Schott, G.: Gezeiten an der Küste von Britisch-Columbien,
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Sodann verdient die gewaltige Schnelligkeit des Fortschreitens der Welle
in den Inlets Britisch-Columbiens Beachtung. Der Hub beträgt weniger als
7 m (20 Fuß), dabei überschreitet die Tiefe der Fjorde oder Inlets durchweg
100 Faden, soweit wir wissen. Es handelt sich wie bei dem Fortschreiten einer
Gewöhnliche Gezeitenkurre in der Straße von Georgia (Britisch-Columbia, Canada).
Men e nennen nn 24 Stunden ++ =.
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Halbe
JTiden
\/ Niedriges
te... Niedrigwasser
Welle in einem Kanal um ein hydraulisches Problem, und der Betrag der Fort-
pflanzungsgeschwindigkeit dürfte durch die gewöhnliche Formel darstellbar sein,
In einem flachen Aestuarium erfolgt das Auflaufen der Tide ganz anders, viel
Jangsamer, Es würde. interessant sein, zu erfahren, ob ein ähnlich schnelles
Fortschreiten der Tide wie in den columbischen Fjorden auch an anderen ent-
sprechenden Küsten und Fjorden beobachtet ist.« G. Schott.
Eigenberechnung der Monddistanzen,. nebst allgemeinen
Bemerkungen über trigonometrisches Rechnen. ;
Von Dr. H. v. Schaper, Oberlehrer an der Seefahrtschule in Bremen. nn .
L., Die Eigenberechnung der Monddistanzen als Unterrichtsgegenstand.
Im Augustheft dieser Zeitschrift!) schlägt Herr Lemke vor, man möge
die Aufgabe der trigonometrischen Berechnung der Monddistanzen aus den
Koordinaten des Mondes und des Distanzgestirns — im folgenden ‚als »Eigen-
berechnung« bezeichnet — in den Unterricht der Navigationsschulen einführen,
Dieser Vorschlag scheint mir lebhaftester Unterstützung wert zu sein, nicht allein
aus den von Herrn Lemke angeführten einleuchtenden Gründen (die durch die
guten von ihm mitgeteilten Resultate noch verstärkt werden), sondern nebenbei
auch von einem pädagogischen Gesichtspunkte aus, wie hier kürz erörtert
werden soll.
Gewiß ist es berechtigt, wenn wir unsere Schüler dazu anhalten, in der
»reinen« Trigonometrie bei Berechnung ebener und: sphärischer Dreiecke so
sorgfältig zu verfahren, wie es beim Gebrauch fünfstelliger Tafeln möglich. ist,
d. h. allgemein gesprochen, auf Zehntelminuten zu rechnen. Die Notwendigkeit
solcher scharfen Rechnungen wird aber sehr viel mehr einleuchten, und damit
der Unterricht in der Trigonometrie nicht unwesentlich belebt werden, wenn wir
unseren Schülern »angewandte« Aufgaben vorlegen können, bei deren Lösung
größtmögliche Genauigkeit nicht zu Übungszwecken, sondern aus: sachlichen
Gründen geboten ist. An derartigen Aufgaben hat es bis jetzt fast ganz gefehlt;
denn mit Ausnahme: der Berechnung von Breite und Stundenwinkel aus Beob-
) H. Lemke, Berechnung der Monddistanzen ohne Jahrbuchdistanz aus der Praxis, »Ann,
dd. Hrd. usw.« 1910, S. 437.