Port Moonta.
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wo der nördliche Ausläufer von Kap Elizabeth rw. 241° (mw. SWzW), der hohe
Sandhügel rw. 89° (mw. O1!/„N) peilt. Schiffe können auch vor der Middle-Huk
auf 7.3 bis 9 m Wasser !/, Sm von der Küste entfernt ankern. In der Moonta-
Bucht ankern die Schiffe auf 7.3 m bis 9 m Wasser in etwa 3/, Sm Abstand von
der Landungsbrücke.
Gezeiten und Gezeitenströme. Die Hafenzeit für die Tipara-Bucht wird mit
52 45min die Hochwasserhöhe bei Springtide mit 1.5 m angegeben. Die Hafen-
zeit sowohl wie die Hochwasserhöhe sind aber von den herrschenden Winden
sehr abhängig.
Der Gezeitenstrom setzt über das Tipara-Riff hinweg mit 2 Sm Ge-
schwindigkeit in der Stunde und zwar während der Flut nach NNO, während
der Ebbe nach SSW. Außerhalb des Riffes hat der Strom mehr N—S-Richtung.
Im nördlichen Teil der Tipara-Bucht setzt der Strom während der Flut nord-
wärts, während der Ebbe südwärts an der Küste entlang, vor der Middle-Huk
setzt er NNO und SSW, und im südlichen Teil der Bucht in O- oder W-Richtung
längs der Küste. Bei Kap Elizabeth sind die Gezeitenströme stärker als in der
Tipara-Bucht; sie setzten mit 2 Sm Geschwindigkeit in der Stunde nach NO oder
SW, je nach dem Stande der Tide.
Hafenanlagen. Eine 512 m lange Landungsbrücke mit 3,0 m Wassertiefe
an ihrem Außenende bei Niedrigwasser erstreckt sich von dem unmittelbar am
Strande liegenden Ort Port Moonta seewärts, Zwei Kräne stehen auf der Brücke.
Der Ort Moonta liegt weiter landeinwärts, etwa 2 Sm von der Middle-Huk
entfernt. Mehrere Kupferminen liegen in der Nähe des Ortes, von denen die
3 Sm östlich von. der Middle-Huk gelegenen Moonta-Minen die bedeutendsten
sind. Diese im Jahre 1861 aufgefundenen Minen beschäftigen über 1000 Arbeiter,
und ihr Ertrag belief sich während einer ganzen Reihe von Jahren auf 20000 t
Kupfererz im Jahre, aus dem über 4000 t reines Kupfer gewonnen wurde, Die
Einwohnerzahl der Gemeinde betrug im Jahre 1902 etwa 1700 Köpfe; die der
umliegenden Minen mitgerechnet, wird sie auf 7000 geschätzt. Dampferverkehr
besteht mit Port Adelaide über Wallaroo; Eisenbahnverbindung mit Port
Adelaide über Wallaroo und Port Wakefield; Telegraphischer Anschluß ist
vorhanden.
Kleinere Mitteilungen.
Außergewöhnlich starke Stromversetzungen bei den Lakediven. Im
meteorologischen Tagebuche des Dampfers »Brasilia«, Kapitän M, Filler, findet
sich unter dem 10. Dezember 1909, als der Dampfer sich auf der Ausreise nach
Ostasien befand, folgende Eintragung:
»In etwa 8° 25’ N-Br und 72° 16’ O-Lg trafen wir den britischen Dampfer
‚Cheshire«, der durch Morsesignale folgende Warnung übermittelte: »Achtung
vor starkem nördlichen Strom bei Minikoi!l« Der Warnung entsprechend wurde
später bei Minikoi eine starke, mit 2,5 Sm Geschwindigkeit in der Stunde nach
Norden setzende Strömung festgestellt bei leichtem nordöstlichen Winde.
Sind nördliche Strömungen unter dieser Insel im NO-Monsun auch gerade
keine Seltenheit, da je nach der Stärke des Monsuns die ursprüngliche südwest-
liche Richtung der Strömung durch die Lage der Maledive-Inseln in eine mehr
oder weniger weit nach Norden reichende nördliche abgelenkt wird, so ist doch
die beobachtete Stromstärke auffallend, jedenfalls sind mehr wie 1,5 Sm Strom-
geschwindigkeit hier wohl nur selten beobachtet worden. (Vgl. »Atlas der Strom-
versetzungen auf den wichtigsten Dampferwegen im Indischen Ozean und in den
Ostasiatischen Gewässern, Tafel 24, und Indische Monatskarten«, Monat Dezember.)
Gleichzeitig ist die Mitteilung ein guter Beweis für den praktischen Wert
der Morsesignale auf See, um passierenden Schiffen schnell eine wichtige Mit-
teilung zukommen lassen zu können,
Eine ebenfalls auffällig starke Stromversetzung bei dieser Insel — aller-
dings nach südwestlicher Richtung — fand später, am 31. Januar 1910, der der-