Maurer, H.: Kompensation der Krän gungsdeviation mit der Vertikalkraftwage bei Kompaßrosen usw, 67
Das Ergebnis war das folgende:
Aus ST auf den Kardinalkursen erhält man: 1 + a = 0.5468; 1 + e = 1.5335,
also 41=1+"7" = 1.0401 und D= "7 = — 0.4748,
Aus TE ‚und 6 auf den andern Kursen findet man nach den Gleichungen (2)
yanz andere Werte, Man erhält:
D
Aus deh 4 Kardinalkursen ..... 1.040 — 0.474 — 0.453 —+0.533
Aus den 4 Interkardinalkursen . . . 1.152 | —0293 — 0.186 0.489
Aus den 8 Zwischenkursen ..... 1.143 — 0.288 — 0.186 + 0.473
| Während also aus den Interkardinalkursen und den Zwischenkursen sich
nur wenig voneinander abweichende Werte der Konstanten ergeben, lassen die
Schwingungsbeobachtungen auf den Kardinalkursen das positive e ein wenig, das
negative a aber sehr stark vergrößert erscheinen. Die energische Richtkraft-
schwächung auf den Kursen dicht bei Nord und Süd springt in die Augen,
In der folgenden Tabelle sind für einen Quadranten gemittelt die beob-
FF. 7
achteten Werte ö, S cos ö und Tr sin ö mit denjenigen zusammengestellt, die man
aus den den Interkardinalkursen entsprechenden Werten / — 1.152 und © = — 0.293
berechnet nach den Formeln: C
/ 7 . n x
0086 = 2D(1+cos20):; sin 6 — 2Dein2E; g6= ST
Kurse £
nn Strichen
beob. | berechn.
HE
- cos ö
|
beob. | berechn.
T
sin 6
beob. | berechn.
0.814
0.905 0.243
1.152 0.337
1.390 0.223
1.489
Auch hier zeigt sich als wesentlichster Unterschied, daß man bei An-
wendung der bei Kompassen ohne Nadelinduktion gültigen Theorie aus den
Beobachtungen auf den Interkardinalkursen für Nord- und Südkurs eine Richt-
kraft 008 6 errechnen würde, die viel größer ausfällt, als man sie durch
Schwingungsbeobachtungen auf Nord- und Südkurs unmittelbar messend bestimmt.
Ein Thomson-Kompaß mit derselben Kugelkombination ergab überein-
stimmend aus den Beobachtungen auf den Kardinal- und Interkardinalkursen
2 — 1.055. a = — 0.133, e = +0.243, D=—-—0.178. Dies läßt zunächst er-
kennen, daß hier tatsächlich annähernd a — — > ist, was beim Fluidkompaß
durchaus nicht zutrifft. Läßt man die beim Thomson-Kompaß beobachteten
Werte für a und e als die auf Feldinduktion allein beruhenden Anteile gelten,
so zeigen die bei den Schwingungsbeobachtungen des Fluidkompasses auf den
Kardinalkursen erhaltenen Werte a = — 0.453 und e = + 0.533, daß davon auf
Nadelinduktion allein die Beträge a = — 0.320, e = + 0.290 kommen, Die Ver-
minderung von a durch Nadelinduktion ist also nicht halb so groß sondern gut
ebenso groß, wie die Vermehrung von e.. Rechnet man dagegen beim Fluid-
kompaß mit den aus den Interkardinalkursen errechneten Werten a = — 0.186
und e = + 0.489, so würden hiervon auf Nadelinduktion nur a = — 0.053 und
e = + 0.246 kommen, so daß die Verminderung von a nur etwa ein Fünftel der
Vermehrung von e betrüge.
Die Resultate zeigen, wie vorsichtig man bei der Anwendung von Er-
gebnissen der ohne Rücksicht auf Nadelinduktion abgeleiteten Deviationstheorie
auf Kompasse von hohem Moment sein muß,