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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

Beach Port (Süd-Australien). 
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beträgt, so liegen doch gefährliche Stellen unmittelbar innerhalb dieser Grenze. 
Auf 5 Sm Abstand kann man aber nachts die Kennung aller Feuer und am Tage 
die Leuchttürme gut ausmachen, Über die Küstenstrecke südlich von der Rivoli- 
Bucht bis zum Kap Banks gilt das eben Gesagte gleichfalls, Bei sichtiger Luft, 
wenn am Tage der Leuchtturm und nachts das Feuer von Penguin-Eiland auf 
etwa 10 bis 5 Sm Abstand davon auszumachen sind, gestaltet sich die Ansteuerung 
einfach. Bei unsichtigem Wetter ist dagegen Vorsicht geboten, Die Lotungen 
in 5 Sm Abstand vom Strande betragen 37 m über felsigem Grunde, stellenweise 
bedeckt mit zerbrochenen Muscheln. Man sollte sich aber nicht auf die Lotungen 
verlassen und zu nahe an die Küste herangehen, da eben wegen des felsigen 
Grundes Lotungsreihen sehr unregelmäßig ausfallen und unsicheren Anhalt 
liefern könnten. 
Leuchtfeuer, vgl. »Leuchtfeuer aller Meere« 1912, Heft VII, Titel IX, 
Nr, 2897 bis 2911 und N. £.S, 159/12.!) Neben dem Leuchtturm auf Penguin-Eiland 
befindet sich eine Signalstelle, die durch Kabel mit dem Telegraphennetz von 
Australien verbunden ist; Signale nach dem Internationalen Signalbuch können 
an diese Signalstelle abgegeben werden, 
Lotsen sind kaum notwendig zum Aufsuchen der Reede. Nach den neuesten 
englischen Quellen scheinen auch keine Lotsen am Orte vorhanden zu sein, 
Schleppdampfer sind nicht am Orte. 
Rettungswesen. Ein gewöhnliches Rettungsboot mit Mannschaft, ein 
Raketenapparat und ein Dampfrettungsboot sind am Orte vorhanden, 
Quarantäne und Zollbehandlung, vgl.’ unter Port Adelaide »Ann. d. 
Hydr. usw.« 1910, S. 503 und 504, und »Beiträge zur Küstenkunde«, Band 
Nr. 1, S. 73/74. 
Ankerplatz auf der Reede für große Seeschiffe ist nach dem Plan der 
Brit. Adm-Krt. Nr. 1007 ohne weiteres leicht auffindbar; man ist dabei auf das 
Lot angewiesen.‘ Bei unruhiger See wird man die Grenzen des Ankerplatzes an 
der Brandung erkennen, die auf den Ringwood-, den Lipson-Riffen und auf West- 
Rock im Süden sowie den Strandriffen vor Kap Martin, Penguin-Eiland, Glen 
Point und auf den De Mole-Riffen steht. Innerhalb dieses Gebiets auf 11 m 
(6 Faden) und 14.6 m (8 Faden) Wassertiefe findet man gut haltenden Anker- 
grund. Um den Weg für die Ladungsleichter möglichst abzukürzen, empfiehlt 
es sich, auf 10 bis 11m (51% bis 6 Faden) in 3 bis 6 Kblg Abstand östlich von 
Penguin-Eiland dicht an der 9 m (5 Faden)-Grenze zu ankern, Man beachte 
aber dabei, daß die Tiefen hier nach der Landungsbrücke zu rasch abnehmen 
und ein tiefbeladenes Schiff daher mit dem Heck beim Schwaien leicht fest- 
kommen kann. Das Leuchtfeuerhäuschen oder dessen Feuer auf der Landungs- 
hbrücke sollte beim Ankern in Peilung gehalten werden und zwar innerhalb der 
Peilungen von rw. 5° (mw. N1/,W) und rw. 331° (mw. NW’/N). Diese Anker- 
peilung liegt im roten Sektor des Brückenfeuers. Während stürmischer Winde 
aus südöstlicher bis südwestlicher Richtung und bei der dadurch erzeugten hohen 
See steht in dem Zugang zur Landungsbrücke von der Reede aus zwischen 
Penguin-Eiland, Glen Point und dem De Mole-Riff schwere Brandung, die einen 
Verkehr mit dem Lande unmöglich macht oder doch sehr gefährdet. Der 
»Innere Ankerplatz« östlich von der Landungsbrücke mit Tiefen von 6 bis 
7m (83'/, bis 4 Faden) hat in N—S$S-Richtung nur 4 Kblg Ausdehnung und in 
O0—W-Richtung 2 Kblg. Für kleine Fahrzeuge bis zu 4,5 m Tiefgang ist dieser 
Ankerplatz sicher. Brandung kommt hier nicht auf, und der Grund besteht aus 
gut haltendem weißem, festem, mergelartigem Ton. 
Gezeiten. Die Hafenzeit bei Glen Point ist 0b 33min, die Hochwasserhöhe 
beträgt bei Springtide etwa 1.2 m (4), aber nur bei schönem, ruhigem Wetter; 
unter anderen Witterungsverhältnissen wird der Tidenhub stark durch den 
herrschenden Wind beeinflußt. Die Zeit des Hoch- und Niedrigwassers wie auch 
‘ Das weiße Blitzfeuer auf Penguin-Eiland hat einen Scktor mit rotem Blitzfeuer erhalten, 
der in den Peilungen von rw. 118° (mw. OSO) bis rw. 143° (mw. SO!/,O) liegt. Er deckt nicht die 
Klippen in der Nähe des Leuchtturms, jedoch die weiter nordwestlich vor der Küste gelegenen Untiefen.
	        
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