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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

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Jahresbericht der Deutschen Seewarte.für 1909. 
Deutschen Admiralitätskarten angegeben. Ausserdem wurden auch in diesem 
Jahre die von dem Reichs-Marine-Amt geführten Verzeichnisse der Missweisungs- 
angaben für diese Kompassorte einer Revision unterzogen. ; 
Magnetische Spezialkarten mit den Linien gleicher Missweisung wurden 
für folgende Segelhandbücher geliefert: Westküste Schottlands, Nord- und West- 
küste Spaniens und Portugals, Mittelmeer. Ausserdem wurde eine Missweisungs- 
karte für den gesamten Atlantischen Ozean als Beilage zur 3. Auflage des 
„Segelhandbuches für den Atlantischen Ozean‘ hergestellt; für die „Monatskarte 
für den Nordatlantischen Ozean‘‘ wurden die Isogonen für das Jahr 1912 berechnet 
und entworfen. Die Vorarbeiten für eine neue Weltkarte für das Jahr 1910 
sind soweit gediehen, dass die Karte voraussichtlich im Sommer 1910 er- 
scheinen wird. 
g) Spektrophotometrische Untersuchungen farbiger Gläser. 
Eine grosse Anzahl farbiger, von verschiedenen Glashütten, Werften, 
Eisenbahndirektionen u. s. w. zur Prüfung eingesandter Gläser wurden einer 
spektrophotometrischen Untersuchung unterzogen, ausserdem die auf den Neben- 
stellen der Deutschen Seewarte vorhandenen Gläser, die die Grenzen des zu- 
lässigen Spielraumes in der Färbung und Helligkeit darstellen. 
IX. Bericht über die Tätigkeit der Abteilung III 
Pflege der Witterungskunde, der Küsten-Meteorologie und der Sturmwarnungen 
in Deutschland. 
a. Herausgegehene Arbeiten. 
Bearbeitet wurden die unter XV aufgeführten Veröffentlichungen I, I, IL, 
IV (Ldw.Wetterd.), XII u.XIV. Die Bearbeitung der Ergebnisse der meteorologischen 
Beobachtungen im Beobachtungssystem der D. Seewarte im Lustrum 1901/05 
sowie im Dezennium 1896/1905 ist ausgeführt worden, sodaß die Drucklegung 
im nächsten Frühjahr erfolgen wird. Von der Dienstanweisung. für die Sturm- 
warnungsstellen und Windsemaphorstationen an der deutschen Küste ist die 
V. Auflage ausgegeben worden. 
b. Wettertelegraphie. 
1. Eingehende Telegramme. 
‚Der wettertelegraphische Verkehr erlitt mit Ausnahme von 3 Tagen, wo 
die Telegramme aus Frankreich infolge der teilweisen Arbeitsniederlegung der 
französischen Telegraphenbeamten meist mit mehrstündigen Verspätungen ein- 
trafen, keine wesentlichen Störungen. 
An neuen Telegrammen bezieht die Seewarte 1) seit dem 8. Januar 
2 Telegramme mit den Nachmittagsbeobachtungen von Bodö und Christian- 
sund (zunächst mit je 3 und seit dem 26. Juni mit je 2 Gruppen) und ein 
Telegramm mit der Beobachtung von 7 abends von Bodö.mit 2 Gruppen, nur 
für Mitte September bis Ende April), 2) seit dem 1. April ein Telegramm mit 
der Nachmittagsbeobachtung von St. Mathieu (2 Gruppen) und in den 
Sammeltelegrammen aus Island die Beobachtungen von Isafjord an Stelle von
	        
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