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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 47 (1919)

Ann. d. Hydr. usw., XAXXWVII Jahrg. (1919), Heft VII/VIII 
145 
Kurse für Kapitäne und Schiffsoffiziere auf der Deutschen Seewarte 
Die jetzigen Zeiten geben Gelegenheit, für einen größeren Kreis von Kapitänen 
und Schiffsoffizieren Kurse zur Erweiterung und Vertiefung der Kenntnisse in ver- 
schiedenen Gebieten, die in Verbindung zur Seefahrt stehen, auf der Deutschen 
Seewarte abzuhalten. In Verbindung mit dem Seeschiffer-Verein wird auf der 
Deutschen Seewarte über die Auswahl und Behandlung der Gegenstände dem- 
nächst beraten werden. In Aussicht genommen sind Vorträge über folgende Fächer: 
Nautische Instrumente, 
Funkentelegraphie. 
Wetterkunde, 
Meereskunde, 
Kompaßwesen, ; 
Es ist beabsichtigt, die an der Seewarte vorhandenen Erfahrungen und 
Kenntnisse den Teilnehmern der Kurse auf diese Weise zugänglich zu machen 
und ihnen das Wesen der Erscheinungen und deren Gesetzmäßigkeiten näher zu 
bringen, ohne daß eine rein theoretische und formelmäßige Behandlung des 
Gegenstandes Platz greift. 
Als Beginn der Kurse ist Anfang Oktober in Aussicht genommen. 
Hamburg, den 4. August 1919. Die Deutsche Seewarte. 
Bericht über die zweiundvierzigste, auf der Deutschen Seewarte 
abgehaltene Wettbewerb - Prüfung von Marine - Chronometern 
(Winter 1918/19). 
(Amtlich) 
Die 42. Chronometer-Wettbewerb-Prüfung hat, wie in den Vorjahren, in der 
Abteilung IV der Deutschen Seewarte unter der Leitung ihres Vorstandes Professor 
Dr. Stechert stattgefunden, Das Ergebnis der Prüfung ist in dem nachstehenden 
Bericht enthalten, 
Die Beteiligung an der Prüfung war etwas größer als im Vorjahre; im ganzen 
waren 84 Chronometer von acht deutschen Firmen eingeliefert worden. Zwei 
dieser Instrumente schieden in der Zugfederprüfung wieder aus. Sechs weitere 
Chronometer genügten nicht den Bedingungen der Neigungsprüfung. Endlich 
blieb ein Chronometer während der Prüfung stehen, und ein anderes wurde 
wegen Versagens der Zeigerstellung zurückgezogen. Die übrigen 74 Chronometer 
verteilen sich auf folgende Einlieferer: 
Chronometer-Werke-Hamburg . . 
L. Kurtz-Münster 1. W. ., ... 
A. Lange & Söhne-Glashütte i. Sa. 
Fr. Lidecke-Geestemünde , 
Th. Schmidt-Nordenham 
Union-Glashütte i. Sa. . 
C. Wiegand-Peine . . 
Bei sämtlichen Chronometern waren die in der »Aufforderung zur Be- 
teiligung an der 42. Wettbewerb-Prüfung« bekanntgegebenen Bedingungen er- 
füllt. Der Bau der eingelieferten Instrumente war insofern völlig gleichartig, 
als allgemein die Nickelstahlunruhe, Stahlspirale und Federhemmung Anwendung 
fanden. Sämtliche Chronometer waren ferner deutschen Ursprungs, mithin konnten 
auch sämtliche eingelieferten Instrumente mit der Anwartschaft auf Preiserteilung 
in die Prüfung eingestellt werden. D 
Außer diesen Instrumenten wurden 63 Chronometer in der gleichen Weise 
wie die Wettbewerb-Chronometer „außer Wettbewerb“ mitgeprüft, 
Für die vor Beginn der Wettbewerb-Prüfung übliche Besichtigung waren 
folgende Sachverständige von der Deutschen Seewarte berufen worden: 
Fortsetzung des Textes auf S. 148. 
+ 
Ann. d. Hydr. usw. 1919, Heft V1L/VIII.
	        
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