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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1910.
Landmarken. Siehe unter Port Turton. In der Nähe von Minlacowie sieht
man hinter der Küste Sandhügel von 6 bis 12 m Höhe, die mit Gebüsch und
Eichen bestanden sind,
An- und Einsteuerung. Von Süden kommende Schiffe verfolgen bis zur
Peilung des Berges Gore dieselben Kurse, wie sie unter Port Turton angegeben
sind. Hernach steuern größere Schiffe 10 Sm rw. 117° (mw. OSO)-Kurs, kleinere
nicht über 4.6 m tief gehende 121/, Sm rw. 92° (mw. O0!/,N)-Kurs nach Minlacowie.
Von Norden kommend steuern die Schiffe von dem Punkte aus, der rw. 230°
{mw. SW), 1 Sm von der Südhuk der Wardang-Insel entfernt liegt rw, 162° (mw.
380), 19 Sm bis nach Minlacowie.
Leuchtfeuer. Siehe Port Turton.
Ankerplatz. Schiffe mit 5.5 m Tiefgang können auf 6.1 bis 6.7 m Wasser
ankern in der Peilung: Landungsbrücke rw, 117° (mw. OSO), 3 Kblgy entfernt.
In 6 Kblg Entfernung von der Landungsbrücke findet man in derselben Peilung
Tiefen von 7.3 bis 7,9 m. Wollen Schiffe mit über 3 m Tiefgang näher an die
Landungsbrücke hinanlaufen, so müssen sie mit rw. 126° (mw. SOz0O!/,O0) auf das
Außenende derselben zusteuern.
Hafenanlagen. Eine Landungsbrücke mit 4.0 m Wasser an ihrem Außenende
und 2.7 bis 3.0 m 46 m weiter innerhalb erstreckt sich von der Hochwasser-
marke der Küste aus 345 m weit in westlicher Richtung nach See zu. Schiffe
mit höchstens 3 m Tiefgang können an ihr liegen. Längsseit der Brücke liegende
Segelschiffe sollten immer einen Anker fallen lassen, vor dem sie reiten können,
wenn sie schlechten Wetters halber nicht mehr an der Brücke liegen können.
Eine schwarze Verholtonne liegt etwa 1/„ Kblg vor dem Außenende der Brücke;
sie dient zum Ab- und Anholen, !/, bis 21/, Kblg von der Brücke entfernt liegen
an verschiedenen Stellen gefährliche blinde Klippen 0,6 bis 3.3 m unter Wasser.
An die Brücke holende Schiffe, von mehr als 2.4 m Tiefgang, dürfen diese daher,
sobald sie in weniger als !/„ Sm Abstand von der Küste gelangen, nicht südlicher,
als rw. 140° (mw. SO), und nicht nördlicher, als rw. 50° (mw. NO) peilen. Das-
selbe müssen von der Brücke holende Schiffe beachten. Außerhalb der 5.5 m-
Grenze, die nördlich und südlich von der Landungsbrücke im allgemeinen in
% Sm Abstand von der Küste verläuft, sind keine Gefahren. Die Tiefen nehmen
schnell bis 9.1m zu in 1 Sm Abstand von der Küste.
Port Rickaby.
Dieselben Quellen und Karten wie für Port Turton,
Port Rickaby liegt etwa an der Mitte der Hardwicke-Bucht auf 34° 40’ S-Br.
und 137° 30’ O-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1910 ist dieselbe wie für Port
Turton.
Allgemeines. Port Rickaby wird von einem Sandstrande besäumt, der auf
einer Länge von 4 Kblg frei von Klippen ist. Nördlich hiervon springen aber
von einem Punkte der Hochwassermarke an der Küste, der rw. 359° (mw, N'/„W)
/, Sm vom Nordende des Strandes liegt, Klippen 4 Kblg weit nach See hinaus,
die teils über, teils unter Wasser liegen. Die Küste südlich von dem Südende des
Strandes zieht sich 3 Kblg in südsüdwestlicher Richtung hin bis zu einer felsigen
Huk, vor der ebenfalls Klippen liegen, die bis zu 1 Kblg Abstand von der Huk
bei Niedrigwasser trocken liegen. Das äußerste Ende dieser Klippenreihe liegt
21/, Kblg westlich von der Huk 3 m unter Wasser; die Tiefen eben außerhalb
derselben betragen 6.1 und 6.7 m. Vor dem klippenreinen Strande verläuft die
5.5 m-Grenze im allgemeinen in 1l!/, Kblg Abstand davon, jedoch gibt es weiter
außerhalb mehrere felsige Stellen mit 4.9 bis 5.5 Wassertiefen; die am weitesten
draußen gelegene liegt beinahe 4 Kblg westlich von der Mitte des Strandes. Die
Wassertiefen außerhalb dieser Stellen sind sehr unregelmäßig, betragen aber
nirgends weniger als 6.1 m; die 9.1 m-Grenze verläuft in 1 Sm Abstand von
der Küste.