Port Victoria.
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Leichter, die den Verkehr mit Port Victoria und den Schiffen unterhalten, die
zwischen der Wardang-Insel und der Yorke-Halbinsel zu Anker liegen, gebrauchen
diese Fahrrinne. Die NW-Tonne liegt gerade vor dem SW-Ende .des Rocky
Island-Riffes- auf 3.7 m (12’) Tiefe bei Springniedrigwasser, während die SO-Tonne
vor dem SW-Ende der Sandbank. auf 2.4 m (8’) Tiefe bei Niedrigwasser liegt.
Leuchtfeuer, Siehe Leuchtfeuer aller Meere 1910, Heft VII, Tit. IX, Nr. 2751
und die unter Port Turton gemachten Angaben.
Lotsen und Schleppdampfer sind nicht vorhanden. Kapt. J. C. Christians
hatte einen Stauer von Port Adelaide an Bord, der für eine Vergütung von.4 £
Lotsendienst versah.
Quarantäne. Ärztlicher Besuch braucht nicht abgewartet zu werden, ehe
man mit dem Lande verkehrt. Gesundheitspaß wird stets verlangt. Quarantäne-
einrichtungen sind nicht vorhanden. Der Gesundheitszustand war am Orte
während des Aufenthaltes des S. »Anna« sehr gut und es kamen keine klima-
tischen Krankheiten an Bord vor.
ZoNlbehandlung ist liberal, An Schiffspapieren werden Meßbrief und Muster-
rolle und von Port Adelaide kommenden Schiffen die Zollpapiere aus diesem
Hafen verlangt. .
Ankerplatz., Im Hafen von Port Vietoria ankern Schiffe mit nicht mehr
als 5 m Tiefgang auf 6.4 bis 7 m Wasser in der Peilung: Kopf der Landungs-
brücke rw. 184° (mw. SO1/„0), 1/, Sm entfernt. Tiefer gehende Schiffe ankern
3/, Sm westlich von der Landungsbrücke auf 7.9 bis 8.2 m Wasser, das äußere
Ende der Brücke rw. 95° (mw. O) peilend. Kleine Fahrzeuge, die nicht an der
Brücke anlegen können, ankern auf 3.0 bis 3.6 m Wasser in der Peilung: Brücken-
kopf rw. 162° (mw. SSO), 11/, Kblg entfernt. Kapt. T. Henke ankerte zunächst
7 Sm von Port Vietoria entfernt auf der Ballastreede. Nachdem hier der
Ballast gelöscht und Stiffning eingenommen worden war, wurde weiter hinein
nach dem Ladeplatz gesegelt und in etwa 1!/, Sm Abstand von Port Victoria
geankert. Nach Bericht des Kapitäns ist der Ankergrund. auf der Reede gut,
aber nicht geschützt gegen Winde aus Südwest bis Südsüdost-Richtung. Wenn
auch nach seinen Angaben schwere Stürme und gefährliche hohe See nur selten
aus Süden kommen, so wird doch das Laden auf dieser Reede schon bei nur
frischer Brise. aus südlicher Richtung unmöglich gemacht, wodurch oft viel Zeit-
verlust entsteht (siehe auch die eingangs nach englischen Quellen gemachten
Angaben). Der beste Ankerplatz zwischen der Wardang-Insel und der Yorke-
Halbinsel ist auf 8.2 m Wasser über Sand- und Schlickgrund, von wo aus Goose-
Eiland rw. 269° (mw. W1/,S), und die Bird-Huk rw. 179° (mw. S’!/,O) peilt; kleine
Schiffe können auch etwas südlicher ankern. Kapt. J. C. Christians ankerte
mit seinem Schiff, ehe er nach dem eben angeführten Ankerplatze gelangen
konnte, auf 11 m Wasser in der Kreuzpeilung: White Rock rw. 224° (mw. SW!/48),
Bird-Huk rw. 168° (mw. SzO1/„0). Beim Auslaufen verholte derselbe Kapitän das
Schiff, um die Nacht zum Absegeln abzuwarten, nach der Westseite der Goose-
Insel und ankerte auf 14.6 m Wasser, die Insel rw. 117° (mw. O0SO) peilend,
Gezeiten und Gezeitenströme, In der Einfahrt des Golfes ist die Hafenzeit
bei den Gambier-Inseln 2b 0min; die Hochwasserhöhe bei Springtide beträgt 1.5 m.
Die Gezeitenströme setzen mit !/, bis %/, Sm Geschwindigkeit. in der Stunde
während der Flut nach Nordwesten, während der Ebbe nach Südosten. Beim
Kap Spencer teilt sich der Strom während der Flut in zwei Arme, von denen
der eine in ONO-Richtung längs der Küste, der andere nach Norden und Nord-
westen setzt. In Port Vietoria ist die Hafenzeit 2b 40min; die Hochwasserhöhe
beträgt 1.5 m. Der Gezeitenstrom setzt während der Flut mit etwa 11!/, Sm Ge-
schwindigkeit in der Stunde nach Norden; während der Ebbe setzt er nach Süden.
Hafenanlagen. Nördlich von der Gawler-Huk, etwa 3/, Sm davon entfernt,
erstreckt sich eine 230 m lange Anlegebrücke in rw. 303° (mw. NWzW1/,W)-
Richtung nach See hinaus. Sie hat an ihrem äußeren Ende 3 m, 117 m weiter
einwärts aber nur noch 1.8 m Wassertiefe längsseit. Kleinere Fahrzeuge und
Leichter legen hier an. Bei frischem Südwestwinde (der vorherrschenden See-
brise) kann aber kein Fahrzeug an der Südseite der Brücke liegen. Mehrere