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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

Forch, C.: Die optischen Hilfsmittel der Unterseeboote, 
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Mäche des sog. Aufrichteprismas P (Fig, 9) sind um 45° gegen die optische Achse 
des Strahlenbündels geneigt. Die Strahlen werden beim Eintritt gegen die an 
der Längsseite liegende spiegelnde Fläche des im Querschnitt ein Paralleltrapez 
zeigenden Prismas gebrochen, sie erleiden hierbei eine Spiegelverkehrung und 
verlassen auf der gleichgeneigten Austrittsfläche das Prisma. Wird nun in das 
einfache Periskop, wie es Fig. 1 zeigt, ein solches Aufrichteprisma in den Strahlen- 
gang eingeschaltet und bei unverrückt stehenbleibendem unteren Reflektor R, 
der obere Reflektor R, allein ge- 
dreht und folgt das Aufrichte- 
prisma gleichzeitig mit halber 
Winkelgeschwindigkeit in glei- 
chem Sinne, so behalten alle 
nacheinander im Okular er- 
scheinenden Teile des Horizontes 
ihre richtige Lage bei.!) Aller- 
dings ist hierbei zu berücksich- 
tigen, daß das Aufrichteprisma 
eine weitere Spiegelverkehrung 
einführt, die also zu ihrer Kompensation wiederum einer 
Spiegelverkehrung bedarf, Diese wird bei dem Rund- 
blieksehrohr von C. P. Goerz dadurch erzielt, daß das 
totalreflektierende Prisma am oberen Ende des Rohres 
ersetzt ist durch ein Dachkantenprisma R; (Fig. 9). 
Der Strahlengang in einem solchen ist aus Fig. 8 
ersichtlich. - Die beiden gegen die Wagerechte unter 45° 
geneigten Flächen ABC und ABD bilden bei AB eine 
rechtwinkelige Kante. Die Eintrittsfläche ACD sei vertikal, 
die Austrittsfläche BCD horizontal. Bei 1 trete ein 
Strahl EF senkrecht zu ACD in das Prisma ein; er wird 
bei F schräg nach unten und hinten, und zwar nach H 
zu geworfen und dort bei H an der Fläche ABD nach K 
weiter reflektiert; bei 2 verläßt er das Prisma. Die beiden 
Lote FG und HJ sind zueinander senkrecht; aus Sym- 
metriegründen folgt, daß die Ebene EFH und die Ebene 
FHK zueinander senkrecht sind, also der horizontal ein- 
tretende Strahl das Prisma als ein vertikal abwärts ge- 
richteter Strahl, der zwei in zueinander senkrechten 
Ebenen liegende Spiegelverkehrungen erfahren hat, verläßt. 
Die das Dachkantenprisma umgebende Hülle ist 
ein Glaszylinder mit vertikaler Achse oder vorteilhafter 
eine hohle Glaskugel K, Damit das Aufrichteprisma an 
einer Stelle ist, an der die Strahlen ein paralleles Bündel 
bilden, ist das zweite Objektiv zerlegt in zwei Objektive 
O0, und Os. Der Strahlengang ist mithin folgender: Die 
durch das Dachkantenprisma aufgenommenen Strahlen 
werden nach abwärts gerichtet und durch das erste Ob- 
jektiv O, in der Ebene E, abgebildet, Da diese Ebene 
im Brennweite-Abstand des zweiten Objektivs O, liegt, 
trifft auf das Aufrichteprisma P ein paralleles Strahlen- 
bündel, das durch das dritte Objektiv O, in dessen Brenn- 
ebene E, zu einem reellen Bilde vereinigt wird. Dieses 
wird mittels des Okulares O, durch das totalreflektierende Prisma R, betrachtet. 
Die beiden Abbildungen in E, und E, heben sich gegenseitig..auf, ebenso werden 
die zwei Spiegelungen an den Flächen der Dachkante hinsichtlich der Spiegel- 
verkehrung kompensiert durch die beiden Spiegelungen in dem Aufrichteprisma P, 
in 
1) Ein hierfür geeignete Vorrichtung findet sich schon im Schweizerischen Patent 34870 von 
F. Kru pp-Essen.
	        
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