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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

568 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1910. 
von 5.5 bis 9 m hat. Es sind jedoch auf dem Riff auch Stellen mit nur 4.9 m 
Wasser gelotet worden, und da auch infolge der starken Gezeitenströme an 
manchen Stellen des Riffes die Wassertiefen zeitweise wahrscheinlich geringer 
sein werden, als in der Karte angegeben, so ist es für tiefgehende Schiffe ge- 
boten, diese Bank sorgfältig zu meiden. 
Für von Südwesten her kommende Schiffe diene folgende Anweisung zum 
Einlaufen nach dem Ankerplatz von Edithburgh: Man halte den westlich von 
der Troubridge-Huk zu 31 m Höhe ansteigenden Troubridge-Hügel solange in 
nördlichere als mw. West-Peilung, bis der Leuchtturm auf den Troubridge-Un- 
tiefen rw. 5° (mw. N) peilt. Dann steuere man rw. 27° (mw. NNO), bis der 
Leuchtturm rw. 320° (mw. NW) peilt; dann steuere man rw. 5° (mw. N), bis 
derselbe rw. 185° (mw. S) peilt. Von hier aus führt dann ein rw. 286° (mw. WzN)- 
Kurs nach dem Ankerplatze. Beim Innehalten dieser Kurse achte man jedoch 
darauf, daß man nicht innerhalb der 9 m-Grenze kommt, Auch die Gezeiten- 
ströme sind zu berücksichtigen, die um die Untiefen herum mit 2 bis 3 Sm Ge- 
schwindigkeit laufen und südlich von dem Leuchtturm in etwa ON0O—W5SW-Rich- 
tung, östlich davon in etwa N—S-Richtung setzen. An den Leuchtturm auf den 
Troubridge-Untiefen darf man, wenn man südlich davon steht, nicht näher als 
auf 3 Sm Abstand hinanlaufen, während man sich ihm, wenn man Östlich und 
nördlich davon steht, bis auf 2 Sm Abstand nähern kann. Vom Osten kommend 
meidet man die Südkante der Tapley-Untiefe, wenn man den Leuchtturm in nörd- 
lichere als mw. W'/„S-Peilung hält. 
Leuchtfeuer. Siehe Leuchtfeuer aller Meere 1910, Heft VII, Tit. IX, 
Nr. 2767, 2770. 
Signalstellen. Vom Troubridge Shoals-Leuchtturm werden nach dem 
Internationalen Signalbuch gemachte Signale entgegengenommen und auf tele- 
graphischem Wege weitergegeben. 
Sturmsignale werden auf dem Leuchtturm der Troubridge-Untiefen bei 
Tage mittels eines roten Balles über blauer gezackter Flagge gegeben. 
Ankerplatz auf der Reede. Macdonnell Sound heißt der äußere Ankerplatz 
von Edithburgh. Er liegt zwischen den Troubridge- und den Tapley-Untiefen 
und der Landungsbrücke von Edithburgh. Er hat Tiefen von 9 bis 14.6 m 
Wasser. Der beste Ankerplatz ist auf 9 bis 13 m Wasser, feiner Sandgrund, von 
wo aus der Leuchtturm auf den Troubridge-Untiefen zwischen mw. S und mw, SO 
2 bis 3 Sm entfernt peilt. 
Verbotener Ankerplatz. Zwischen Troubridge-Leuchtturm und Edith- 
burgh liegt ein unterseeisches Kabel, dessen westliche Landungsstelle sich etwa 
!, Sm südlich von der Edithburgh-Landungsbrücke befindet. Die Landungsstelle 
wird durch zwei auf dem Küstenabhang, in rw. Ost—West-Richtung voneinander, 
stehende weiße Pfähle bezeichnet. Das Kabel läuft 1 Sm weit in der Deckpeilung 
dieser Pfähle. Schiffe dürfen nicht in der Nähe dieses Kabels ankern. 
Ballastgrund. An der Innenseite der Linie »Leuchtturm auf den Trou- 
bridge-Untiefen in mw. SSW-Peilung« ist der Ort zum Ballastlöschen, 
Gezeiten und Gezeitenströme. Die Hafenzeit bei der Hungry-Huk ist 
4» 18in; die Hochwasserhöhe beträgt bei Springtide 2.1 m, bei Nipptide 1.2 bis 
1.8 m. Die Nachmittagstide ist zwischen Februar und April vom zweiten oder 
dritten Tage nach Voll- und Neumond an die höchste, nimmt nachher an Höhe 
ab und wird späterhin die niedrigste. Im Winter scheint nach Beobachtungen, 
die bei dem 30 Sm weiter nach Norden gelegenen Kooley Wurta im August und 
September gemacht sind, wahrscheinlich das Umgekehrte der Fall zu sein. Die 
Gezeitenströme kentern bei den Troubridge-Untiefen etwa 45 Minuten vor Ein- 
tritt des Hoch- oder Niedrigwassers am Lande. Um die Hungry-Huk herum 
setzt der Strom bei Springtide mit etwa 3 bis 4 Sm Geschwindigkeit in der 
Stunde; er beginnt 45 Minuten vor Niedrigwasser nach Norden zu laufen. 
Hafenanlagen. Eine 174 m lange Landungsbrücke mit 5 m Wasser bei 
Niedrigwasser an ihrem äußeren Ende ist von der De Mole-Huk nach See hinaus- 
gebaut. Ein Kran steht auf ihr. Schiffe mit 4.6 m Tiefgang können an ihr 
Jaden. Eine schwarze Verholtonne liegt 1!/, Kblg vom äußeren Ende der Brücke 
entfernt auf 4 m Wasser.
	        
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