Forch, C.: Die optischen Hilfsmittel der Unterseeboote,
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einem als Zylinder dienenden weiteren Rohr geführt ist. Das Fernrohr ist oben
und unten mit Stopfbüchsen in dem Zylinder dicht geführt. Die Bewegung des
Fernrohres .auf- und abwärts wird durch ein Druckmittel, etwa Ol], bewirkt,
welches unterhalb bzw. oberhalb des Kolbens in das Außenrohr eingeführt wird.)
Die Drehung der Periskope um ihre Längsachse kann von Hand, aber vorteil-
hafter durch Elektromotore erfolgen. In einen auf dem Außenrohr drehbar
angeordneten Zahnkranz greift eine von dem Motor gedrehte Schnecke ein. Das
Fernrohr kommt mit dem Zahnkranz selbsttätig dann in Eingriff, wenn es sich in
seiner höchsten Stellung, der Gebrauchsstellung, befindet.?) Wenn der obere Teil des
Fernrohres unmittelbar in das Wasser hinaufragt, muß die Drehung um die Längs-
achse in der Stopfbüchse erfolgen, erfordert also verhältnismäßig viel Energie, Um
diesen Übelstand zu vermeiden, kann man das Periskop zunächst in einem gegen das
Wasser abgedichteten, oben mit einer Glashaube, wie sie Fig. 9 zeigt, abge-
schlossenen Röhre lagern. Es erfolgt dann nur das Anheben und Senken des
Periskopes unter Überwindung der großen Reibung in den Stopfbüchsen,
während bei der Drehung um die vertikale Achse die äußere Hülle nebst der
Glashaube feststehen bleibt und sich in dieser nur das die Optik tragende Innen-
rohr soweit als erforderlich dreht.)
Dampferreise von Sabang nach Kuchinotsu im Oktober und November 1911.
Bericht von Kapt, M,. Malchow, U. »Andalusia«. .
Am 28. Oktober 6b früh verließ »Andalusia« den Hafen von Sabang. Die
Malakka-Straße wurde auf der gewöhnlichen Route durchfahren und am 30. Ok-
tober mittags 0% 30m Raffles Leuchtturm in etwa !/, Sm Abstand passiert. Um
ih hatten wir Gelegenheit, den Stand und Gang des Chronometers nach dem
Zeitball von Singapore zu berichtigen.
Am 831. Oktober 3h 30min V wurde die Insel Manki in 3 Sm Abstand passiert
und dann der Kurs auf die Südspitze von Formosa genommen, um entweder, je
nach der Monsunstärke, östlich oder westlich von dieser Insel entlang zu fahren.
Die Etmale bis Formosa waren:
Datum '
mittags.
31./X.
1./XI.
2./XL.
3./X1.
4./XI
5./XI
6./XI.
N-Br.
4° 20’
7941
19187
4080
6° 59
9° 20
O0 nr
O-Le.
‚06° 31’
‚09° 10”
11° 48'
14° 42’
„6° 49
8° 44
200 30V
Wind
.Nördl./N00/5
NNO/NO 4/5
NNO/NO 4/5
Nordöstl. 5/7
Nordöstl. 6/7
Nordöstl. 7/9 |
f
Seerang
leicht bis
U... mäßig
mäßig, zieml. grob
mäßig bewegt
grobe See
ziemlich hoch
hoch
Dis-
tanz
Besteck-
Versetzung
256° 827° W 5Sm
264 N22°027 «
266 N43°0 28 «
183 N44°0 2 «
1831 S50°W 6 «
1205 | W 40 «
Bemerkungen
Nördl. Dünung
Dünung zunehmend
Hohe Dünung
Schiff stampfte schwer
Aus diesen Aufzeichnungen ersieht man, daß bei einem Kurs ostwärts von
den Macclesfield-Bänken entlang am 2. und 3. November. 27 und 28 Sm nord-
nordöstliche und nordöstliche Stromversetzung gegen mäßigen NO-Monsun vor-
handen war. Am 4. November war wenig oder kein Strom, am 5. sehr geringer
südwestlicher. Am 6. November hatten wir aber 40 Sm westliche Versetzung.
Am 6. November 8% früh sichteten wir den Leuchtturm auf dem Süd-Kap von
Formosa und steuerten auf denselben zu. Da See und Wind jetzt schnell zu-
nahmen — es wehte um 10h V NNO-Monsun 8/9, der die See ostwärts von For-
mosa furehtbar aufwühlte —, entschloß ich mich, durch den Pescadores-Kanal
') Z. B. Österr. Patent 42 706 der Electric boat Comp., New-York,
*) Österr. Patent 45747 der Whitehead & Co., A. G., in Fiume.
3 D. R. P. 230282 von C, P. Goerz.
Ann. d. Hvdr. usw. 1912. Heft IV