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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1910,
Das Instrument ist in gleicher Weise für nautische und aeronautische Zwecke
verwendbar, Zur Ortsbestimmung im Ballon ist es besonders deshalb geeignet,
weil es sehr handlich und kompendiös gebaut ist,
Rechnungen sind auf ein Minimum reduziert; außer einfachen Interpolationen
zwischen den tabulierten Werten sind bei einer Ortsbestimmung nur noch zwei
Subtraktionen auszuführen.
Phrysikalisches Institut Frankfurt a. M., Juni 1910.
Nepean-Bucht.
Nach englischen Quellen. Brit. Adm-Krt. Nr. 23859A, Gulfs of St-Vineent and Spencer, Southern
Sheet; Nr. 3641, Nepean Bay.
Nepean-Bucht heißt die große Bucht an der Nordostseite der Känguruh-
Insel. Sie ist zwischen Kangaroo Head im Südosten und Marsden Point im
Nordwesten 16 Sm breit und hat drei ausgedehnte Ankerplätze: Eastern Cove,
Western Cove und Kingscote-Hafen. Außerdem finden auch Schiffe unter der
Marsden-Huk Schutz gegen nordwestliche Stürme. Die geographische Lage des
Leuchtfeuers am innern Ende der Kingscote-Landungsbrücke ist 35° 40’ S-Br.
und 137° 38’ O-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1910 beträgt etwa 5° Ost und
ist ungefähr stationär.
Kingscote. Der Hafen von Kingscote liegt an der Westseite der Nepean-
Bucht. Er wird gebildet und geschützt durch die etwa 5 Sm lange Sandzunge,
die sich mit den beiden etwa 0.9 m hohen Bushy- und Beatrice-Inselchen von
der Marsden-Huk aus in südöstlicher Richtung erstreckt. Zwischen dem Süd-
ende dieser Zunge und der Kingscote-Landungsbrücke ist der Hafen etwa 1%, Sm
breit. Man findet auf dieser Linie und auf kurze Strecke innerhalb derselben
auf einem nach der Karte nicht ganz !/„ Sm breiten und ebenso langen Raum
gegen nördliche und westliche Winde gut geschützte Ankerplätze auf 5,9 m
Wassertiefe,
Landmarken. Für von Osten her Kingscote oder überhaupt die Nepean-
Bucht ansteuernde Schiffe kommt zunächst Kangaroo Head als Landmarke in
Betracht. Diese Huk bildet ein breiter, steiler und felsiger Küstenabhang mit
einem auffälligen weißen Denkmal; hinter ihm steigt das Land steil zu 91 bis
121 m Höhe an. Die westlich von ihr gelegene Morrison-Huk ist aber nur von
mäßiger Höhe, während die Küste zwischen ihr und der 3 Sm weiter nach Westen
gelegenen Huk hohe rote Küstenabhänge zeigt und felsig ist, Eine bewaldete
Hügelkette, die nach Westen zu allmählich abfällt, zieht sich an dieser Stelle an
der Küste entlang. Als weitere Landmarke für vom Osten kommende Schiffe
dient der etwa 7 Sm westlich von Kingscote gelegene 118 m hohe tafelförmige
Hügel, der nahe an seinem südlichen Abhange hohes Buschwerk trägt, Für vom
Norden kommende Schiffe kommt zunächst die Marsden-Huk als Landmarke in
Betracht, die felsig und von mäßiger Höhe ist. Das Land westlich von ihr ist
auf einer Strecke von !/, Sm bewaldet und 82 m hoch, während 4 Sm westlich
von ihr Mount Marsden, ein bewaldeter Hügel mit rundem Gipfel, zu 178 m
Höhe ansteigt. Am Tage können ferner die 5 Kblg östlich vom Südende des
Beatrice-Inselchen auf 1.5 m Wasser aufgestellte Pfahlbake mit rotem Kugeltopp-
zeichen und die am Südostende der Sandzunge auf 1.8 m errichtete Pfahlbake
mit Balltoppzeichen als Landmarken dienen. Eine weitere Landmarke bildet die
südlich von dieser Bake auf 6.4 m Wasser liegende runde grüne Glockentonne,
die einen Ball und Ralımen von gleicher Farbe als Toppzeichen trägt, welch
letzterer außerdem an jeder Seite ein gemaltes T' zeigt. Zum Einsteuern nach
Kingscote-Hafen wird dann noch die 1 Sm nördlich von der Landungsbrücke ge-
legene Kingscote-Huk als Landmarke benutzt, Bei Nacht bilden die Leuchtfeuer
auf der Kingscote-Landungsbrücke gute Landmarken.
An- und Einsteuerung. Wenn man von Osten kommend Kangaroo Head,
um das der Strom mit großer Geschwindigkeit setzt, umfahren und den tafel-