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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

698 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1910. 
von der man in weniger als 1 Kblg Abstand noch 5.5 m Wasser findet, um die 
nördlich von ihr teils über, teils unter Wasser liegenden Klippen zu meiden, 
Von der roten Tonne mit Stange und Balltoppzeichen am Südende der Eclipse- 
Klippe, die 2%, Kblg westsüdwestlich vom Außende der Landungsbrücke entfernt 
liegt, bleibe man in mindestens 1 Kblg Abstand. Kommt man von Norden, so 
umfahre man das Südende der Wardang-Insel in gutem Abstande, um die davor 
gelagerten Klippen zu meiden, und steuere dann auf die Landungsbrücke zu, 
Will man, von Süden kommend, nach dem Ankerplatze zwischen der Wardang- 
Insel und der Yorke-Halbinsel, so wähle man von der Corny-Huk aus einen Kurs, 
der in angemessenem Abstande westlich von der Wardang-Insel frei bleibt. Beim 
‚Umfahren des Nordendes der Wardang-Insel kann man an die nördlich von der 
Goose-Insel gelegenen White-Klippe bis auf etwa 1 Kblg Abstand hinanlaufen, in 
welcher Entfernung man noch 9.1 m Wasser findet. Falls Segelschiffe nicht nach 
dem Ankerplatze hinaufliegen können und außerhalb der vor der Yorke-Halb- 
insel gelegenen Green-Insel wenden müssen, so führe man die Wendungen aus, 
ehe Rocky-Eiland mit der Green-Insel in Linie kommt, oder wenn diese rw. 140° 
(mw. SO) peilt, Kommt man von Norden längs der Küste und steuert nach 
diesem Ankerplatz, so meide man die nördlich von der Island-Huk gelegene 
Beatrice-Klippe, die bei Hochwasser überflutet wird, während bei Niedrigwasser 
ein kleiner Teil 0.6 m über Wasser ragt. Auch die kleine Klippe, die rw. 261° 
(mw. WSW3/,W), nicht ganz 1 Sm von der Island-Huk entfernt liegt und bei 
Springniedrigwasser 0.9 m aus dem Wasser ragt, ist zu meiden. 
Auslaufen. Auskreuzende Schiffe dürfen, wenn sie von dem Ankerplatze 
vor der Port Vicetoria-Landungsbrücke nach der Westseite des Hafens hinüber- 
liegen, die Klippen vor der Südhuk der Wardang-Insel in keine südlichere Peilung 
bringen, als rw. 241° (mw. SWzW), um das flache Wasser östlich von der Rocky- 
Insel zu meiden. 
Kapt. J. C. Christians schreibt: »Ist man zum Einnehmen der Ladung 
nach dem nordöstlich von der Wardang-Insel gelegenen Ankerplatze von Port 
Vietoria bestimmt, so setze man von der Corny-Huk aus seinen Kurs auf die 
Wardang-Insel. Diese an ihrer höchsten Stelle 33 m hohe Insel ist leicht zu 
erkennen, da sie am weitesten vorsteht. Hat man sich ihr bis auf etwa 21/, Sm 
Abstand genähert, so steuere man mit rw. 33° (mw. NNO'/„O)-Kurs an ihr ent- 
lang, bis man White Rock erreicht hat. Diese Klippe, die durch den auf ihr 
liegenden. Vogeldünger ein ganz weißes Aussehen hat, ragt selbst bei Hochwasser 
noch etwa 3 bis 3.6 m aus dem Wasser hervor und ist leicht zu erkennen, Man 
lasse dieselbe am St. B., passiere sie in angemessenem Abstande und steuere dann 
nach dem in der Karte durch einen Anker gekennzeichneten Ankerplatz, wo man 
8.2 m Wasser findet. Weiter aufwärts zu laufen ist nicht ratsam, da die Wasser- 
tiefen schnell abnehmen. Trifft man bei Ankunft südlichen oder südöstlichen 
Wind und kann nicht nach dem Ankerplatze aufliegen, so ankere man, da zum 
Kreuzen für ein größeres Schiff nicht genügend Raum vorhanden ist, in der 
Mitte zwischen der Yorke-Halbinsel und der Goose-Insel, und bringe mit dem 
ersten günstigen nördlichen Winde das Schiff nach dem erstgenannten Anker- 
platz. Auf einem weiter draußen gelegenen Ankerplatze wollen die Leichter- 
fahrzeuge nämlich der dort stehenden Dünung halber nicht gerne längsseit 
kommen. Auch wir konnten bei unserer Ankunft nicht nach dem eigentlichen 
Ankerplatze aufliegen und mußten weiter draußen ankern. Erst am dritten 
Tage nach unserer Ankunft konnten wir nach dem richtigen Ankerplatz gelangen. 
Zeitverlust hatten wir jedoch hierdurch nicht, da wir in der Zeit Ballast gelöscht 
und einen Leichter Weizen übernommen hatten. Bemerken wollte ich noch, daß 
man beim Ansegeln früh genug Segel kürzen muß, da man nach Passieren von 
White Rock nicht viel Zeit mehr hat zum Bergen der Segel; auch muß man hier 
ein zum Gebrauch klares Boot zu Wasser haben. 
Rocky Island-Fahrwasser. Kleinere Küstenfahrer, die von Norden her 
den jetzigen Ankerplatz von Port Victoria ansteuern, benutzen auch das enge 
durch zwei rote stumpfe Tonnen gekennzeichnete Fahrwasser, das westlich von 
Rockv-Eiland zwischen den Sandbänken nach dem Hafen führt. Auch Boote und
	        
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