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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

Forch, C.: Die optischen Hilfsmittel der Unterseeboote, 
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Umkehrungen aufheben;.das im Okular oder auch objektiv auf der Mattscheibe 
gesehene Bild ist also nicht nur seitenrichtig, sondern auch aufrecht. 
Will man mit einem solehen Fernrohr, das bei 1!/,facher Vergrößerung 
ein Gesichtsfeld von etwa 45° hat, den ganzen Horizont überblicken, so bleibt 
nichts anderes übrig, als das ganze Rohr um seine Längsachse stetig herum- 
zudrehen und mit dem beobachtenden Auge zu folgen. Statt dessen ist es natür- 
lich auch möglich, mehrere solcher‘ Sehrohre zu einem nicht drehbaren Ganzen 
zu vereinigen und jedem einzelnen einen bestimmten Teil des Horizontes zuzu- 
ordnen. Die Aufgaben, welche dem Unterseeboot im Gefechte zufallen, bedingen, 
daß einer Richtung besondere Wichtigkeit zukommt, nämlich der Richtung auf 
das Angriffsobjekt zu. Es wird also genügen, wenn man dem diesen Teil des 
Horizontes bestreichenden Sehrohr eine besonders günstige Ausbildung hinsicht- 
lich der Vergrößerung zukommen läßt, dieses ‚also gleichsam auf Kosten der 
übrigen bevorzugt. Nach einem Vorschlag von Rehm sollte in dem Okular in 
der Mitte des Gesichtsfeldes der in. der Fahrtrichtung des Bootes liegende Teil 
des Horizontes sichtbar werden und zwar sollte für dieses Hauptbild ein breiter 
Streifen des Gesichtsfeldes reserviert sein.) Um dieses Bild herum sollten sich 
sieben kleinere kreisförmige Bildchen zeigen, von denen oben vier für das Feld 
von Baekbord, Vorausbackbord, Voraussteuerbord und Steuerbord sowie drei 
für Achternbackbord, Achtern und Achternsteuerbord gedacht waren. Damit die 
Bilder aller Hilfsfelder aufrecht erscheinen, müssen in deren - Strahlengang 
Prismensätze angeordnet sein, welche die Bilder um den erforderlichen Winkel auf- 
richten. Welcher Art diese Prismensätze sind, wird sich späterhin bei der Be- 
sprechung der Aufrichteprismen der Goerzschen Rundblicksehrohre ergeben. Der 
Beobachter sieht in einem Gesichtsfeld mit einem Blick den ganzen Horizont 
abgebildet, alle Bilder stehen richtig und sind relativ‘ zueinander so angeordnet, 
wie es der tatsächlichen Lage entspricht. Ein gewisser Mangel gegenüber der 
Naturwahrheit besteht darin, daß das Bild geradeaus, damit es besonders groß 
erscheint, außer Zusammenhang mit allen übrigen Bildern gebracht ist. Dies ist 
bei dem Periskop von Simon Lake vermieden. Hier wird der ganze Horizont 
gleichwertig durch‘ sechs Prismen abgebildet. Diese senden ihre Strahlen auf 
einen unter 45° gegen die Vertikale geneigten Spiegel, der ein kreisförmiges Bild 
des ganzen Horizontes zustande kommen läßt. Dieses Bild kann mit beiden 
Augen auf einer Mattscheibe beobachtet werden, Allerdings steht nur das Bild 
voraus richtig, die übrigen neigen ihre Fußpunkte der Mitte des Kreisbildes zu, 
so daß also das von rückwärts kommende Bild auf dem Kopf steht, die beiden 
Seitenbilder liegen wagerecht, die übrigen nehmen Mittellagen ein. Mitten durch 
das breite Rohr ist ein enges zentrales Rohr hindurchgeführt, das um ein be- 
deutendes über den Kranz der sechs Prismen hinausragt. Dieses Rohr trägt an 
seinem oberen Ende ein nach vorne gekehrtes Prisma, Es hat ein Doppel- 
objektiv mit zwei Linsen von verschiedener Brennweite, das so verschiebbar an- 
geordnet ist, daß je nach der gewünschten Vergrößerung eine der beiden Linsen 
vor das Prisma gebracht werden: kann, Dies Strahlenbündel geht durch. eine 
zentrale Bohrung des großen unteren Spiegels hindurch und gelangt auf ein total- 
reflektierendes Prisma, das um eine wagerechte Achse so gekippt werden kann, 
daß das Bild dieses Teiles des Horizontes je nach Wahl in: einem von zwei seit- 
lich gelegenen Okularen in verschiedener Größe beobachtet werden kann. In dem 
Gesichtsfeld jedes Okulares sind zwei mikrometrisch verschiebbare wagerechte 
Schienen angebracht, welche eine Entfernungsschätzung an Hand der scheinbaren 
Größe von Objekten bekannter absoluter Größe (z. B. der Höhe eines Schornsteines) 
gestatten. Der Beobachter kann bei diesem Instrument also entweder den ganzen 
Horizont mit einem Blick binokular überschauen oder mit geringer Kopfbewegung 
sich für ein Auge ein vergrößertes Bild eines Teiles des Horizontes verschaffen. 
Während diese Apparate den ganzen Horizont gleichsam mosaikartig aus 
einer Reihe von Einzelbildern zusammensetzen, besteht noch die Möglichkeit, 
unter Benutzung anderer Hilfsmittel ein kontinuierliches Bild des Horizontes 
\ D._R.P. 173551 KI 42h.
	        
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