze, Fahrzeuge von 3.7 bis 4.6 m Tiefgang können auch etwas 
nördlich von der Verbindungslinie der schwarzen Rifftonne mit dem Kopf der 
alten Landungsbrücke innerhalb dieser Tonne ankern. Eine flache Stelle von 
5.5 m (3 Faden) Tiefe, die durch eine rote spitze Tonne bezeichnet ist, liegt 
1’, Kblg nördlich von der schwarzen Rifftonne. Schiffe mit mittlerem Tiefgang 
müssen die Stelle meiden. Die Strecke zwischen der schwarzen Rifftonne und 
den Köpfen der Leitdämme muß für ein- und auslaufende Schiffe freigehalten 
werden; man beachte daraufhin die Signale und die Lotsenanweisungen. ‘ Am 
ganzen Nordufer der Bucht von Port Fairy und auf den Außenriffen von Griffith- 
Eiland steht bei jedem Wetter mehr oder weniger schwere Brandung. 
Gezeiten: In Port Fairy ist die Hafenzeit 0% 31imin; die Hochwasser- 
höhe bei Springtide beträgt 0.9 m. Die Gezeitenströme sind schwach und bei 
der Navigierung kaum in Rechnung zu ziehen, da sie, wie auch die Strö- 
mungen an dieser Küste, im allgemeinen von den herrschenden Winden ab- 
hängig sind. Da die westlichen Winde namentlich auf See vorherrschen, 'so 
wird auch östlich setzender Küstenstrom meistens zu bemerken sein. Dagegen 
ist bei oder nach anhaltenden östlichen Winden westlicher Küstenstrom von 
1 Sm stündlicher. Geschwindigkeit festgestellt worden, Wasserstandssignale, 
die den Wasserstand im unteren von Schiffen benutzten Lauf des Mayne-Flusses 
anzeigen, werden auf dem Lookout-Hügel am Signalmaste gezeigt wie folgt:
	        
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