accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

Ann. d. Hydr. usw., XXXX. Jahrg. (1912), Heft IV. 
177 
Bestimmung der Windrichtung und Windgeschwindigkeit in der Höhe 
aus den Beobachtungen von Pilotballonen. 
Pilotballone werden heute, zu Beginn des Zeitalters der Luft- und Flug- 
fahrt, mehr und mehr dazu benutzt, die Windrichtung und -geschwindigkeit in 
der Höhe festzustellen. Die Methoden, nach denen dies geschieht, sind durchaus 
nicht einheitlich. So beschreibt G. Jonas in einem Sonderabdruck aus den »Bei- 
trägen zur Physik der freien Atmosphäre«, Bd. IV, S. 1 u. ff. diejenige Methode, 
die auf der Drachenstation in Friedrichshafen angewandt wird, während die 
Firma M. Sendtner in München einen Apparat nach Angabe von Höllerer von 
der Kgl, Bayr. Meteorologischen Zentralstation für dieselben Zwecke gebaut hat; 
das Aeronautische Observatorium bei Lindenberg hat im vergangenen Sommer 
bei Gelegenheit des Deutschen Rundfluges an die verschiedenen Pilotstationen 
Tafeln der Kotangenten versandt, um die Rechnungen zu erleichtern, und J. Wendt 
hat früher auf der Drachenstation in Hamburg, ebenfalls zur Bestimmung der 
Kotangente, eine graphische Tafel entworfen und benutzt. 
Da die Beschreibung dieser Methoden und ein gegenseitiger Vergleich 
durchaus nützlich und die Sache fördernd erscheint, besonders im Hinblick auf 
die großen Rundflüge, Ballon- und Luftschiffahrten, so soll im folgenden auch 
die Methode beschrieben werden, die auf der Drachenstation der Seewarte seit 
Mai 1911 zur Auswertung der Pilotballonaufstiege angewendet wird. 
Fig. 1 (?/; der natürlichen Größe). 
Pilotballon - Aufstieg am 9 Station: 
N OEn Sur OhmeNEEF " Wind unten; S 
Freier Auftrieb; Bewölkung : 
Stelggeschwindigkei?: 150m pp.” Auflaßzeit ; Uhr 
| Zeit Höhen| Röhe Jtorizootat] Zeit he [önen| Kühe |kortz. 
aa ef im ot winkel Mehr EEE in mit winkel MeternlEM, 
% 
2 
0} 
200 _____ 
3 
7er 
exc 
ar 
706 
7 
En 
men 
| 2750 
A 
— 4 
— 
Do 
» 
08 ep 
Der a 
Es werden Ballone von etwa 17-g Gewicht benutzt, denen durch Füllung 
mit Wasserstoff ein freier Auftrieb von 77 g gegeben wird, so daß sie nach der 
Hergesellschen Kurve, die die Abhängigkeit der Steiggeschwindigkeit vom 
Ballongewicht und freien Auftrieb darstellt, oder nach den von Tetens- aus 
jener Kurve berechneten Tabelle!) eine Steiggeschwindigkeit von 150 m p. Min, 
oder 2,5 m p. Sek. erhalten, j 
Der Ballon wird zur vollen Minute hochgelassen, mit einem Theodolit an- 
visiert, an dem zuerst nach 30 Sek., dann nach 60 Sek, und hinfort nach jeder vollen 
Minute Azimut @ und Höhenwinkel 8 abgelesen werden. Eine Tabelle (vgl. Fig. 1), 
1) Ergebnisse der Arbeiten am Kgl. Preuß, Aeronaut. Observatorium bei Lindenberg. 1910. 
Braunschweig 1911, 8. 196 his 197. 
Ann. d. Hvar usw. 1912. Heft TV
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.