Kleinere Mitteilungen.
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N- bis SO-Winde angetroffen und in Namatanai hielten sich östliche Winde das
Gleichgewicht mit westlichen. Doch muß man gerade bei den Beobachtungen in
Buchten und Häfen in Berücksichtigung ziehen, daß sich in der Südsee der Wind
fast immer den Küstenformationen anpaßt und besonders durch. hohe Gebirge
stark beeinflußt wird. Außerdem wurde auf der Fahrt von Namatanai nach
Kaewieng tagsüber nord-nordwestlicher Wind angetroffen, der nur nachts von
westlichen Landwinden abgelöst wurde. Auch an der Ostküste Neu-Mecklenburgs
trat der Wechsel von Tag- und Nachtwinden regelmäßig in Erscheinung,
Die Stärke des Windes betrug im Durchschnitt 1 bis 2 und erreichte nur
in seltenen Fällen Stärke 4. Je mehr die Jahreszeit sich der Übergangsperiode
zum SO-Passat näherte, um so öfter wurde Wind größerer Stärke beobachtet,
Die Monate Januar bis März zeichneten sich durch das häufige Vorkommen
von Böen aus, die zeitweise recht heftig waren (6); sie waren fast immer von
heftigen Regengüssen begleitet, Die Richtung des Windes während der Böen
war unbeständig. Es kam vor, daß der Wind dabei beinahe sämtliche Kompaßstriche
durchlief,
Während der ganzen Zeit stand an der Ostküste von Bougainville und
Neu-Mecklenburg eine leichte, manchmal stärker werdende Dünung aus NO.
Nennenswerter Seegang kam nie auf,
Bewölkung und Luftfeuchtigkeit. Die Bewölkung war schon vom
frühen Morgen an eine starke. Etwa !/„, Stunde nach Sonnenaufgang hatten sich
in der Regel die niederen Wolken derart zusammengeballt und gesenkt, daß die
Gebirgskämme verdeckt waren. Auch sternklare Nächte waren selten, Im Mittel
betrug die Bewölkung 6.5.
Die Monate Januar und Februar waren sehr regenreich, der Monat März
regenarm. Die Regenmenge betrug im Maximum 68.9 mm, im Durchschnitt
12.9 mm. Am häufigsten traten nachmittags Regenfälle ein, im Januar mit großer
Regelmäßigkeit. Von 75 Beobachtungstagen waren nur 17 regenfrei, von denen
die Hauptzahl auf den Monat März fiel,
Die Luftfeuchtigkeit betrug: im Maximum 98 %,, im Mittel 81.5 %, im
Minimum 66 9%.
Stromverhältnisse. Es wurde an den Ostküsten Bougainvilles und
Neu-Mecklenburgs nur ganz geringer Strom beobachtet, der von häufigen Stromstillen
unterbrochen war. Vor allem trat dies im Ernst Günther (Teop)-Hafen
in die Erscheinung, wo 50 °%, aller Beobachtungen keinen Strom ergaben, Der
Rest der Beobachtungen zeigte weitaus am häufigsten südlich setzenden Strom.
Der Einfluß der Gezeiten läßt sich nicht sicher nachweisen. Vielleicht läßt sich
aus den Beobachtungen am 83. Februar darauf schließen, da an diesem Tage nach
dem Gezeitenwechsel der nördliche Strom auf südlichen überging. Daraus würde
zu schließen sein, daß die Flut in den Hafen hinein-, die Ebbe herausströmt.
Das gleiche dürfte für Namatanai zutreffen. Hier drängen die Beobachtungen
vom 28. Februar bis 3. März zu der Annahme, daß der Flutstrom aus den
Richtungen NO bis NW läuft, während. die Ebbe südwestlichen Strom aufzuweisen
hat. Dagegen ist an der Südküste Bougainvilles der Einfluß der Gezeiten auf
den Strom nicht zu verkennen., Daraus folgt, daß der Flutstrom bei der Refuge-Insel
nach NW, der Ebbstrom südlich und in der Bougainville-Straße dieser
südwestlich, der Flutstrom dagegen nord-nordöstlich setzt. Die Stärke des
Stromes ist schwankend, hält sich in der Regel unter 0.2 Sm und steigt nie über
0.5 Sm. Anders sind die Stromverhältnisse bei Kap Freundschaft, bei welchem
nördlich und südlich bis 2.6 Sm Strom beobachtet ist, und die Bougainville-Straße
zwischen Ovau- und dem Tonolai-Hafen, wo Strom bis zur Stärke von
1 Sm läuft.
Auf den Fahrten ins Vermessungsgebiet wurde im allgemeinen Driftstrom
angetroffen. Zwischen Buka und dem Kap St. Georg wurde stets südliche Stromversetzung
beobachtet, von einer Maximalstärke von 0.5 Sm. Im St. Georgs-Kanal
setzte der Strom ausnahmslos in südlicher Richtung, nur unter der Küste machte
sich Küstengegenstrom bemerkbar.