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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1912. 
Gebräuchliche Signale von Signalstationen: 
Siynal 
Ein Ball an der Rahenock 
Ein Ball im Topp des Flaggenmastes, ein Ball 
an der Rahenock 
Flagge P im Topp des Flaggenmastes 
Bedeutune 
Segler in Sicht auf den Hafen zuhaltend, von 
Östen oder Westen, je nachdem der Ball an der 
östlichen oder westlichen Nock gehißt ist. 
Niedergeholt, wenn vor Anker, 
Dampfer in Sicht auf den Hafen zuhaltend, von 
Osten oder Westen, je nachdem der Ball al 
der östlichen oder westlichen Nock gehißt ist. 
Niedergeholt, wenn vor Anker. 
Schlechtwettersignal; Ladungsarbeiten in der Bucht 
behindert. 
Strömungen. Vor der ganzen Südküste von Australien sind die Strömungen 
von dem Winde abhängig und setzen gewöhnlich mit dem Winde, Da während 
der Monate April bis Dezember westliche Winde vorherrschen, setzt der Strom 
während dieser Zeit gewöhnlich längs der Küste in östlicher Richtung. Bei den 
vorspringenden Küstenpunkten ist der Strom zeitweilig stark und erreicht mehr 
als 3 Sm Geschwindigkeit in der Stunde. Mit der Entfernung von der Küste 
nimmt die Stromgeschwindigkeit ab, so daß sie in einiger Entfernung von der 
Küste zwischen '/„ und 2 Sm schwankt. Während der Hochsommermonate, 
Januar bis März, herrschen östliche Winde vor, und infolge dieser setzt der 
Strom dann meistens in westlicher Richtung an der Küste entlang in deren Nähe, 
in einiger Entfernung davon ist er jedoch nicht mehr wahrnehmbar. Bei west- 
lichen und südwestlichen Winden findet in der Regel eine Versetzung auf die 
Küste zu statt, und bei letzteren Winden setzt der Strom in der Nähe der Küste 
beim Kap Jaffa sogar in nördlicher Richtung davon entlang, während er beim 
Kap Northumberland und östlich davon in östlicher Richtung setzt. 
In der Baß-Straße setzt der Strom während des größten Teiles des Jahres 
bei den herrschenden westlichen Winden mit !/„ bis 11!/, Knoten Geschwindigkeit 
in östlicher Richtung. Bei östlichen Winden, besonders im Hochsommer, setzt 
er jedoch auch mit ähnlicher Stärke in entgegengesetzter Richtung. Auf die 
Westküste von King-Eiland setzt der Strom in der Regel, bei westlichen Stürmen 
immer, stark zu, so daß insbesondere bei der Ansteuerung vom Westen her 
damit zu rechnen ist. Die vielen Wracke an der Westküste dieser Insel legen 
beredtes Zeugnis dafür ab. In unmittelbarer Nähe der Westküste dieser Insel 
wird der Strom dann meistens in nördlicher Richtung abgelenkt. Zwischen 
King-Eiland und Tasmanien herrschen regelmäßige Gezeitenströme, die aber 
ebenfalls vom Winde stark beeinflußt werden. Der durch die Baß-Straße 
setzende östliche Strom folgt der Festlandsküste bis zum Kap Howe, wo er 
durch den von Norden an der Ostküste herunterkommenden Strom getroffen 
und dadurch abgelenkt wird. Hier sind die Strömungen jedoch sehr veränderlich. 
Neue gesetzliche Bestimmungen, die für Schiffe besonders wichtig sind, 
1. Das australische Handelsgebiet umfaßt auch Neu-Seeland und die Inseln 
des Stillen Ozeans. 
2, Als Desertion ist ein grundloses Fernbleiben von Bord anzusehen, wenn 
eine Rückkehr zum Dienst nicht erfolgt. Die dafür einzutreibende Strafe beträgt 
20 £, doch kann auch als gleichwertige Strafe auf Verlust der verdienten Heuer 
erkannt werden, Die Strafe für Fernbleiben vom Dienst ohne Erlaubnis ist auf 
zwei Tage Heuerverlust festgesetzt. 
3. Nur eine von der Regierung angestellte Person oder ein Schiffsoffizier 
darf für ein Schiff Seeleute annehmen oder die Mannschaft ergänzen. . 
4. Schiffen, die nicht Küstenfahrt betreiben (im Sinne des australischen 
Gesetzes), ist untersagt, durch ihre eigene Mannschaft Ladung zu löschen oder 
einzunehmen. Zuwiderhandlungen werden mit 100 £ bestraft.
	        
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