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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

212 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1912, 
von Westen kommende Schiffe ist er nicht gut auszumachen, Der Turmberg 
bildet den letzten kuppenförmigen Ausbruch eines Vulkans in der Mitte eines 
alten weiten Kraters, der durch die Niederschläge in einen See verwandelt worden 
ist. Bei unsichtigem Wetter, das an dieser Küste allerdings selten eintritt, wird 
man nur die unmittelbar an der Küste gelegenen Landmarken ausmachen können. 
L2 Sm westlich von Belfast bildet die flache, nach Osten etwas abfallende, fast 
wie eine Fußbank aussehende 47 m hohe Lady Julia Percy-Insel eine gute An- 
steuerungsmarke, ebenso der 7 Sm westlich von Belfast gelegene 65 m hohe Berg 
Hammock. Von hier wird das Küstengelände bis zur Stadt aus grasbewachsenen 
Böschungen gebildet, mit vereinzelten Bäumen bestanden. Die Küstenstrecke bis 
7 Sm östlich von Belfast besteht meistens aus kahlen niedrigen Sanddünen., Etwa 
1 Sm landeinwärts zieht sich vom Tower Hill im Verlauf mit der Küste ein un- 
gefähr 90 m hoher Bergrücken bis dicht an Warrnambool hinan, wo er in einem 
48 m hohen Hügel endigt. Wenn man bei der Ansteuerung zu Östlich geraten 
ist, wird man an den Landmarken und Leuchttürmen Warrnambool leicht von 
Port Fairy unterscheiden können, Die beste Ansteuerungsmarke bietet Port 
Fairy selbst; man vergl. die Vertonung auf der Brit. Adm-Krt. Nr. 2506. Der 
westliche Hauptteil von Griffith-Eiland hat drei nach Osten zu niedriger werdende 
Hümpel und ist mit dem östlichsten, früher abgesonderten Teil jetzt durch einen 
künstlichen Damm verbunden, auf dessen Östlichstem Ende der rote runde, 
steinerne Leuchtturm steht. Das Ganze bietet ein Bild, wie es an dieser Küste 
einzig ist und daher schwerlich verwechselt werden kann. Die Süd- und Ost- 
küste der Insel sind mit Felsenriffen umsäumt, die teilweise nur bei Niedrig- 
wasser sichtbar sind. Die See brandet hier beständig. Von Süden aus kann 
man die Signalstation auf dem Lookout-Hügel, die östlich von der Stadt und an 
der Wurzel des nördlichen Leitdammes liegt, mit dem Flaggenmast und dem 
Leuchtfeuerhäuschen zwischen den hohen Hümpeln von Griffith-Eiland hindurch, 
oder von mehr östlicher Richtung über dessen östlichen niedrigen Verbindungs- 
damm hinweg sehen, Beim Ankern kommen noch als Land- und Richtmarken 
in Betracht: die alte im Verfall begriffene Landungsbrücke, die zwei Kabellängen 
weit vom Ufer beim Lookout-Hügel in die Bucht in ostnordöstlicher Richtung 
hinausgebaut ist, eine schwarze Tonne, die die Nordecke des vom Griffith-Leucht- 
turm bis vor die Hafeneinfahrt sich erstreckenden Riffes bezeichnet, und das 
Leuchtfeuerhäuschen auf dem Kopfe des südlichen Leitdammes der Hafen- 
einfahrt. 
Ansteuerung. Von Westen kommend läßt man Lady Julia Percy etwa 1 Sm 
an B-B. und bleibt beim Runden von Griffith-Eiland mindestens 3 Kblg ab. 
Von Süden kommend läuft man, den Leuchtturm von Griffith-Eiland oder nachts 
dessen Feuer an B-B. eben voraus haltend, so weit heran, daß man in etwa 
'/, Sm Abstand Turm oder Feuer passiert und die Stadt wie auch die Leitdämme 
an der Moyne-Flußmündung und die alte Landungsbrücke offen vor sich liegen 
sieht. Man wird dann auch die schwarze und die rote Tonne, die nach Land 
zu die Grenze des flachen Wassers andeuten, ausmachen können. Von Osten 
kommend läuft man in sicherem Abstand von der Küste zunächst am sichersten 
Warrnambool an, dessen weiße Leuchttürme oder deren Richtfeuer sowie Middle- 
Eiland mit seinem 21m über Hochwasser stehenden alten, jetzt unbenutzten 
Leuchtturm guten Anhalt bieten, In 1!/, bis 2 Sm Abstand von Warrnambool 
steuert man recht auf Belfast zu, Griffith-Eiland-Leuchtturm oder dessen Feuer 
eben an B-B. haltend, Große Schiffe können ebensogut nachts wie am Tage 
diese offene Seereede anlaufen und verlassen. Besondere Gefahren sind bei der 
Ansteuerung nicht vorhanden. Die Wassertiefe nimmt nach der Küste zu all- 
mählich ab und man kann nach ihr angenähert den Abstand von der Küste 
gissen, dagegen bietet sie keinen Anhalt über die geographische Länge des 
Schiffsortes, 
Leuchtfeuer siehe Lfv. 1912 Heft VII, Titel IX, Nr. 3016 bis 3031. Nebel- 
signale sind für diesen Hafen nicht vorhanden. Eine Signalstation, mit der 
man sich nach dem Internationalen Signalbuch verständigen kann, befindet sich 
äxuf dem Lookout-Hügel. Von See aus wird der Signalmast beim Passieren des.
	        
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