Forch, C.: Die optischen Hilfsmittel der Unterseeboote,
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Mäche des sog. Aufrichteprismas P (Fig, 9) sind um 45° gegen die optische Achse
des Strahlenbündels geneigt. Die Strahlen werden beim Eintritt gegen die an
der Längsseite liegende spiegelnde Fläche des im Querschnitt ein Paralleltrapez
zeigenden Prismas gebrochen, sie erleiden hierbei eine Spiegelverkehrung und
verlassen auf der gleichgeneigten Austrittsfläche das Prisma. Wird nun in das
einfache Periskop, wie es Fig. 1 zeigt, ein solches Aufrichteprisma in den Strahlen-
gang eingeschaltet und bei unverrückt stehenbleibendem unteren Reflektor R,
der obere Reflektor R, allein ge-
dreht und folgt das Aufrichte-
prisma gleichzeitig mit halber
Winkelgeschwindigkeit in glei-
chem Sinne, so behalten alle
nacheinander im Okular er-
scheinenden Teile des Horizontes
ihre richtige Lage bei.!) Aller-
dings ist hierbei zu berücksich-
tigen, daß das Aufrichteprisma
eine weitere Spiegelverkehrung
einführt, die also zu ihrer Kompensation wiederum einer
Spiegelverkehrung bedarf, Diese wird bei dem Rund-
blieksehrohr von C. P. Goerz dadurch erzielt, daß das
totalreflektierende Prisma am oberen Ende des Rohres
ersetzt ist durch ein Dachkantenprisma R; (Fig. 9).
Der Strahlengang in einem solchen ist aus Fig. 8
ersichtlich. - Die beiden gegen die Wagerechte unter 45°
geneigten Flächen ABC und ABD bilden bei AB eine
rechtwinkelige Kante. Die Eintrittsfläche ACD sei vertikal,
die Austrittsfläche BCD horizontal. Bei 1 trete ein
Strahl EF senkrecht zu ACD in das Prisma ein; er wird
bei F schräg nach unten und hinten, und zwar nach H
zu geworfen und dort bei H an der Fläche ABD nach K
weiter reflektiert; bei 2 verläßt er das Prisma. Die beiden
Lote FG und HJ sind zueinander senkrecht; aus Sym-
metriegründen folgt, daß die Ebene EFH und die Ebene
FHK zueinander senkrecht sind, also der horizontal ein-
tretende Strahl das Prisma als ein vertikal abwärts ge-
richteter Strahl, der zwei in zueinander senkrechten
Ebenen liegende Spiegelverkehrungen erfahren hat, verläßt.
Die das Dachkantenprisma umgebende Hülle ist
ein Glaszylinder mit vertikaler Achse oder vorteilhafter
eine hohle Glaskugel K, Damit das Aufrichteprisma an
einer Stelle ist, an der die Strahlen ein paralleles Bündel
bilden, ist das zweite Objektiv zerlegt in zwei Objektive
O0, und Os. Der Strahlengang ist mithin folgender: Die
durch das Dachkantenprisma aufgenommenen Strahlen
werden nach abwärts gerichtet und durch das erste Ob-
jektiv O, in der Ebene E, abgebildet, Da diese Ebene
im Brennweite-Abstand des zweiten Objektivs O, liegt,
trifft auf das Aufrichteprisma P ein paralleles Strahlen-
bündel, das durch das dritte Objektiv O, in dessen Brenn-
ebene E, zu einem reellen Bilde vereinigt wird. Dieses
wird mittels des Okulares O, durch das totalreflektierende Prisma R, betrachtet.
Die beiden Abbildungen in E, und E, heben sich gegenseitig..auf, ebenso werden
die zwei Spiegelungen an den Flächen der Dachkante hinsichtlich der Spiegel-
verkehrung kompensiert durch die beiden Spiegelungen in dem Aufrichteprisma P,
in
1) Ein hierfür geeignete Vorrichtung findet sich schon im Schweizerischen Patent 34870 von
F. Kru pp-Essen.