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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

Port Victoria,

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Auskunft für den Schiffsverkehr. . Deutscher Konsul, Agenten des
Germanischen Lloyd und deutscher Dampfergesellschaften sind nicht am Orte,
Kapt. J. C. Christians hatte Me Arthur als Agenten, der zugleich Hafenmeister
und Zollbeamter war. Der Kapitän berichtet, daß der Agent sich in jeder Hinsicht
 die größte Mühe gegeben hat, das Schiff so schnell wie möglich zu befördern
 und den Verkehr mit dem Lande den Umständen nach so viel wie
möglich zu erleichtern, ; .
Zeitball, sowie Einrichtungen zur Kompaßregulierung und zum Vergleich
 und zur Untersuchung meteorologischer und nautischer Instrumente
 sind nicht vorhanden, auch Seekarten und nautische Bücher sind
nicht zu kaufen,

Port Moonta.
Nach englischen Quellen. Brit. Adm-Krt, Nr. 2389B, St-Vincent and Spencer Gulfs; Nr. 402,
Wallaroo and Tipara Bays.

Port Moontä und die gleichnamige Bucht liegen in der Mitte der Tipara-Bucht
 an der Ostseite des Spencer-Golfes, Der Hafen dient zur Verschiffung
des Erzes, das von den landeinwärts gelegenen Kupferminen gewonnen wird.
Die geographische Lage des Leuchtfeuers auf dem Kopfe der Landungsbrücke
ist 34° 3’ S-Br. und 137° 24’ O-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1910 ist etwa
dieselbe wie für Port Victoria. ;
Allgemeines, Die Tipara-Bucht ist zwischen Kap Elizabeth im Süden und
der Long-Huk im Norden 8 Sm weit; ihre Tiefe beträgt 3 Sm. Ihre Einfahrt
wird durch mehrere Untiefen und Klippen beengt. So liegt rechts vor der Mitte
der Bucht etwa 8 Sm westlich von der Port Moonta-Landungsbrücke das Tipara-Riff,
 eine Sandbank, die sich in Ost—West-Richtung 21/, Sm, in Nord—Süd-Richtung
2 Sm weit erstreckt,
Dieses Riff ist durch ein erstklassiges Leuchtfeuer wie auch durch eine
Nebelsignal-Station gekennzeichnet. Auf ihm befindet sich eine 4 Kblg lange und
2 Kblg breite, felsige, bei Springniedrigwasser beinahe trockenliegende Stelle,
von der der Leuchtturm auf dem Riff rw. 213° (mw. SSW!/„W) 7’/- Kblg entfernt
 peilt; eine zweite Stelle mit 0.9 m Wasser liegt rw. 2° (mw. N1/,W) 11/4 Sm
vom’ Leuchtturme, Im übrigen schwanken die Tiefen auf der Bank zwischen
2.7 und 5.5 m. Brandung ist auf der Bank nicht zu sehen, außer auf der felsigen
Stelle; aber auch auf dieser brandet es nur gering, wenn nicht gerade sehr
stürmisches Wetter herrscht. Im nördlichen Teil der Bucht wird die Long-Huk
von flachem Wasser umgeben, das sich. in südlicher Richtung 13/, Sm, in. westlicher
 Richtung etwa 3°, Sm weit erstreckt. Eine 5.5 m-Stelle liegt südwestlich
von der Huk gut 3 Sm davon entfernt. Im südlichen Teil der Bucht erstreckt
sich vom Kap Elizabeth 3 Kblg nach Nordwesten ein Klippenriff, und eine
gefährliche felsige Untiefe, von der Kap Elizabeth mw. SOzO etwas mehr als
3/, Sm entfernt peilt, liegt bei Springniedrigwasser in der Wasserlinie, Außerdem
 liegt noch eine felsige 5,5 m-Stelle mw. N!/,W etwas über 1 Sm von Kap
Elizabeth entfernt, und eine zweite, beinahe !/, Sm breite Untiefe mit 4.1 bis 5.5 m
Wasser mw.‘ NNO, 11/, bis 2 Sm von demselben Kap.
Landmarken. Die Küste nördlich von Port Victoria bietet nur wenig auffällige
 Landmarken, Die Reef-Huk, die 3 Sm nordöstlich von der Island-Huk
liegt, ist niedrig und zeigt einen rötlichen Abhang an ihrer Westseite; 4 Kblg
südlich von ihr liegt ein bemerkenswerter weißer Sandflecken. 5 Sm weiter nach
Norden liegt die niedrige und felsige Balgowan-Huk mit ihrem mit Gras bedeckten
Gipfel und sandigem Strande an jeder Seite. Kap Elizabeth, die Südwesthuk der
Tipara-Bucht, ist eine runde, sandige Huk mit spärlicher Vegetation, Südlich
von ihr, nahebei liegen mehr mit Buschwerk bestandene Sandhügel, von denen
der‘ höchste 21: m über dem Meere liegt. Eine gute Landmarke bildet der
Leuchtturm auf dem Tipara-Riff: beim Näherkommen wird man auch, namentlich
            
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