accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

6590 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1910. 
verlängert oder verkürzt wird, um die Lotleine senkrecht zu halten. In dieser 
Weise fahrend, entsteht mit dem Logg im Schlepptau auf dem Papier ein Profil 
des Bodens.‘ Das Papier kann ohne Mühe abgenommen und durch einen neuen 
Bogen ersetzt, sowie die Trommel R aus der Schnecke geschaltet und auf jeden 
beliebigen Anfangsvunkt gebracht werden. 
e. Weitere Bearbeitung der Aufzeichnung. 
Das Ergebnis ist eine einfache Tiefenaufzeichnung, wie die in Fig. 3 dar- 
gestellte und vor kurzem versuchsweise beim Hoek van Holland gemachte Auf- 
nahme zeigt. Für eine endgültige Aufnahme würde das Ergebnis noch mit der 
Anzeichnung von verschiedenen Schnittpunkten oder Sextantmessungen und Zeit- 
punkten (jede 5 oder 6 Minuten) behufs späterer Reduktion zu versehen sein. 
Fig. 3. 
KR — 
ten 
Ei 
3 
= W- 
 25-- 
v 
Fe — 
a 
Will man z. B. alles auf den Nullpunkt eines bestimmten Pegels reduzieren, so 
werden die gleichzeitigen Pegelablesungen in der Aufzeichnung vertikal über den 
zugehörigen Zeitpunkten abgesetzt. Diese Pegelpunkte werden dann durch Linien 
verbunden, so daß der senkrechte Abstand zwischen jedem Punkt der auf- 
gezeichneten und der Pegellinie die reduzierte Tiefe in dem Punkte ist, 
f. Genauigkeit des Ergebnisses, . 
Es ist klar, daß durch die beinahe unverschiebbare Verbindung zwischen 
Lotleine und Zeichenstift diese Ergebnisse viel genauer als die gewöhnlichen 
Lotungen mit der Hand sein müssen. Dieses wird am besten durch die sehr 
kleine Abweichung jedes Punktes in Fig. 3 von der mittleren Kurve bewiesen, 
Die einzelnen Punkte in Fig. 3 über der Kurve sind »falsche« Anschläge, die da- 
durch entstehen, daß man das Lot so plötzlich nachschießen läßt, daß sich die 
Spannung in der Lotleine genügend verringert, um auch ohne besonderen Ruck 
an der Schleppleine den Hebel übergehen zu lassen. Dieses kann vermieden werden 
dadurch, daß der Hebel weniger empfindlich gestaltet wird, wozu die Mittel in dem 
Apparat vorhanden sind, oder daß man das Lot nicht zu plötzlich losläßt, Im 
übrigen sind die »falschen« Anschläge nicht mit den wirklichen, eine dichte zu- 
sammenhängende Linie bildenden zu verwechseln, sie liefern vielmehr noch einen 
Beweis dafür, daß der Apparat gut arbeitet. 
Hambure. 
A. v. Horn, Wasserbauinspektor.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.