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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1912, 
Landmarken. Kommt man vom Norden, so wird man die Oki-Inseln zuerst 
sichten. Auf der zu dieser Inselgruppe gehörenden Insel Dogo gibt es Berge 
von 379, 490 und 619 m Höhe, und auf der Insel Dozen steigen sie bis zu 
455 m Höhe an. Der Grund an den Nordküsten dieser Inseln ist rein, man 
kann ungefährdet bis auf 1 Sm hinanlaufen; zu erinnern ist jedoch, daß weder 
Leuchtfeuer noch Nebelsignale hier vorhanden sind. Für Schiffe, die aus der 
Tsushima- oder Korea-Straße, überhaupt von Westen kommen, bieten die Oki- 
Inseln im Norden ebenfalls die beste Landmarke. andererseits das Kap Hino 
(Hino misaki) im Süden, Dieses Kap selbst ist aus größerer Entfernung noch 
nicht zu sehen, wohl aber die höchsten Erhebungen der Bergkette, die an der 
Küste bis zur Miho-Bucht sich entlangzieht. Die Ausläufer dieses Küsten- 
gebirges bilden im Westen das Kap Hino und im Osten das Kap Jizo (Jizo zaki). 
Nur 1!/, Sm landeinwärts von Kap Hino steigt ein Berg dieser Kette bis zu 
361 m Höhe an, und Bergspitzen von 496 bis 541 m Höhe wird man noch mehrere 
an der Küste entlang wahrnehmen. In größerer Entfernung vom Lande sieht man 
auch über die Küstenbergkette hinweg den 7 Sm in südöstlicher Richtung vom 
Kap Jizo gelegenen 1727 m hohen Berg Taisen hervorragen. Das Kap Hino ist 
durch den auf ihm errichteten weißen, runden, steinernen, 63 m über Hochwasser 
und 39 m über dem Boden ragenden Leuchtturm gut kenntlich, Von Norden 
gesehen wird es außerdem noch gekennzeichnet durch das etwa 1200 m westlich 
davon gelegene 10 m hohe Tomo-Inselchen. Ein eben hinter dem Kap landein- 
wärts gelegener, etwa 171 m hoher Hügel, zeigt vom Norden wie vom Westen 
gesehen gleichmäßige konische Form. Ebenso deutlich erkennbar ist die Nord- 
westhuk Jizo an der.Miho-Bucht, vor allem durch den auf ihr errichteten weißen, 
runden, steinernen Leuchtturm, sowie durch die 7.6 m hohe und 1.7 Sm in nord- 
östlicher Richtung von ihr gelegene kleine Insel Okinogozen. Wenn man 
näher an Jizo zaki herankommt, sichtet man auch die etwa 200 m vor dieser 
Huk eben aus dem Wasser ragenden vier kleinen Klippen. 
Wenn man sich vom Osten her dem Hafen nähert, sichtet man zuerst im 
Norden ebenfalls die Oki-Inseln und im Süden den bereits erwähnten Taisen- 
Berg, wie auch an der Küste entlang 4 bis 5 Sm landeinwärts liegende 1200 bis 
1310 m hohe Berge. Überhaupt besteht die ganze Küstenstrecke der Provinzen 
Tango und Inabo von dem 94 Sm östlich von der Jizo-Huk gelegenen Kap Kyoga 
bis zu Shichiyama zaki aus felsigen, steilen, zerklüfteten, hohen Abhängen., Berge 
von 400 bis 672 m Höhe erheben sich im Küstenrande, während sie wenige Sm 
jandeinwärts 700 und 939 m Höhe: erreichen, Der Strand und die Landschaft 
von Shichiyama zaki bis zur Bucht von Miho sind dagegen mehr abgeflacht und 
stellenweise sandig. Es ist darauf aufmerksam zu machen, daß die Jizo-Huk von 
Osten gesehen nicht von den dahinter liegenden hohen Bergzügen absticht und 
auch durch die vorgelagerte kleine Insel Okinogozen nicht kenntlich wird, 
sondern nur durch den auf ihr stehenden Leuchtturm. Kapt. W. Thode be- 
merkt, daß die vorhandenen Seezeichen zur Ansteuerung der Reede in der Miho- 
Bucht genügten, daß aber die Kennzeichnung des Ankerplatzes für große Schiffe 
dicht unter Land durch eine Bake oder eine Tonne recht wünschenswert sei. 
Der weiße hölzerne sechseckige Leuchtturm von Sakai ist nördlich von einem 
alten Fort an der Einfahrt zum Innenhafen vor der Stadt errichtet, ist also 
hauptsächlich für die Küstenschiffahrt vorhanden, Nachts bietet sein Feuer den 
die Reede von Sakai aufsuchenden Schiffen ebenfalls eine gute Leitmarke, So 
wird man auch bei der Ansteuerung des Hafens von See aus, namentlich in 
dunklen Nächten, in denen die bisher aufgeführten Landmarken nicht erkennbar 
sind, allein auf die Leuchtfeuer angewiesen sein, die nach Kapt. W. Thode den 
Angaben des Lfv. gemäß gut brennen. 
Die An- und Einsteuerung zum Ankerplatz auf.der Reede von Sakai in der 
Miho-Bucht ist sehr einfach auszuführen. Kapt. W. Thode lief bei Tage von 
Westen kommend auf Kap Jizo zu, zwischen diesem und der Insel Okinogozen 
hindurch, rundete das Kap und hielt sich in 1 Sm Abstand von der Küste an 
der Nordseite der Miho-Bucht, bis er etwa 3 Sm östlich vom Sakai-Leuchtturm 
dicht unter Land auf 13.5 m (71, Faden) Wassertiefe ankerte. Vom Osten
	        
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