Kleinere Mitteilungen,
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Hela, Pillau, Brüsterort und Memel die nachstehend abgebildeten Zweilaternen-
signale gezeigt werden.
Bei der diesem Versuche zukommenden Wichtigkeit möge der an dieser
Stelle im vorigen Jahre von der Deutschen Seewarte an Schiffahrts- und Fischerei-
kreise gerichtete Wunsch wiederholt werden, ihr Erfahrungen und Begutachtungen,
die insbesondere auch Äußerungen über die Möglichkeit von Verwechselung mit
anderen Lichtsignalen enthalten, zugehen zu lassen; derartige Mitteilungen würden
zur Gewinnung einer abschließenden Beurteilung über die neuen Signale bis
spätestens Ende Januar 1913 besonders willkommen sein.
dr
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NW
Sturm aus
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30
Atmosphär Störung
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(Signalball am Tage)
‘p bedeutet: rote Laterne, w: weiße Laterne}
4. Taifun am 19. Juni 1911 im Innenhafen von Yokohama. Bericht
S. M. S. »Tiger«, Kommandant K-Kapt. Luppe.
S. M. S. »Tiger« lag mit 100 bzw. 75 m Kette auf 12 m Wassertiefe in etwa
200 m Abstand vom Wellenbrecher im Innenhafen von Yokohama verankert.
Gegen Mitternacht am 18. Juni setzte bei einem Barometerstand von 758 mm
schwerer heißer Regen ein. Das Barometer fiel sehr schnell und zeigte um
7 Uhr vormittags am 19. Juni einen Stand von 748 mm. Um diese Zeit wurde
beim Hafenamt folgendes Sturmwarnungssignal gesetzt: Taifun Kiushu, bewegt
sich NO 15 Sm, Barometer 730 mm.
Das Barometer fiel ständig weiter; um 7 Uhr 30 Minuten setzten die ersten
schweren Böen aus S’ ein, die schnell an Stärke und Heftigkeit zunahmen, Um
9 Uhr war das Schiff vollständig in einem Gischt eingehüllt, Das Barometer
war auf 741.4 mm gefallen. Die Windstärke war inzwischen 8, mit Böen 10 ge-
worden. Der Wind drehte noch. Gegen 9 Uhr 30 Minuten erreichte der Sturm
seinen Höhepunkt und das Schiff geriet ins Treiben, ebenso die größeren in aller-
nächster Nähe an Bojen liegenden Dampfer. Es gelang, das Schiff mit den
Maschinen auf der Stelle zu halten, es war etwa 100 m näher an die Mole ge-
trieben, gehorchte jedoch gut auf Maschinen und Ruder, so daß es vorgezogen
wurde, da auch die umliegenden Dampfer zum Stillstand gekommen waren, in
dieser Stellung mit Hilfe der Maschinen das Schiff zu halten. Gegen 12 Uhr
ließ der Sturm etwas nach, um jedoch gegen 1 Uhr bei abermals fallendem Baro-
meter wieder die alte Stärke aufzunehmen. Gegen 3 Uhr wurden die Böen
schwächer, so daß die Maschinen nicht mehr gegenan zu gehen brauchten. Um
5 Uhr konnten die vollständig vertriebenen Anker klariert und gelichtet werden.
S. M. S. »Tiger« ging hiernach außerhalb des Wellenbrechers auf dem
Ankerplatz für Kriegsschiffe zu Anker,
Nachdem SS. M. S. »Tiger« schon am 13; Juni von einem sehr schweren
Sturm im Innenhafen überrascht wurde und sich hierdurch genötigt sah, längere
Zeit unter Dampf zu liegen und gleichfalls die Anker zu lichten und wieder
auszulegen, da ‚die umliegenden Dampfer beim Schwaien nahe an das Schiff
herankamen, so muß der vom Hafenamt zugewiesene Ankerplatz nach den am
19. Juni gemachten Erfahrungen für Kriegsschiffe von der Größe S. M. S. »Tiger«
als ungeeignet bezeichnet werden. Der Ankergrund besteht aus schwerem Mudd,
und die ausgelegten Bojen sind zu schwach verankert. Es empfiehlt sich daher
auch für Kanonenboote einen Ankerplatz außerhalb des Wellenbrechers aufzu-