Sowetow, S.: Der Aral-See,
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griechischen, chinesischen und arabischen Geographen anfängt und bis zu
unseren Zeiten durchführt. Er gibt auch sonderbare Abdrücke verschiedener
Karten aus allerlei Epochen, So haben wir z. B. in dieser Arbeit eine im
Jahre 1490 von Potolomaei zusammengestellte Karte, eine des arabischen Geo-
graphen Idrisy (1154), eine Weltkarte von Peter Viskonty (1320), eine Welt-
karte von Fra Mauro (1459), einen Teil der Karte eines englischen Kaufmanns
Dgenkinson (1562), einen Teil von Hondius Karte (1633), einen Teil von
Witsens Karte (1687), einen Teil von Remesows Karte: »Ein Plan der Erde,
der ganzen wasserlosen und undurchdringlichen steinernen Steppe« (1697), einen
Teil von Schenks Karte (1722), von Maassa (1737), von Walatzy — Turkestan
aus Gomann-Atlas (1730), Turkestan aus der Rußlandkarte von Stralenberg (1730),
ein Teil der Duhrowins-Karte (1729), Turkestan aus Rußlandkarte von Kirillow,
eine Karte aus »der Orenburg-Topographie« nach Kirillow und Murawin (1734
und 1741) und endlich einen Teil von der Lewschins-Karte (1831).
Das zweite Kapitel ist der Topographie und der Hydrographie des Sees
gewidmet. Hier finden wir die Angaben über die Lage des Sees, wobei eine
ganze Reihe von astronomischen Punkten, die von verschiedenen Beobachtern
und zu verschiedener Zeit bestimmt waren, aufgeführt sind; etwas weiter folgen
Angaben des absoluten Wasserstandes des Sees (Berg findet ihn + 49.8 m hoch),
der Dimension (64490 qkm), des Umfanges (1028 cbkm), der mittleren Tiefe
(16.2 m) und des Bodenreliefs. Eine Bathometerkarte ist beigefügt, die nach
Butakow; Pospelow und Bergs Beobachtungen zusammengestellt ist; die größte
Tiefe, 68 m, wurde von Butakow in der Nähe der Westküste des Sees, etwas
nördlicher und südlicher der 45° N-Br. gefunden, ;
Folgende Tabelle zeigt die Fläche, die von den verschiedenen Seetiefen
eingenommen wird:
0 bis 10 m 18671.3 qkm oder 29.5%, der Seefläche | 40 bis 50m 398.7 qkm oder 0.6%, der Seefläche
10 «20 « 221674 « « 350 « « 50 « 60« 2690 « « 04 « «
20 « 30 « 201355 « « 349 x« « 60 «68« 304.0 « « 05 « «
30 « 40 « 123241 x 21 R u
Den Tiefen größer als 80 m begegnet man als einem engen Streifen nur
längs der Westküste, der Streifen ist nicht breiter .als 12 Meilen und hat
100 Meilen Länge,
In demselben Kapitel sind auch Kenntnisse über die Nebenflüsse des Aral-
Sees, Amu- und Syr-Darija, dargestellt. Außerdem enthält dieses Kapitel eine aus-
führliche topographische Beschreibung der Seeküsten, die mit zahlreichen
Zeichnungen der Stellen, welche großes geologisches und physisch-geographisches
Interesse darbieten, versehen ist,
Das III. Kapitel enthält eine morphologische Beschreibung der Küsten und
der physisch-geographischen Erforschung ihrer Formen und ihrer Veränderungen
mit der Zeit. Dabei kommt der Autor zu dem Schluß, daß der Aral-See sich
nach Jahren in einen Stromsee verwandeln wird. Er begründet diese Ansicht
auf folgende Weise: Der Wasserstand des Sees erhebt sich infolge der An-
schwemmung jährlich auf 0.5 mm; diese allmähliche Erhebung wird in 8000 Jahren
4 m erreichen; ein so hoher Wasserstand des Sees müßte dann das ganze
Aibugirtal überschwemmen, Dadurch wird sich der See mit dem Sarikamischen
Strudel und durch den Ushay mit dem Kaspischen Meer verbinden,
Das IV. Kapitel ist der Klimatologie des Aral-Sees gewidmet. Hier be-
irachtet Berg die Lufttemperatur, die Feuchtigkeit, die Niederschläge und auch
andere meteorologische Elemente, Diesem Kapitel sind auch Angaben von der
erdmagnetischen Deklination beigefügt, außerdem dabei die Werte der Deklination
für das Jahr 1850 auf einer Karte des Aral-Sees, die von der Hydrographischen
Abteilung herausgegeben ist, ebenso dieselben Ergebnisse für das Jahr 1906.
Ai, Deklination im Jahre 1906: II. Deklination im Jahre 1850.
Kisil-bulach 7° 26’0O Djan-kalo 6° 22 Q (Boutakow.)}
Kaban Bay 6° 28’« _ Chim Bay 6° 25 «
Kaska-djul 7° 09 « Nukus 69 25’ «
Kosarma 6° 35 « Kos-aral 79 36’ «
Adi Bay 6° 277 «@ Kasalinsk 70 15