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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1910.
5. Aus zwei Peilungen und der Versegelung dazwischen den Passierabstand zu finden.
Diese Aufgabe ist eine Kombination von Aufgaben 3 und 1. Der erste
Teil der Zeichnung wird wie bei Aufgabe 3 ausgeführt, d.h. man findet wie bei
dieser den Schiffsort S bei der zweiten Peilung. Man ziehe weiter (Fig. 5) durch
diesen Punkt den Kurs (SC, parallel der Versegelung), und fällt auf die Kurs-
linie von dem Peilgegenstand (0) aus ein Lot (0Q). Dies Lot, nach dem Maßstab
gemessen, gibt den Querabstand.
Beispiel: Man peilt einen Gegenstand N65°O0, steuert Ost und hat nach
Ablaufen von 3'/, Sm den Gegenstand in N20°0. In welcher Entfernung passiert
man ihn querab?
Fig. 5: O Peilgegenstand, I und II die Standlinien in N65°0 und N20°0.
Richtung AB = Ost, Länge AB== 3.5 cm. BS parallel mit I. Durch S die Kurs-
linie SC in Richtung Ost gezogen. OQ senkrecht SC. Länge OQ wird gemessen
zu 2.3 cm, SQ zu 1.1 em, d. h. man passiert den Gegenstand O auf eine Entfernung
von 2.3 Sm nach Zurücklegung von 1.1 Sm von der zweiten Peilung ab.
6. Stromaufgaben.
a) Gegeben ist der Weg des Schiffes (Kurs und Fahrt) durch das Wasser sowie Richtung
und Stärke des Stromes. Gesucht wird der zurückgelegte Weg über den Grund.
Lösung: Man zeichne nach Richtung und Länge den Weg des Schiffes
durch das Wasser (AB. Fig, 6) und durch dessen Endpunkt (B) den Strom (BC).
Verbindet man den Anfangspunkt (A) der ersteren Linie mit dem Endpunkt (C)
der letzteren durch eine gerade Linie, so stellt diese den Weg über den Grund dar.
Beispiel: Man steuert 12 Stunden lang SWzW (S56-W) rw. mit 7 Knoten
Fahrt, während ein Strom von 0.6 Sm stündlich in der Richtung N45°W setzt.
Wie ist der Weg über den Grund?
Fig. 6: Richtung AB = S556°W; Länge AB = 8.4 cm (12 > 7 = 84 Sm).
Richtung BC = N45°W; Länge BC = 0.7 cm (12> 0.6 = 7.2 Sm). Weg über den
Grund AC ergibt sich nach der Zeichnung zu S62°W 8.5 cm, d. h. 85 Sm.
b) Gegehen ist der Weg durch das Wasser und über den Grund; gesucht wird die Richtung
und Stärke des Stromes.
Lösung: Man zeichnet den Weg durch das Wasser und über den Grund
nach Richtung und Länge ein (AB und AC, Fig, 7); eine Verbindungslinie vom
Endpunkt der ersteren nach dem des letzteren (BC) gibt den Strom an.
Beispiel: Weg durch das Wasser — N45°0 8 Sm; Weg über den Grund
=— N60°0 9.5 Sm. Wie hat der Strom gesetzt?
Fig. 7: AB=N45°0 8 cm (8 Sm); AC = N60°0 9.5 cm (9 Sm). Strom BC
ist demnach S68-0 2.7 cm, d. h. 2.7 Sm.
Lösung durch Rechnung:
AC-AB_95+8 tg! (XB+XO
AC—AB 95—8 tg 1. IXB-=X6
17.5 __ tg Ya (1659)
15 tg 1 B—-XG)
u IS A zo 0
ig 1% (XB—-XO= ZB
log 1.5 = 0.17609
log tg 82° 30 = 0.88057
log 17.5 = 1.24304
log tg 1 (X B— X O0 =9.81362
1 IXB—XC)= 3830 4
U (XB-+XC)= 82° 30
X B= 115° 31
X C= 49° 26.
Dies ergibt für die Richtung BC = S69°O.
AB_ 8 _ sin 49° 26
BG Se Tue (15°)
3-sin 1
BC = —— 06 5