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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1912. 
globigerinenreicher Schlick wurde nicht mehr angetroffen. Die schmale Zone 
Globigerinenschlamms in den Karten des „Challenger“ Werkes und in Piries 
Karten sind sehr fraglich, Bei den Schlammen der Stationen 100 und 101 fällt 
der Reichtum an Radiolarien auf; die definitive Untersuchung wird lehren, ob, 
entgegen der bisherigen Annahme, auch im Südatlantischen Ozean Radiolarien- 
schlamm auftritt. Die zwischen Sandwich-Inseln und Süd-Georgien gewonnenen 
Proben zeigen in 54° S-Br. keine Spur von Kalkgehalt und Globigerinen. Der 
antarktische Einfluß ist bereits unverkennbar. Die Sedimente von Station 109 
und 110 sind deutlich terrigenen Ursprungs, führen aber auch reichlich Diatomeen, 
Station 110 sogar wieder wie 100 und 101 auffallend viel Radiolarien. Die süd- 
liche Grenze des Globigerinenschlamm-Gebietes verschiebt sich also nicht un- 
beträchtlich nach Norden, Von Süd-Georgien gegen die Süd-Sandwich-Inseln hin 
geht der terrigene Schlick direkt in den Diatomeenschlamm über (Station 102 
und 108).« 
C. Die Ergebnisse der Reihenmessungen. Von den auf der Reise Buenos 
Aires—Süd-Georgien ausgeführten vier Reihenmessungen liegt die erste (Station 97)*) 
im Brasil-Strom, indessen die folgenden (Station 99 bis 101) einem Mischgebiet 
zwischen Brasil-Strom- und Westwindtrift-Wasser angehören, das sich deutlich von 
dem typischen Brasil-Strom-Wasser mit hohem Salzgehalt und hoher Temperatur 
(bis zu 400 m Tiefe über 35%, Salzgehalt) durch Oberflächentemperaturen von 
7 bis 10° und Salzgehalt von 34.4 bis 34.7% 9) auszeichnet. In den tieferen Schichten 
ähneln diese Stationen den im vorigen Bericht mitgeteilten Verhältnissen des 
Falkland-Stromes, 
Für das nördlich von Süd-Georgien befindliche Gebiet fehlt leider eine 
Reihenmessung, jedoch konnte eine ausführliche Serie auf der Fahrt nach den 
Sandwich-Inseln gemacht werden, deren Werte ich nachstehend anführe. 
Reihenmessung Nr, 52. 
Station Nr. 109, 54° 27 S-Br., 31° 7.5 W-Lg. 11. XI 1911, 
Tiefe 
] Temp. 
Po 80 
Mn 
oC 
— 1.09 
50 — 1.18 
LO0 — 118 
150 —0.56 
200 2, 4035 
100 1.33 
300 1.17 
300 40,87 
1500 40.39 
2000 0.20 
2956* 0.07 
5611 036 
34.11 
34.09 
34.10 
34,27 
34.41 
34.60 
34.68 
34.69 
34.70 
34.68 
34.67 
Ca 
Station 110. 
O cem 
7.99 
3,05 
7.87 
5.70 
5.80 
1,74 
1,56 
4.71 
4,74 
4.90 
Bemerkung 
-Valdivia« - Station in 561° S-Br., 15° O-Le, 
t 9C- 179 
2 
Ol 
a 
10.59 
-0.6° 
08° 
u 0,8° 
1.0.19 
4090 — 0,30 
Die Station liegt etwa in der Mitte zwischen Süd-Georgien und der nörd- 
lichsten Insel der Sandwich-Gruppe und zeigt uns ein typisches Beispiel ant- 
arktischer Temperaturschichtung, Zum Vergleich habe ich die von der »Valdivia« 
in der »Bouvet-Region« gewonnenen Temperaturwerte beigefügt; es ergibt sich, 
daß das Gebiet der »Sandwich-Region« in seinen thermischen Ver- 
hältnissen der »Bouvet-Region« in hohem Maße ähnlich ist. Die 
»Valdivia«-Station hat in der Tiefe um einige Zehntel Grade niedrigere Tempera- 
turen (die Oberflächentemperatur sank etwas südlicher bei den Sandwich-Inseln 
auch auf —1.5°), im übrigen aber ist die Temperaturverteilung in den eifizelnen 
Tiefenschichten bei beiden Stationen dieselbe. Die vertikale Verteilung des Salz- 
vehaltes zeigt eine homohaline Schicht bis 100 m Tiefe, sodann mit zunehmender 
+ Vogl. die Lotungstabelle.
	        
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