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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 40 (1912)

Eylert, Th.: Die Oberflichentemperaturen im südl. Atlantischen u, im südöstl. Stillen Ozean usw. 91 
werden im nächsten Kapitel darauf näher eingehen, Naturgemäß ist der südliche 
Punkt der kältere. Im September 1902 herrscht unter 59° Br. die Temperatur 
2,2°, während 2° nördlicher die Temperatur 3.5° vorliegt. Im Juni 1903 ergibt 
sich für 59° Br. die Temperatur 2.6° und TFie. 4 
unter 57°Br. die Temperatur 3.9°. In beiden T ‚turen d Ic esoberfläiel 
Fällen beträgt also die Differenz 1.3° Cmperaturen der AOCreSONEKÄACHAE, 
Die Maximalwerte liegen in der süd- PA A 
lichen Temperaturkurve jedesmal einen © MafabiknF eb‘ bhd 7 m 
Monat vor derjenigen der nördlichen 
Kurve. Wenn wir wieder auf unsere An- 
nahme zurückgreifen, daß wir es im all- 
gemeinen mit strömendem Wasser aus 
wärmeren Zonen zu tun haben, wenn das 
Maximum verfrüht eintritt, so dürfte da- 
mit die Vermutung Meckings eine Be- 
stätigung gefunden haben, daß sich ins 
Belgica-Meer ein Strom wärmeren 
Wassers nach Süden ergießt.!) 
Innerhalb unseres Zeitraumes hat 
die Temperatur unter 57° Br. um 4.2° 
geschwankt, unter 59° Br. um 4.6°. Im 
Jahre 1902 war der Januar unter 59° Br. 
6.8°, im Jahre 1903 6.6° warm. Die 
Maximalwerte unter 57° Br. ergeben für 
Februar 1902 die Temperatur 7.4°, für 
Februar 1903: 7.7°. Die Differenz der 
Januar-Temperaturen beider Stellen ist 
im Jahre 1903 um 0.2° größer als im 
Jahre 1902, Im Februar 1903 war jedoch 
die südliche Stelle 1.7° kälter als die 
nördliche, während im Februar des Vor- 
jahres nur eine Differenz von 0.8° zwischen 
den beiden Stellen vorgelegen hat. Ver- 
gleichen wir die Maxima beider Stellen, 
so ergibt sich im Jahre 1902 eine Differenz 
von 0.6°, im Jahre 1903 dagegen von 1.1°. 
Die Differenz der Minima betrug jedoch, 
wie oben erwähnt, in beiden Jähren 1.3°, 
Fig. 5. 
1903 
9° 
„10 
1902 
F s p u... 
443 
} 
BAO Br 
BO 
A, 
206__57C Br. 
A; 
500 _550 Br 
Bm ok 
Mittel aus beiden Jahrgängen. 
so daß die Tatsache wiederum bestätigt erscheint, daß das Minimum hinsichtlich 
der Temperaturhöhe sich im allgemeinen regelmäßiger verhält als 
das von Zufälligkeiten viel leichter beeinflußte Temperatur-Maximum. 
1) Deutsche Südpolar-Expedition. 1901 bis 1903, Band IIT, 2: »Ergebnisse der internationalen 
Kooperation«. S. 71.
	        
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