Rottok: Lösung von nautischen und taktischen Aufgaben durch Zeichnung,
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log S= 0.90309
log sin 15° = 9.41300
10.31609
log sin 49° 26’ = "9.88061
log ”C- = 0.43548
BC— 27.
e) Gegeben sind Kurs und zurückzulegende Wegstrecke über den Grund, Fahrt des Schiffes
sowie Richtung und Stärke des Stromes. Gesucht wird der zu steuernde Kurs.
Lösung: Man zeichne die Richtung des über den Grund zurückzulegenden
Kurses (AE der Fig. 8), trage an den Anfangspunkt dieser Richtung den Strom
nach Richtung und Stärke an (AC), nehme die Fahrt des Schiffes in den Zirkel
und: schlage mit dieser als Halbmesser um den Endpunkt C der Stromlinie einen
Kreisbogen durch die Kurslinie über den Grund. Die Verbindungslinie zwischen
C und diesem Schnittpunkt (B) ist der zu steuernde Kurs, Die Länge der Linie AB
gibt die Fahrt über den Grund an.
Beispiel: Ein zu erreichendes Ziel (E) liegt 50 Sm Ost von dem Schiffsort
(A), die Fahrt des Schiffes beträgt 10 Knoten; .der Strom setzt nach SW 2 Sm
in der Stunde. Welcher Kurs ist zu steuern?
Fig. 8: Richtung AE = Ost, AC= SW, Länge AC=2 cm. Man nehme
10 cm in den Zirkel und schlage um C einen Kreisbogen. Dieser trifft die.Linie
AE in B._ CB ist der zu steuernde Kurs, er ergibt sich zu 82° oder O8°N.
AB= 844 cm, d.h. der Weg über den Grund beträgt in der Stunde 8.4 Sm; da
E 50 Sm entfernt liegt, braucht das Schiff es — 5h 57min zur Erreichung des Ziels,
Durch Rechnung — siehe »Lehrbuch der Navigation«, S. 330 — ergeben
sich dieselben Werte.
7. Windmessungen.!)
a) Bestimmmg der scheinbaren und wahren Windstärke aus beobachteter scheinbarer- und
wahrer Windrichtung, Kurs und Fahrt des Schiffes,
Bemerkungen: Die scheinbare Windrichtung wird festgestellt . durch
Peilung des Schornsteinrauches oder eines Windstanders, die wahre Windrichtung
durch Peilung des Zuges der Wellenkämme.
Die Fahrt des Schiffes sowie die Windstärke werden bemessen nach Metern
pro Sekunde, die Fahrt des Schiffes nach der Relation: soviel halbe Meter in
der Sekunde wie Seemeilen in der Stunde. .
Die Windstärke wird entweder durch Schätzung oder mit Hilfe eines
Anemometers bestimmt.
Die Beziehungen zwischen der Windstärke nach Metern in der Sekunde
und der nach der zwölfteiligen Beaufort-Skala gemessenen gibt die dem »Meteo-
rologischen Tagebuch« und dem »Logbuch« angeheftete Tabelle.
Lösung zu a: Man stelle den Weg des Schiffes nach Richtung und Ge-
schwindigkeit (Meter pro Sekunde) durch eine gerade Linie AB (Fig. 9) dar und
ziehe durch den Anfangspunkt A dieser Linie die wahre Windrichtung (AC),
durch den Endpunkt BR die scheinbare (BD). Der Schnittpunkt dieser beiden
Richtungen sei E. Dann stellt die Länge von BE die scheinbare, von AE die
wahre Windstärke (Meter pro Sekunde) dar. Beide werden auf dem gewählten
Maßstab gemessen.
Beispiel: Kurs = Nord, Fahrt = 10 Knoten, d.i. 5 m pro Sekunde. Beob-
achtete scheinbare Windrichtung WNW, wahre Windrichtung WzS. Gesucht wird
die wahre und die scheinbare Windstärke.
Fig. 9: Kurslinie AB = Nord, 5 cm. Scheinbare Windrichtung BD =— WNW
— 0S0O (N 68° W — 868° O0), wahre Windrichtung AC = WzS — O0zN (S 79° W
— N79°0).
Daraus ergibt sich: AE==8,2 cm, d. h. wahre Windstärke = 8.2 m pro
Sekunde: BE = 88 em, d. h. scheinbare Windstärke = 8,8 m pro Sekunde,
!) Das Verlangen nach einem Apparat zur Bestimmung der wahren Windrichtung und Stärke
auf einem in-Fahrt befindlichen Schiffe haben Anstoß zur Herstellung der schiefwinkeligen Peil-
scheibe gegeben.