702 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1910.
wenn man von Westen kommt, die rote Tonne mit Stange und Balltoppzeichen
ausmachen, die am Westende des Tipara-Riffes auf 3.7 m Wasser liegt, Der
Schornstein der Wallaroo-Schmelzwerke kann in der Nähe von Kap Elizabeth
über die Long-Huk hinweg gesehen werden; bei ruhigem Wetter sieht man den
Rauch desselben auf noch größerer Entfernung. (Siehe auch Wallaroo.) Zum
Einsteuern in die Bucht vom Süden her dient dann die rote Tonne mit Stange
und Balltoppzeichen, die westlich von dem bei Kap Elizabeth vorspringenden
Riffe liegt, als Landmarke; sie kann bei klarem Wetter schon auf 2 Sm Ent-
fernung gesehen werden. Eine weitere Landmarke ist der 4 Sm ostnordöstlich
vom Kap Elizabeth gelegene 30.5 m (100°) hohe Sandhügel, einer der höchsten
Hügel an der Tipara-Bucht. Er ist ebenso wie die weiter nördlich gelegenen Hügel
mit Buschwerk bestanden, nur seine Seiten zeigen beträchtliche kahle Stellen,
wodurch er sich von den anderen Hügeln unterscheidet. Vom nördlichen Teil
der Bucht aus gesehen, hat der Hügel das Aussehen einer Huk. Die Middle-Huk
beim Port Hughes ist ebenfalls leicht zu erkennen, da das Land südlich von ihr
aus Sandhügeln und Buschwerk besteht, während die Huk selbst und das Land
nördlich von ihr eben und mit Gras bestanden sind; 1'!/, Sm nördlich von der
Huk aber steigt das Land zu einem 32 m hohen Hügel an. Für von Norden
her in die Bucht einsteuernde Schiffe bietet die rote Bake mit rundem Kopf
einen guten Anhalt, die zwischen der beinahe 1 Sm mw. NNW1/,W von der
Long-Huk entfernt liegenden Walrus-Klippe und der weiter draußen liegenden
Klippe errichtet ist. Auch die große rote Tonne mit Stange und Rhombustopp-
zeichen, die vor der Westkante des Flachs vor der Long-Huk auf 6.4 m Wasser
liegt, dient als Landmarke, Bei Nacht bilden das Tipara-Riff-Feuer und das
Feuer auf der Landungsbrücke gute Landmarken.
An- und Einstenerung. Ist man von Süden kommend auf direktem Kurse
in die Nähe des Kap Elizabeth angelangt, so bringe man den Leuchtturm auf
dem Tipara-Riff in rw. 342° (mw. NNW)-Peilung und nehme diese als Kurs auf,
um so 1 Sm westlich von der Kap Elizabeth-Riff-Tonne zu passieren. Hat man
liesen Kurs solange beibehalten, bis der 30.5 m (100°) hohe Hügel rw. 89°
(mw. 01/„N) peilt, so steuere man mit rw. 61° (mw, NOzO)-Kurs auf die Landungs-
brücke von Port Moonta zu. Längs der Küste von Süden her kommende große
Schiffe dürfen nach Passieren der Wardang-Insel sich der Küste nördlich von
der Reef-Huk nur bis auf 2 Sm Entfernung nähern, da hier die Wassertiefen an
manchen Stellen plötzlich von 11 m auf 1.8 m abnehmen. Von Westen her in
die Tipara-Bucht einsteuernde Schiffe können südlich oder nördlich vom Tipara-
Riff passieren. Laufen sie südlich vom Tipara-Riff in die Bucht hinein, so dürfen
sie, um das Riff zu meiden, Kap Elizabeth in keine südlichere Peilung als rw. 128°
(mw. SOzO) bringen, bevor der Leuchtturm rw. 27° (mw. NNO) peilt. Passieren
sie nördlich vom Riff, so sollten sie den 30.5 m (100’)-Hügel am südlichen Teil
der Bucht nicht östlicher als rw. 128° (mw. SOzO) peilen, bevor die Port Moonta-
Landungsbrücke rw. 84° (mw. OzN) peilt, dann kann man mit dieser Peilung
als Kurs nach dem Ankerplatz in der Moonta-Bucht laufen. Von Norden kommend
steuere man, um die Walrus-Klippe und die noch weiter nach See zu gelegene
Klippe zu meiden, mit rw. 213° (mw. SSW1/, W)-Kurs auf den Tipara-Riff-Leucht-
turm zu, dann auf die Tonne vor der Long-Huk, bis diese rw, 128° (mw. SOzO)
peilt, und laufe dann, die Tonne in angemessenem Abstand passierend, in die
Bucht hinein. Beim Einsteuern in die Bucht sind aber in allen Fällen die
Gezeitenströme zu berücksichtigen, die in der Nähe vom Tipara-Riff, Kap Eliza-
beth und der Long-Huk sehr unregelmäßig und mit großer Geschwindigkeit
auftreten.
Leuchtfeuer. Siehe Leuchtfeuer aller Meere 1910, Heft VII, Tit, IX, Nr. 2745
und 2748,
Signalstellen. Beim Leuchtturme auf dem Tipara-Riff ist eine Signal-
station, mit der Schiffe mit Hilfe des Internationalen Signalbuches signalisieren
können; telegraphische Verbindung hat die Station aber nicht.
Ankerplatz. Bei südwestlichen Stürmen finden Schiffe im südlichen Teil
der Tipara-Bucht guten Ankerplatz auf 7.8 m Wasser über Schlickgrund, von