Augusta (Flinders-Bucht, Australien).
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Hafenunkosten. Die Hafenabgaben sind dieselben wie in Bunbury.
Kommt ein Schiff von einem anderen westaustralischen Hafen, so hat es keine
Hafenabgaben zu entrichten, Stauerlohn für das Laden von Holz beträgt
per Last von 50 cbf = 1.4 cbm am Tage 2 sh 6 d, bei Nacht 3 sh. .
Der Ort Augusta zählte im Jahre 1907 etwa 50 Einwohner.
Die Einfuhr besteht aus Stückgütern aller Art, die Ausfuhr aus Holz.
. Dampferverbindung. Ein Dampfer kommt von Fremantle regelmäßig nach
dem Hafen,
Eisenbahnverbindung. Eine Eisenbahn führt von Augusta nach dem
etwa 10 Sm nordnordwestlich davon gelegenen Orte Karridale. Dieselbe dient
zum Transport des Holzes von diesem Orte nach Augusta. Von Karridale führt
dann eine Postkutsche nach Busselton an der Geographe-Bucht, welche Stadt an
das westaäustralische Eisenbahnnetz angeschlossen ist. Telephonische Ver-
bindung besteht mit Karridale, welcher Ort an das westaustralische Telegraphen-
netz angeschlossen ist.
Schiffsausrüstung. Bunkerkohlen sind nicht zu haben; die nächsten
Kohlenstationen sind Albany und Bunbury. Trinkwasser kann man an der
Landungsbrücke zum Preise von 10 sh für 1000 Gallonen erhalten. An Proviant
ist nur Fleisch zu erhalten, Gemüse und andere Ausrüstung kann man
nötigenfalls von der Niederlage der Holzverschiffungs-Gesellschaft in Karridale
bekommen oder von dem Dampfer, der regelmäßig von Fremantle kommend die
Bucht anläuft, Schwarze Schwäne und andere Wasservögel sind in großer
Menge vorhanden; der Fluß ist sehr reich an Fischen, Brennholz ist reichlich
zu haben.
Ein Krankenhaus ist nicht am Orte.
Kleinere Mitteilungen.
1. Erdbeben in der Blanche-Bucht (Neu-Pommern) am 8.September 1911.
Bericht S. M. S. »Planet«, Kommandant K-Kapt. Habenicht. .
In der Nacht vom 8. zum 9. September wurde ein heftiges Erdbeben in
der Blanche-Bucht beobachtet.
Von S. M.S. »Planet« wurden im Hafen von Matupi folgende Beobachtungen
aufgezeichnet. Das Wetter in der Woche vom 4, bis 8. September war gleich-
mäßig schön gewesen, Die Barographenkurve bewegte sich in gleichmäßiger
Linie. zwischen 761 und 765 mm. Auch der Thermograph zeigte eine gleich-
mäßige Temperatur an. Niederschläge wurden nur am 7. September in Höhe
von 24 mm beobachtet, Das Hygrometer zeigte eine ziemlich gleichmäßige
Feuchtigkeit an (73 bis 82%). Es herrschte an den meisten Tagen Windstille
oder leichter Wind aus SSO (1 bis 2). Von Donnerstag bis Sonnabend mittag
wehten die Winde unregelmäßig aus verschiedenen Richtungen, aber nie stärker
als Windstärke 1.
Am 8. September abends 6% 44min wurde ein heftiger Stoß von 5%% Dauer,
ohne sonstige vorherige Anzeichen verspürt. Es folgten noch mehrere Stöße,
und zwar:
6b 45min j5sek starker Stoß.
6b 46min 55sek sehr starker Stoß.
Eh 47min 17sek mittelstarker Stoß,
6b 49min 78ck zwei kurze, schwache Stöße.
7h 20min sek mittelstarker Stoß. .
7b 35min zwei Stöße von je 4%% Dauer (schwach).
11% 49min zwei Stöße von 2 und 4%% Dauer.
Der Himmel war bedeckt. Kompaßausschläge wurden keine bemerkt. Im
Laufe des Nachmittags war zeitweise leichter Regen gefallen, auch aus südlicher