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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

Antechamber-Bucht, 
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Antechamber-Bucht. 
Nach englischen Quellen. Brit, Adm-Krt. Nr. 2389A, Gulfs. of St-Vincent and. Spencer, Southern 
Sheet; Nr. 25, Backstairs Passage. 
Die Antechamber-Bucht liegt auf der Kangaroo-Insel in der Backstairs- 
Durchfahrt an der Ostseite der Macdonnell-Halbinsel. Sie ist zwischen Kap 
St. Alban im Südosten und Kap Coutts im Nordwesten 3°/, Sm breit; ihre Tiefe 
beträgt 1'/, Sm. Die Wassertiefen erreichen in der Mitte der Bucht etwa 24 m, 
nehmen nach dem Lande zu allmählich ab und betragen etwa 7 Kblg von der 
Küste entfernt 18 m. Hier nehmen sie plötzlich auf 5.5 m ab und werden all- 
mählich immer geringer nach dem der Küste vorgelagerten Sandstrande zu. Die 
Bucht bietet Segelschiffen, die in der Backstairs-Durchfahrt konträre Winde und 
Gegenstrom antreffen, gute Ankerplätze; auch gegen stürmische Winde gewährt 
sie Schutz. Die geographische Lage des Leuchtfeuers auf Kap St. Alban ist 
35° 48’ 40” S-Br. und 138° 7’ 25” O-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1910 ist 
etwa 5.3° Ost und ungefähr stationär. 
Landmarken. Kap Willoughby am Ostende der Känguruh-Insel ist 583 m 
hoch, steil abfallend und felsig; auf ihm steht ein Leuchtturm, und 80 m von 
diesem eine Telegraphenstation. 2'/, Sm nördlich von ihm erhebt sich Kap 
St. Alban, auf dem ebenfalls ein Leuchtturm steht. Kap Coutts am Nordwest- 
ende der Antechamber-Bucht ist hohes, abschüssiges Land. Bei Nacht bilden die 
Leuchtfeuer auf den genannten Leuchttürmen gute Landmarken, 
An- und Einsteuerung. Für vom Norden kommende Schiffe liegt die Bucht 
offen da und die Karte zeigt außer den Yatala-Untiefen in der Mitte der Back- 
stairs-Passage keine gefährliche Stellen. Für vom Süden kommende Schiffe bildet 
aber die etwa !/„ Sm südöstlich vom Kap St. Alban liegende Seraper-Untiefe, eine 
Bank mit Sand- und Felsgrund, die als geringste Tiefe 4 m Wasser zeigt, eine 
gefährliche Stelle. Die Bank fällt manchmal beinahe trocken und Brandung 
kennzeichnet sie bei stürmischem Wetter; bei gutem Wetter und ruhiger See 
kann man sie an der auf ihr stehenden Stromkabbelung erkennen. Schiffe müssen 
sorgfältig diese Bank meiden, namentlich da die in ihrer Nähe mit großer Ge- 
schwindigkeit laufenden Gezeitenströme direkt über sie hinwegsetzen. Man 
passiert 3 Kblg östlich von der Scraper-Untiefe auf 12,8 m Wasser bei Spring- 
niedrigwasser, wenn man die Telegraphenstation auf Kap Willoughby in rw, 196° 
(mw. SzW)-Peilung mit der Mitte des Leuchtturmes in Linie hält. Bei Nacht 
bringe man, wenn die Telegraphenstation nicht zu sehen ist, das Feuer in keine 
südlichere Peilung als rw. 196° (mw. SzW). In neuerer Zeit wird mit Hilfe des 
Feuers auf Kap St. Alban und des auf Kap Willoughby errichteten Hilfsfeuers 
die Bank leicht zu vermeiden sein. 
Leuchtfeuer. Siehe Leuchtfeuer aller Meere 1910, Heft VII, Tit. IX, Nr. 2821, 
2822 und die unter Leuchtfeuer bei Port Adelaide gemachten Bemerkungen. Das 
untere rote Festfeuer auf dem Kap Willoughby-Leuchtturm ist am 1. Mai 1910 
gelöscht worden, 
Signalstellen, Lloydsignalstation befindet sich auf Kap Willoughby. 
Schiffe können mit Signalen nach dem Internationalen Signalbuch mit der Station 
verkehren, 
Rettungswesen. Eine Station mit Raketenapparat befindet sich auf Kap 
Willoughby, ebendaselbst werden Sturmsignale mittels ein®s roten Balles über 
blauer gezackter Flagge gegeben. 
Ankerplatz. Schiffe können irgendwo in der Bucht in 5 bis 7 Kblg Ab- 
stand vom Strande ankern. Im südlichen Teil der Bucht sollten Schiffe aber 
auf mindestens 6.4 m Wasser bei Niedrigwasser ankern, Kleine Schiffe ankern 
gewöhnlich im nordwestlichen Teile der Bucht auf 5.9 m Wasser und Sandgrund, 
etwa !/, Sm vom Lande, von wo Kap Coutts rw. 348° (mw. NzW'/„W) und die 
Mündung des Chapman-Flusses zwischen mw. SW und WSW peilt. Dieser Anker- 
platz ist vollständig gegen westliche Winde geschützt und aus dem Bereich der 
stärksten Gezeitenströme, Guten Ankerplatz auf 6.4 m Wasser über Sandgrund 
findet man auch in der Südostecke der Bucht, etwa in der Mitte zwischen Kap
	        
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