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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

694 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1910. 
Sandstrand- und felsigen Huken, hinter denen sich auf der ganzen Strecke hohe 
Sandhügel erheben, Daly-Huk selbst ist steil und felsig und trägt einen mit 
Gras bewachsenen Hügel von 63 m Höhe. Etwa 9 Sm nordöstlich von der 
Daly-Huk liegt die Corny-Huk, auf der ein runder steinerner Leuchtturm steht. 
Die Küste zwischen den beiden Huken ist im allgemeinen sandig und eine Kette 
hoher Sandhügel zieht sich längs des Strandes hin. Östlich von der Corny-Huk 
besteht die Küste aus sandigem Strande, während weiter landeinwärts waldiges 
Land allmählich ansteigt. 4 Sm östlich von der Huk liegen die schon an anderer 
Stelle erwähnten Schäferhütten, Eine rote Pfahlbake mit kreisförmigen Topp- 
zeichen steht auf 2.1 m (7’) Wassertiefe an der Ostseite der 1.8 m (1 Fad.)}-Un- 
tiefe, von der das Nordende der weiter östlich gelegenen Souttar-Huk rw, 97° 
(mw. 01/,8), 3%/, Sm entfernt peilt. Die Huk selbst ist ein 26 m hoher, teilweise 
weißer Sandhügel, von dem südlich, etwa 51/, Sım landeinwärts, sich der Berg 
Gore zu 99m Höhe erhebt. Für von Norden kommende Schiffe bildet die 
4 Sm lange und 2 Sm breite Wardang-Insel, die an ihrer Westseite zu 33 m 
Höhe ansteigt und eine mit Gras bewachsene Oberfläche zeigt, eine gute Land- 
marke, Mehrere Sandhügel liegen in der Nähe des Nordendes der Insel, wo 
sich auch einige bemerkenswerte abschüssige Huken befinden. Südlich von der 
Insel besteht die Küste der Hardwicke-Bucht bis zu dem Punkte, wo sie sich 
nach Westen wendet, aus Sandstrand und niedrigen felsigen Huken; außerdem 
zieht sich eine Sandhügelkette längs der Küste. Hinter den Hügeln steigt das 
Land allmählich an und erreicht etwa 5 Sm landeinwärts 120 m Höhe. Bei 
Nacht bilden die Feuer auf der Corny-Huk und der Wardang-Insel gute Land- 
marken. 
An- und Einstenerung. Der Spencer-Golf ist an seiner Einfahrt zwischen 
Kap Catastrophe im Westen und Kap Spencer im Osten 48 Sm breit; seine Aus- 
dehnung in Nordnordostrichtung beträgt bis Port Augusta im innersten Teil 
des Golfes 180 Sm. Schiffe von bedeutender Größe können den Golf befahren, 
nur müssen sie in dem stellenweise durch Inseln und Untiefen beengten Fahr- 
wasser mit Vorsicht navigieren. Von Westen her den Golf ansteuernde große 
Schiffe tun am besten, südlich von den Neptune-Inseln zu passieren, und dann 
erst westlich oder östlich von der Wedge-Insel in den Golf einzulaufen. Wählen 
sie letzteren Weg, so müssen sie die 31/, Sm südöstlich von der Wedge-Insel 
gelegene Stelle mit unreinem Grund (foul Ground) und die übrigen gefährlichen 
Stellen der Gambier-Gruppe meiden, Von der Investigator-Straße kommend, 
sollten große Schiffe südlich von den Althorpe-Inseln passieren, und, wenn sie 
die südlichste derselben umfahren haben, diese nicht eher in südlichere, als 
rw. 117° (mw. OSO)-Peilung bringen, als bis das West-Kap rw. 38 (mw. NN0O1/,0) 
peilt, Auf diese Weise bleiben sie, wenn sie mit nördlichem Kurse in den Golf 
hineinsteuern, außerhalb der SW-Klippe und der Stelle, die rw. 286° (mw. WzN) 
von Emmes-Riff, 1 Sm entfernt davon, in der Karte mit »Breaker reported« an- 
gegeben ist. Kleine Schiffe benutzen auch das Fahrwasser zwischen Kap Spencer 
und der nördlichsten Althorpe-Insel, oder sie steuern von der Mitte zwischen der 
südlichen und östlichen Althorpe-Insel aus rw. 320° (mw. NW) Kurs, der 3/, Sm 
nördlich von, dem Emmes-Riff und beinahe 1 Sm frei von den vor der Reef-Huk 
gelegenen Klippen führt. Bei Nacht sollten alle nach dem Spencer-Golf be- 
stimmten Schiffe das Leuchtfeuer von Kap Borda in rw, 185° (mw. S)-Peilung 
bringen und dann mit entgegengesetztem Kurs zwischen der Wedge-Insel und der 
Yorke-Halbinsel in den Golf hineinlaufen. Befinden sich dann nach Port Turton 
bestimmte Schiffe nördlich von der Daly-Huk, so sollten sie stets im weißen 
Feuerkreise des Leuchtfeuers auf der Corny-Huk bleiben, um die rw, 221° (mw. 
SW*/,S) 61/, Sm von der Huk entfernt liegende Webb-Klippe zu meiden. Die 
Corny-Huk kann man mit Sicherheit in !/, Sm Abstand passieren, in welcher 
Entfernung man noch 16 bis 18 m Wasser findet. Die einzigen Gefahren bilden 
die Klippen, die sich von der Huk aus !/, Sm in südwestlicher Richtung er- 
strecken. Hat man aber die Huk umfahren und steuert in die Hardwicke-Bucht 
hinein, so wird man die Wassertiefen östlich von der Huk schnell abnehmend 
finden, weshalb man für die ersten 2 Sm die Huk in keine westlichere Peilunege,
	        
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