accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

206 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1912, 
ersetzen; wohl aber dürfte ein Ringperiskop in Verbindung mit dem noch zu 
betrachtenden Rundblicksehrohr zur Zeit die beste optische Ausrüstung für Unter- 
seeboote darstellen, 
Fig. 7 zeigt eine photographische Aufnahme des ganzen durch ein solches 
Ringperiskop sichtbaren Bildes. Wenn auch naturgemäß eine Verzerrung ein- 
tritt, indem alle Vertikalen nach dem Mittelpunkt des Gesichtsfeldes konvergieren, 
so ist der durch dieses Periskop in seinem äußeren Ringfeld gebotene Überblick 
über den ganzen Horizont zur raschen Orientierung überaus geeignet, Details, 
wie sie das kreisförmige Mittelfeld zeigt, sind natürlich im Ring nicht zu erwarten. 
Noch im Jahre 1901 glaubte Gaget!) die Besprechung der Ringperiskope damit 
abschließen zu können, daß er sagte, sie seien ihrer Theorie nach verlockend, 
aber ihre praktische Ausführung führe nur zu Enttäuschungen. Es ist unter- 
dessen auf diesem Gebiete aber ein bedeutungsvoller Wandel eingetreten und 
gerade diesen Ringperiskopen dürfte bei dem Unterseeboote eine aussichtsreiche 
Zukunft beschieden sein. 
Fig. 7. 
Dem einfachen Periskop haftet der Nachteil an, daß der Beobachter, 
falls er nacheinander den ganzen Horizont absuchen will, mit dem Okularkopf 
um die vertikale Achse des Sehrohres herumwandern muß, Wollte man nur 
den oberen Reflektor allein drehen, so würden, ähnlich wie bei dem Periskop 
von Lake, die nicht in der Fahrtrichtung liegenden Bilder schräg oder sogar 
umgekehrt stehen. Man muß deshalb in den Strahlengang ein optisches Hilfs- 
mittel einschalten, welches die durch die Drehung des oberen Reflektors be- 
dingte Neigung der Bilder wieder kompensiert. Diese Aufgabe war übrigens 
auch bei den Rundblickfernrohren, die ja auch bei den Richtmitteln der Artillerie 
eine große Rolle spielen, zu lösen. Es gibt nun Prismen, welche so geschliffen 
sind, daß das austretende Strahlenbündel parallel dem eintretenden verläuft und 
mindestens eine Spiegelung an einer dieser Richtung parallelen Fläche erfolgt. 
Wird das Prisma nun um eine dieser Richtung parallele Mittelachse gedreht, so 
ist die Drehung der austretenden Strahlen relativ zu den eintretenden Strahlen 
doppelt so groß als die Drehung des Prismas. Die Eintritts- und Austritts- 
‚ M. Gaget, La Navigation sous-marine, Seite 444.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.