398 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1910.
Mittel 10 Jahre
Sommer 07
(5
09
hV 20x 00x Tages-
' . mittel
|
21,91 24.5 22.11 22,7
21.5 24.2 22.1| 22,5
21.8’ 24.5 21.9] 22,5
218 240 220| 224
Maximum
N absolut ; mittle
höch- | niedrig- | res
stes | stes
35,6
31,8
35.6
21.3
18.2
19.6
19.5,
171
26.1
25.7
25.9
953
Minimum
höch- « niedrig- mittle
stos stes | res
26.2
25.6
25.85
258
10.9
13.6
13,9
12,
20.3
19.9
20.1
20.2
Zahl der
Tage mit
= 25°
63.9
69
58
50
Die folgende Tabelle gestattet eine Übersicht und Vergleichung der Luft-
feuchtigkeit, Bewölkung, Windgeschwindigkeit, sowie der Häufigkeit und Menge
des gefallenen Niederschlags während derselben Zeiträume:
Mittel 10 Jahre
Sommer 07
05
09
Relative |
Feuchtigkeit
in 9%
Bewölkung
0—10
Zahl
der Tage
Niederschlag
hVObNOLN Tar rn von N 90 N Ta
aa
heitere, trübe
Zahlder ar
| Taso Menge
538 18 50 555 54
91 77 88 85 6
87 170 156 83 [62 [555.0
92183191 89 |7.0'66155 ©
A
1-
N)
2121 33.0 ı
29 35
25 837 |
29 43
367.3
371.7
179.4
4429
Windstärke
nach
Beaufort
2,87
3.03
DC
1 . 1 8 . + + . +
Unter dem Einfluß der günstigsten Wachstumsbedingungen setzte im Juni
die Entwicklung der Pflanzenwelt freudig ein. Die Ernte des Beerenobstes, mit
der Erdbeere anfangend, begann, es folgten Süß- und Sauerkirschen, Das Winter-
getreide auf den Chinesenfeldern wurde abgeerntet, Von den Baum- und Strauch-
arten blühen: Albizzia, Tamarise, Melia, Ligustrum, Tilia, Caragana, Philadelphus,
Spiraea, Ailanthus, Deutzia und Juica.
Die Bäume und Sträucher entwickeln sich im Juli weiter günstig. Die
Frühjahrspflanzungen und Saaten, besonders auch die Akaziensaaten berechtigen
zu besten Hoffnungen. Es blühen: Koelreuteria, Sterkulia, Rhus, Lagerstroemia,
Stillingia, Hibiscus und Sophore. Die zweite Saat auf den Chinesenfeldern stand
vorzüglich: Kauliang, Hirse und Mais blühen.
Die anhaltende feuchte und warme Witterung machte sich im August auf
das Wachstum der Pflanzen weiter günstig bemerkbar. Das Höhenwachstum bei
den Baum- und Straucharten war enorm. Es blühten: Lespedezia, Hydrange,
Althaea und Syringa, letztere zum zweitenmal im Jahre.
September 1909. Mit Anfang des September machte sich in der all-
gemeinen Luftdruckverteilung die allmähliche Entwicklung eines Hochdruck-
gebietes über dem nördlichen Kontinent bemerkbar. Die Folge hiervon war das
häufigere Auftreten nördlicher Winde, welche die Temperatur herabsetzten und
größere Trockenheit der Luft herbeiführten. Im ganzen war jedoch die Witterung
keineswegs heiter, sondern mit Ausnahme nur weniger Tage meist bewölkt, zeit-
weise diesig und nebelig. Mehrfach brachten südlich vorüberziehende Depressionen
schwache, wenig ergiebige Niederschläge. Die Temperatur blieb dementsprechend
durchweg etwas unter dem langjährigen Mittel. Die höchste Temperatur trat
am 20. bei 27,5°, die niedrigste am 24. bei 12.4° ein. In ihrem Gange von Tag
zu Tag zeigten sich bei den Extremtemperaturen mehrfach größere Schwankungen
um ihre Mittellagen von 24.6° und 17,6°, Die mittlere Veränderlichkeit, be-
rechnet aus den Beobachtungen der drei Termine, erreichte ihren höchsten Wert
von 1.9° in den Morgenstunden, ihren kleinsten von 1.3° abends. An 13 Tagen
des Monats erreichte das Maximum der Temperatur eine Höhe von 25° und
darüber. Die relative Feuchtigkeit der Luft betrug 77%, gegen 73%, als
Normalwert. Bei einer Bewölkung von 6.4 Zehnteln kamen 4 heitere und 10
trübe Tage zur Auszählung. An Sonnenschein wurden 160.7 Stunden gleich
43 0/, der möglichen Dauer registriert, Leichtere Nebel traten am Morgen des 3.