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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

182 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1912, 
den Flugbahnen genommen und nur solche in die vier Arten von Strecken ein- 
geordnet sind oder ob die Flugbahnen beliebig zerschnitten sind. Nur die erstere 
Art der Einteilung hätte Wert, die zweite bliebe allzu willkürlich. 
In der Tabelle über die Zunahme der Windgeschwindigkeit mit der 
Höhe (Bemmelen, Tab. S. 9) interessieren uns vor allem die Werte, die aus 
allen Beobachtungen berechnet sind, Hiernach wächst von 100 bis 200 m die 
Geschwindigkeit um 20%,; darüber ist die Zunahme geringer. In 1000 m Höhe 
ist die Geschwindigkeit durchschnittlich das 1.7fache von derjenigen in 100 m, 
Diejenige in Meereshöhe ist leider nicht bekannt; würden wir von unten bis 
100m Höhe den gleichen Geschwindigkeitszuwachs annehmen, wie er von 
100 bis 200 m Höhe besteht, so erhielten wir in 1km Höhe das 2.1fache der 
Geschwindigkeit von unten, d.h. 110%, Zuwachs. Für 1 bis 2 km Höhe gibt 
der Verfasser die Zunahme zu 10%, an, während von 2 bis 6 km Höhe gar 
keine Zunahme der Windgeschwindigkeit vorhanden ist. Von 6 bis 14 km 
Höhe beträgt sie abermals etwa 10°, für jedes Kilometer. 
In derselben Tabelle ist auch die Zunahme der Windgeschwindigkeit be- 
rechnet, die sich ergeben würde, wenn der Lufttransport der Masse nach in allen 
Höhen der gleiche wie unten (3.0 m p. Sek. in 0.1 km Höhe) wäre, Aus dem 
Vergleich mit der wirklichen Zunahme der Windgeschwindigkeit erkennt man, 
daß in Batavia der Luftmassentransport in der Höhe viel geringer ist 
als unten; nur bis 1 km hinauf nimmt dieser — oder, wie der Verfasser sagt, 
die auf 0° und 760 mm Luftdichte »reduzierte Windgeschwindigkeit« — zu, 
darüber aber bis zu den größten Höhen ständig ab. 
Die absoluten und reduzierten mittleren Windgeschwindigkeiten sind in 
Tabelle 2 zusammengestellt. 
Höhe 
in km 
Al 
15 
0 
5 
?0 
3.97 
52 
15.0 
Tabelle 2. Mittlere Windgeschwindigkeit in Meter per Sekunde, 
Jahresmittel © 
der auf 0° 
Cekeindingeit| und 760mm 
” g ' reduz. Geschw. 
Dez.-Febr. | März- | Mai- 
(Sommer) April * Juni 
/ 
33 
59 
5.1 
5.8 
5.6 
4.7 
16.4 
3.1 
83 
‚1 
a 5 
26 
! 5.1 
| 65 
10.8 
1 N 
6 
4 
0 
43 
'4 
5 
35 | 
41 
3.1 
16 4 
53 4 
& 5.6 
x9 N 
43 36 
38 | 12.1 
119 
>40 
a 
42 
4.2 
42 
27 
2.6 
29 
+ 
| 7.1 
x 
+1 
Nur im untersten Kilometer und vielleicht in ganz großen Höhen (über 
14 km) ist die Windgeschwindigkeit in Batavia im Süd-Sommer größer als im 
Süd-Winter. 
Die Richtung des Windes behandelt der Verfasser in Verbindung 
mit der Geschwindigkeit. Eine Übersicht nach den einzelnen Richtungen und 
deren Häufigkeiten wird leider nicht gegeben. Für die fünf Monatsgruppen: 
Oktober — November, Dezember — Februar, März— April, Mai— Juni und Juli-— 
September werden Tabellen der »Relativen Richtungsgeschwindigkeit« her- 
geleitet (Bemmelen, S. 30 bis 39). Diese definiert der Verfasser als 
< ZZ Vha 
ha = ———— 4 
Nnh 
wo E Yız die Summe aller Geschwindigkeiten in der Höhe h, die zur Richtung « 
gehören, und ny die Anzahl sämtlicher für die Höhe h vorliegenden Beobachtungen 
ist; für « nimmt der Verfasser einen Azimutraum von 10°, so daß er — unge- 
wohnterweise — 36 verschiedene Richtungen @ und damit für jede Höhe 36 relative 
Richtungsgeschwindigkeiten erhält. Für die größeren Höhen, wo die Anzahl der 
Beobachtungen naturgemäß sehr klein wird, sucht der Verfasser die Zahl der 
Beobachtungen dadurch künstlich zu vermehren, daß er von 6 km Höhe an für 
jede Höhe zwei Beobachtungen von jedem Aufstieg (aus 6 und 6.5 km für 6.25 km
	        
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