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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

Kleinere Mitteilungen. 
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Maximum der südatlantischen Roßbreiten noch nicht so weit ausgedehnt gefunden 
und trafen sowohl an der Grenze als auch im Passatgebiete selbst den Wind 
anders als »Panganis. 
‚Frieda« war mit Winden aus westlichen Richtungen bis 45° S-Br. gesegelt. 
Hier erhielt man am 15. Dezember in 45° W-Lg. hohen Luftdruck und dann 
zwischen 42° und 34° S-Br. die Winde vorwiegend zwischen NW und NO. An 
der Südgrenze des Passatgebietes drehte der Wind aber durch Süd nach SO6 
und mit dem höchsten Barometerstande von 772.3 mm überschritt man die polare 
Passatgrenze am 25. Dezember in 29.8° S-Br. ziemlich östlich in 26° W-Lg. 
20° S-Br. wurde am 28, Dezember 1909 in 26.2° W-Lg., 
10° « « « 31. « 1909 « 27,8° « 
0° Br. « « 4. Januar 1910 « 29.0° « geschnitten. 
‚Pommern« und »Kurt«, die beide den Meridian von Diego Ramirez am 
4, Dezember passiert und sich dichter unter den Falklands-Inseln') gehalten hatten, 
trafen weniger befriedigende Verhältnisse in den Roßbreiten, »Kurt« gebrauchte 
von 85° S-Br. bis zur polaren Passatgrenze, die am 25, Dezember in 28° S-Br. und 
26.5°W-Lg. erreicht wurde, sechs Tage. Dabei war der höchste Luftdruck 768.5 mm, 
‚Pommern« schnitt 40°S-Br. am 16. Dezember in 42° W-Lg. und 35°S-Br. in 35.5° W-Lg., 
also verhältnismäßig weit westlich und hatte von hier gegen mäßige, nördliche 
Winde anzukämpfen, bis in 25° S-Br. und 29.5° W-Lg. ebenfalls am 25. Dezember 
der Wind durch Nord nach der Passatrichtung holte. 
Auf der Fahrt von der Linie nach Lizard folgten sich die vier Segler in 
kurzen Zwischenräumen und sie trafen fast gleichzeitig vor dem Englischen 
Kanal ein. 
‚Pangani« lief nach dem Passieren der Linie, ohne Aufenthalt durch 
Mallungen, in den NO-Passat, der stets frisch wehte und von 21° N-Br., Stärke 
7 bis 8, in Böen zeitweise sogar Stärke 10 erreichte. Dabei hatte man am 
16. Januar zwei Wachen lang die Royals fest. Seine westlichste Stellung im 
Passatgebiet nahm das Schiff am 17. Januar in 27.3° N-Br. und 35.8° W-Lg. ein. 
An diesem und dem folgenden Tage traf man ebenfalls steife Brise aus ONO 
und Ost, die, nachdem der höchste Barometerstand von 775.6 mm passiert war, 
durch SO nach SSW holte und abflaute. Mittags am 19. Januar in 34.8° N-Br. 
und 31.6° W-Lg. stand man an der Westseite des Hochdruckgebietes, das vom 
17. bis 20. Januar fast unverändert zwischen den Azoren und dem Festlande 
und zwischen 30° und 40° N-Br. lagerte. Auf nordöstlichen Kursen passierte man 
am 21. Januar vormittags San Miguel, hatte dann, wieder bei hohem Luftdruck, 
zwei Tage lang SO 6 bis 8, mußte aber vom 24, bis 25. Januar in ungefähr 46° N-Br. 
und 12° W-Ly bei NW 11 bis 12 zwanzig Stunden lang beidrehen. Man befand sich 
dabei in der Rückseite einer Depression, deren Minimum nach dem Internatio- 
nalen Dekadenbericht am 24, Januar 8% vormittags über der Irischen See und am 
25. Januar 8b vormittags über der Deutschen Bucht lag. Mit fallendem Baro- 
meter und stürmischem NW steuerte man den Kanal an und passierte am 
27. Januar vormittags Lizard. 
Die drei Mitsegler, welche die Linie 6 bis 4 Tage vor der »Pangani« 
überschritten hatten, verloren zwar durch Mallungen bis 10° N-Br. gegen letzteres 
Schiff, im Passatgebiet setzten sie aber weniger West zu, und konnten, besonders 
»Pommern«, 30° N-Br. in östlicheren Stellungen schneiden als »Pangani«, da am 
14. und 15, Dezember in den Roßbreiten zwischen 30 und 40° W-Lg. südöstliche 
Winde herrschten und das Hochdruckgebiet der Azoren über Spanien verlagert 
war. Vor dem Kanal mußten diese Schiffe ebenso wie »Pangani« in schwerem 
NW-Sturm beidrehen; »Frieda«, das kleinste der Schiffe, sogar 21/, Tag; infolge- 
dessen erreichte sie Lizard erst am 29. Januar, Die vier Reisen von der Linie 
bis Lizard ergeben die folgende Tabelle: 
1) »Pommern« und »Kurt« haben auf ihrem Wege dicht unter den Falklandsinseln entlang 
kein Eis in Sicht bekommen, während »Frieda« am 13, Dezember in 49.3° S-Br. und 51.6° W-Le. 
und »Pangani« am 19. Dezember in 50.3° S-Br. und 50° W-Lg. sowie in 49.8° S-Br. und 47.5° W-Lg. 
Eisberge gesichtet haben.
	        
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