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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1912,
ersetzen; wohl aber dürfte ein Ringperiskop in Verbindung mit dem noch zu
betrachtenden Rundblicksehrohr zur Zeit die beste optische Ausrüstung für Unter-
seeboote darstellen,
Fig. 7 zeigt eine photographische Aufnahme des ganzen durch ein solches
Ringperiskop sichtbaren Bildes. Wenn auch naturgemäß eine Verzerrung ein-
tritt, indem alle Vertikalen nach dem Mittelpunkt des Gesichtsfeldes konvergieren,
so ist der durch dieses Periskop in seinem äußeren Ringfeld gebotene Überblick
über den ganzen Horizont zur raschen Orientierung überaus geeignet, Details,
wie sie das kreisförmige Mittelfeld zeigt, sind natürlich im Ring nicht zu erwarten.
Noch im Jahre 1901 glaubte Gaget!) die Besprechung der Ringperiskope damit
abschließen zu können, daß er sagte, sie seien ihrer Theorie nach verlockend,
aber ihre praktische Ausführung führe nur zu Enttäuschungen. Es ist unter-
dessen auf diesem Gebiete aber ein bedeutungsvoller Wandel eingetreten und
gerade diesen Ringperiskopen dürfte bei dem Unterseeboote eine aussichtsreiche
Zukunft beschieden sein.
Fig. 7.
Dem einfachen Periskop haftet der Nachteil an, daß der Beobachter,
falls er nacheinander den ganzen Horizont absuchen will, mit dem Okularkopf
um die vertikale Achse des Sehrohres herumwandern muß, Wollte man nur
den oberen Reflektor allein drehen, so würden, ähnlich wie bei dem Periskop
von Lake, die nicht in der Fahrtrichtung liegenden Bilder schräg oder sogar
umgekehrt stehen. Man muß deshalb in den Strahlengang ein optisches Hilfs-
mittel einschalten, welches die durch die Drehung des oberen Reflektors be-
dingte Neigung der Bilder wieder kompensiert. Diese Aufgabe war übrigens
auch bei den Rundblickfernrohren, die ja auch bei den Richtmitteln der Artillerie
eine große Rolle spielen, zu lösen. Es gibt nun Prismen, welche so geschliffen
sind, daß das austretende Strahlenbündel parallel dem eintretenden verläuft und
mindestens eine Spiegelung an einer dieser Richtung parallelen Fläche erfolgt.
Wird das Prisma nun um eine dieser Richtung parallele Mittelachse gedreht, so
ist die Drehung der austretenden Strahlen relativ zu den eintretenden Strahlen
doppelt so groß als die Drehung des Prismas. Die Eintritts- und Austritts-
‚ M. Gaget, La Navigation sous-marine, Seite 444.